Silhouette of hand playing with kite day

Von unerreichten Höhen und Drachen, die Windenergie erzeugen

Die Erneuerbare Energien Branche beschreitet immer wieder neue Wege, um innovative und nachhaltige Energiequellen zu finden. Einer dieser neu eingeschlagenen Wege hat sich über die letzten Jahre zu einem erfolgversprechenden Projekt entwickelt: Winddrachen. Das Konzept der Umwandlung von Höhenwind in Energie durch stationäre Windräder ist bereits etabliert, jedoch lassen neue, effizientere Flugdrachen die Windriesen nun zunehmend alt aussehen.

Was können die Drachen?

Ein eckiger Kasten am Boden, ein daran befestigter beweglicher Arm und oben drauf ein aerodynamisch geformter Flugdrachen – der EK30, Prototyp einer Flugwindkraftanlage der deutschen Firma EnerKíte – erinnert ein wenig an ein Miniraumschiff aus einem Science-Fiction Film. Doch was sich hinter der futuristisch anmutenden Konstruktion verbirgt, kann mehr als nur cool aussehen. Vollständig automatisiert kann die Anlage, durch einen speziellen Start- und Landemast, den Drachen eigenständig starten und in die Lüfte aufsteigen lassen. Dies ist dank einer besonderen Technik sogar bei Flaute am Boden möglich. Der Drachen, oder auch Kite, zieht dann in über 200 Metern Höhe seine Bahnen und erntet Energie aus dem dort stetig vorhandenen Wind.

 

Gewinnung von Höhenwindenergie hat Zukunft

Warum haben Flugwindkraftanlagen großes Potenzial? Die Gründe dafür sind vielschichtig. Ein wesentlicher Faktor ist ihre Mobilität, denn sie lassen sich im praktischen Container-Format per LKW von A nach B transportieren und können so an vielerlei Orten aufgebaut werden. Dies stellt vor allem einen großen Pluspunkt für mittelständische Unternehmen dar. Auch Landwirte und Kommunen können von der autarken Energiegewinnung profitieren und unabhängig eigene grüne Energie ernten.

Ein weiterer Einsatzort für die futuristischen Winddrachen sind Krisengebiete oder schwer zugängliche Areale, in denen die konventionelle Energieversorgung zusammengebrochen oder schlichtweg bisher nicht vorhanden ist. Höhenwind gibt es überall auf der Welt und da die Drachen selbst bei Flaute aufsteigen können, bieten sie selbst für entlegene Orte die Möglichkeit einer nachhaltigen Versorgung mit Öko-Strom.

Windrad vs. Drachen

Was macht moderne Flugwindkraftanlagen effizienter als altbekannte Windräder? Die Rechnung ist einfach: die weißen Riesen in den konventionellen Windparks haben hohe Materialkosten und liefern aufgrund ständig wechselnder Windbedingungen oft weitaus weniger Energie als sie sollen. Winddrachen erreichen hingegen größere Höhen, in denen Winde stärker und beständiger wehen. Die Essenz des Konzeptes: weniger Materialkosten, höhere Energieerträge und nachhaltiger grüner Strom aus erneuerbaren bzw. nicht versiegenden Quellen, der näher am Verbraucher generiert wird.

Ein Schritt Richtung grüne Zukunft?

Projekte wie der Flugwinddrachen EK30 können zukünftig die Energiewelt bereichern, möglicherweise sogar umkrempeln. Sie bringen Deutschland der grünen Energiezukunft einen weiteren Schritt näher und bilden ein zusätzliches innovatives Element im Energiemix für eine grüne Zukunft.