Smart Meter

Smart Meter

von Paul-Vincent Abs

Smart-Home-Anwendungen, also die Vernetzung  von Haushaltsgeräten oder Haustechnik, sind hierzulande auf dem Vormarsch. Ob intelligente Beleuchtung, Sprachassistenten, Heizungsthermostate oder Mäh- und Staubsaugerroboter – laut aktuellen Studien hat bereits jeder vierte Deutsche mindestens ein vernetztes Gerät im Haushalt.

Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen und auf weitere Bereiche ausweiten, beispielsweise auf das Messwesen: In Deutschland werden herkömmliche analoge Stromzähler in den kommenden Jahren schrittweise aus dem Blickfeld verschwinden und stattdessen neue elektronische Zähler eingebaut. So sieht es das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende vor, das 2016 verabschiedet wurde. In Kombination mit einem Kommunikationsmodul, dem sogenannten Smart Meter Gateway, werden die neuen Geräte zu einem intelligenten Messsystem und können den Stromverbrauch sowie weitere Daten beispielsweise per LTE oder Breitband-Powerline übertragen. Die neue Technik macht viele zukunftsorientierte Anwendungen möglich, unter anderem in Bereichen wie Smart Heating oder E-Health. Sie ist zwingende Voraussetzung für die Integration der Elektromobilität und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien wie der Fotovoltaik. Nur über die intelligenten Messsysteme können diese neuen Anwendungen in bestehenden Stromnetzen sicher gesteuert werden. Aktuell stehen wir hier jedoch noch ganz am Anfang der Entwicklung.

Auf die 900 Stadtwerke in Deutschland kommt mit der Umrüstung auf die elektronischen Zähler eine große Aufgabe zu. Sie sind gefordert, ihre Prozesse und Produkte quasi einmal auf den Kopf zu stellen und neu zu defi nieren – denn neben dem Gerätetausch sind ganz neue Technologien involviert. In Vorbereitung auf den Rollout im eigenen Netzgebiet hat E.ON die neue Technik in den vergangenen Jahren intensiv getestet und die Umstellung der Prozesslandschaft vorbereitet. Von diesen Erfahrungen profitieren auch Stadtwerke und regionale Energieversorger, die E.ON Metering als Dienstleister bei ihren Vorbereitungen auf den Smart-Meter-Rollout unterstützt. Zudem bietet E.ON Stadtwerken bereits heute erste Mehrwertdienste als White-Label-Lösung an: Denn nur, wenn aufbauend auf der neuen Technologie zukunftsorientierte Anwendungen entstehen, wird der Smart-Meter-Rollout zum Gewinn für alle, sowohl für Nutzer und Anbieter als auch auf dem Weg zum Smart Grid für die Energiewende.

Paul-Vincent AbsPaul-Vincent Abs
Geschäftsführer E.ON Metering GmbH
und e.kundenservice Netz GmbH