Assetklasse Quartier 2020

Win-Win-Win für Investoren, Projektentwickler und Nutzer? EUROFORUM Konferenz

Interview mit Jörg Werner

Geschäftsführer
GEG Development GmbH

Herr Werner, warum sind für Sie als Projektentwickler gemischt genutzte Quartiere interessant?

Eine Quartiersentwicklung ist erst gelungen und nachhaltig, wenn im Quartier Leben entsteht, es also von den Menschen in der Umgebung auch wirklich angenommen wird. Besteht es allein aus Büro- oder Wohneinheiten, wird es immer tot bleiben. Daher müssen erfolgreiche Quartiere den Menschen die Möglichkeit bieten, täglich notwendige Besorgungen zu erledigen, sich zu treffen und angenehm Zeit zu verbringen. Das erreicht man nur mit einem klugen Mixtum aus Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistungsangeboten.

Welche sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen in der Quartiersentwicklung?

Die beiden größten Herausforderungen für eine erfolgreiche Quartiersentwicklung sind: Das Quartier gut in seine Umgebung zu integrieren und in ihm Leben entstehen zu lassen.

Von welcher Asset-Klasse versprechen Sie sich in Zukunft im Quartier die höchste Rendite?

Dafür gibt es keine ganz klare Antwort, weil viele Faktoren Einfluss üben. Aber da die Nachfrage nach Büroimmobilien weiter kräftig steigen wird, lassen sich auf diesem Sektor auch attraktive Renditen erwirtschaften, wobei man parallel die stark gestiegenen Baupreise auch nicht übersehen darf.

Wie gelingen im Quartier aus Ihrer Sicht ein identitätsstiftendes Branding und eine erfolgreiche Mieterbindung?

Im Zentrum steht der Wohlfühlfaktor. Wo sich die Menschen wohlfühlen, dort kommen sie gerne hin und verbringen gerne Zeit. Struktur und Angebot in einem Quartier müssen den ureigensten menschlichen Bedürfnissen entgegenkommen. Darauf muss ein identitätsstiftendes Branding aufgebaut sein. Und damit erzielt man auch eine nachhaltige Mieterbindung.