Stellungnahme zum Coronavirus

Braucht die Energiewende eine andere Regulierung?

17.08.2011

Auf dem 8. Deutschen Regulierungskongress (27. und 28. September 2011, Berlin) diskutieren europäische und nationale Regulierungsverantwortliche über die Anforderungen an die Regulierung in Folge der deutschen Energiewende und die europäischen Energie- und Klimaziele.

Braucht die Energiewende eine andere Regulierung? 

8. Deutscher Regulierungskongress   
27. und 28. September 2011, Pullmann Berlin Schweizerhof, Berlin 
 
Berlin/Düsseldorf, August 2011. Der Aus- und Umbau der Strom- und Gasnetze stellt einen wesentlichen Baustein für die Umgestaltung der Energieversorgung dar und zieht große Investitionen für die Netzbetreiber nach sich. Während die Bundesnetzagentur die angesetzte Rendite von 9,29 Prozent für Neuinvestitionen weiterhin als angemessen ansieht, erscheint vielen Netzbetreibern die Rendite als zu niedrig, um die großen Investitionsanstrengungen in den nächsten Jahren zu stemmen. Um den wachsenden Anteil von erneuerbaren Energien auch in das europäische Stromnetz integrieren zu können, müssen nach einer Studie des Projekts SUSPLAN Übertragungskapazitäten von rund 200.000 MW ausgebaut werden. 
 
Auf dem 8. Deutschen Regulierungskongress (27. und 28. September 2011, Berlin) diskutieren europäische und nationale Regulierungsverantwortliche über die Anforderungen an die Regulierung in Folge der deutschen Energiewende und die europäischen Energie- und Klimaziele. Die Europäische Kommission wird durch Mechthild Wörsdörfer und Georg Wilhelm Adamowitsch vertreten. Wörsdorfer wird die Energie-Roadmap 2050 als Langfristvision der EU-Energiepolitik vorstellen, Adamowitsch erläutert die Herausforderungen für internationale Projekte durch zu enge Bindungen an nationale Regelungen. Eine erste Bilanz über die Arbeit der neugegründeten Europäischen Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) zieht Mag. Dietmar Preinstorfer (ACER und Energie-Control Austria). 
 
Energiewende = Regulierungswende? 
 
Der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth geht auf die Maßnahmen der deutschen Regulierungsbehörde zur Beschleunigung des Netzausbaus ein und zeigt, wie das geltende Regulierungsregime Netzinvestitionen unterstützen kann. Aus Sicht der Netzbetreiber erläutern Dr. Christian Schneller (TenneT GmbH) und Nadja Ballauf (50Hertz Transmission GmbH) die aktuellen Herausforderungen bei der Integration der Netze und der Umsetzung von Netzinvestitionen. Die Rolle der Verteilnetze bei der Umsetzung der deutschen Energiewende betont Jan Fuhrberg-Baumann (Stadtwerke Leipzig Netz GmbH). 
 
Der zweite Tag der etablierten Jahrestagung für Regulierungsverantwortliche greift aktuelle Probleme im täglichen Regulierungsgeschäft auf. Der Stand bei der Qualitätsregulierung wird ebenso diskutiert wie Fragen der Rekommunalisierung und des Netzservices. In zwei parallelen Vortragsreihen wird die Regulierung im Messwesen sowie im Gasmarkt vertieft. 
 
Das vollständige Programm finden Sie unter: