12. EUROFORUM-Jahrestagung

Bankenaufsicht aktuell

+ SPEZIALTAG Regulatory Reporting/Meldewesen, Accounting und Offenlegung 28. April 2016 EUROFORUM JahrestagungDiese Veranstaltung hat bereits am 26. bis 28. April 2016 in Frankfurt am Main stattgefunden!

Programm

Dienstag, 26. April 2016

8.30 – 9.00
Welcome Empfang

9.00 – 9.15
Eröffnung der Jahrestagung durch EUROFORUM und den Moderator
Prof. Dr. Hermann Schulte-Mattler,
Finanzwirtschaft und Risikocontrolling, Fachhochschule Dortmund

Aktuelle Entwicklungen, SSM-Erfahrungen

9.15 – 9.45 Aufsicht
1,5 Jahre nach dem Start des einheitlichen Bankaufsichtsmechanismus – Bewertung aus der Sicht der EZB
Dr. Thomas Gstädtner,
Head of Division, DG Micro-Prudential Supervision II, EUROPEAN CENTRAL BANK

9.45 – 10.15
Mit anschließendem Gespräch unter Moderation von:
Prof. Dr. Hermann Schulte-Mattler

Eigenkapitalpuffer, IRRBB und Verbriefungen

10.15 – 11.00 Aufsicht
2016 Das Jahr der Eigenkapitalpuffer – Aktuelle Regelungen und Status Quo

  • Kapitalerhaltungspuffer
  • Antizyklischer Kapitalpuffer
  • Systemrisikopuffer
  • Puffer für global/anderweitig systemrelevante Banken

Regina Geist, Bankenaufsichtsrecht und internationale Bankenaufsicht, Deutsche Bundesbank

11.00 – 11.30
Networkingpause und weitere Diskussionsmöglichkeit mit den Referenten an der Speakers' Corner

11.30 – 12.00
Zinsänderungsrisiken – Neue Entwicklungen zum Interest Rate Risk In The Banking Book (IRR BB) und Umsetzung und Herausforderung in der Praxis

  • Zinsänderungsrisiken in der Niedrigzinsphase (Bundesbankumfrage 2015)
  • EBA-Guideline und BCBS-Konsultationspapier – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
  • Bestimmung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch nach dem standardisierten Ansatz
  • Auswirkungen auf Geschäftsmodelle von Banken und Sparkassen

Daniel Lenze, Hauptabteilungsleiter Betriebswirtschaft, Sparkasse Bergkamen-Bönen

12.00 – 12.30
Neue Entwicklungen bei Verbriefungen – ABS im Fokus

  • Lessons learned, die Investoren kehren zurück
  • Verbriefung, eine gute Idee für die Realwirtschaft
  • High Quality ABS – EU -Regelwerk zu STS-Verbriefungen
  • Änderungen im CRR -Regelwerk/BCBS 269

Dr. Patrick Baudoux, Director Trade Receivables Securitisation, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)

Die aktuellen Regulierungsbemühungen für Verbriefungen, eine medikamentöse Überdosierung?

12.30 – 12.45
Diskussion und Fragen

12.45 – 13.45
Gemeinsames Mittagessen

Ausblick Basel IV

13.45 – 14.30
Überarbeitung des Kreditrisikostandardansatzes (KSA)

  • Ausgangslage der Überarbeitung – die Balancing-Idee
  • Der neue KSA – aktuelle Überlegungen des Baseler Ausschusses
  • Zeitplanung

Dr. Uwe Gaumert, Direktor im Geschäftsbereich Bankenaufsicht/Bilanzierung, Bundesverband deutscher Banken e. V. (BdB)

Die Rückkehr externer Ratings – Rolle rückwärts bei der KSA-Reform?

14.30 – 15.15 Aufsicht
Trading-Book-Review des Baseler Ausschusses

  • Abgrenzung Anlagebuch Handelsbuch
  • Überarbeitung von Modelle- und Standardansatz
  • Auswirkung der Neuregelungen
  • Vorbereitung der Implementierung in Kreditinstituten und bei der Aufsicht

Karsten Stickelmann, Head of Section Market, Interest Rate & Liquidity Risk Internal Models, DG Microprudential Supervision IV, EUROPEAN CENTRAL BANK

15.15 – 15.30
Diskussion und Fragen

15.30 – 16.00
Networkingpause und weitere Diskussionsmöglichkeit mit den Referenten an der Speakers' Corner

16.00 – 16.30
Die Zukunft des IRB-Ansatzes: Neue Anforderungen von EBA, EZB und des Baseler Ausschusses

  • Geplante Überarbeitung der identifizierten Schwächen des IRBA durch EBA und Baseler Ausschuss
  • Ziel der Vergleichbarkeit und Begrenzung der RWA-Streuung
  • Erneute Prüfung aller internen Modelle im Euro-Raum zur Behebung der beobachteten Schwächen des IRB-Ansatzes

Martin Neisen, Partner, PWC

Nach allen Standardverfahren und den internen Modellen im Handelsbuch gerät nun auch der IRBA in den Fokus der Aufsicht. Damit schließt sich auch die letzte Lücke in Basel IV.

16.30 – 17.00 Aufsicht
Basel IV: Neuer Standardansatz für das operationelle Risiko

  • Baseler "Einheitsansatz" für alle Banken
  • Kalibrierung am Baseler Capital-at-Risk-Modell
  • Wie wegweisend sind die Auswirkungen auf die Best Practice der Steuerung?
  • Weshalb wird am "AMA" nicht festgehalten?

Carmen Isabel Kutzner, Bankgeschäftliche Prüfungen, Deutsche Bundesbank

Der neue Baseler OpRisk-Ansatz – ein Musterbeispiel für das Verschmelzen von Säule I und II.

17.00 – 17.15
Diskussion und Fragen

Stresstest und Sanierungsplanung

17.15 – 17.45
EBA Stresstest 2016 – Eine erste Analyse

  • Fokus Kreditrisiko
  • Vergleich der Stressszenarien
  • Empirische Auswirkungen

Dana Wengrzik, Geschäftsführerin, RSU Rating Service Unit

17.45 – 18.15 Aufsicht
Status Quo zur Sanierungsplanung. Haben Banken genügend Eigenkapital für einen auskömmlichen Sanierungsindikator?

  • Weiterentwicklung der MaSan
  • Anforderungen an den Sanierungsplan
  • Sanierungsindikatoren und deren auskömmliche Höhe

Sebastian Weggenmann, Referent für Sanierungsfragen bei Privatbanken, BaFin

18.15 – 18.30
Diskussion und Fragen

AbendveranstaltungIm Anschluss an den ersten Tag laden wir Sie herzlich zu einem gemütlichen Abendessen in die Alte Zollwache ein. Tauschen Sie in entspannter Atmosphäre Fachthemen aus und knüpfen Sie neue Fachkontakte oder frischen bestehende auf.

Mittwoch, 27. April 2016

8.30 – 9.00
Welcome Empfang

9.00 – 9.05
Begrüßung zum zweiten Tag durch EUROFORUM und den Moderator
Prof. Dr. Hermann Schulte-Mattler

9.05 – 9.35 Aufsicht
Aufsicht über signifikante Banken durch den SSM – Bestandsaufnahme aus Sicht der Bundesbank

  • Direkte Aufsicht über signifikante Institute durch den SSM – schon Alltag?
  • Zusammenarbeit EZB – nationale Bankenaufsicht
  • Herausforderungen für Aufseher und Aufsichtsobjekte

Reinhold Vollbracht, Leiter der Stabsstelle SSMBankenaufsicht/JST-Koordination, Deutsche Bundesbank

9.35 – 10.15
Die neuen Baseler Ansätze zur Berechnung der RWA – Auswirkungen für kleinere und mittlere Institute

  • KSA, FRTB, IRRBB, STS, Floor Regeln, … oder: Bloß den Überblick behalten!
  • Standardansatz-Banken versus Modell-Banken
  • Zentrale Aspekte für kleinere und mittlere Institute

Achim Sprengard, Wirtschaftsprüfer, Geschäftsführer, GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision mbH WPG

Die durch den Baseler Ausschuss vorgeschlagenen Änderungen haben viele Facetten, die gerade auch für kleine und mittlere Institute strategische Auswirkungen haben können.

10.15 – 10.30
Fragen an die Referenten

10.30 – 11.00
Networkingpause und weitere Diskussionsmöglichkeit mit den Referenten an der Speakers' Corner

11.00 – 11.30
Wechselwirkungen zwischen Liquiditäts- und Kapitalregulierung in der Bilanzsteuerung

  • Taktische Liquiditätssteuerung (LCR) und Strukturelle Liquiditätssteuerung (NSFR)
  • Leverage Ratio – Differenzierung nach Geschäftsmodellen?
  • LCR/NSFR und Leverage – was sind die Wechselwirkungen in der Steuerung?
  • Kapital und Anforderungen aus BRRD/SAG – was bedeutet dies für die Bilanzsteuerung?

Dr. Norbert Dörr, Leiter Capital Management & Funding, Group Treasury, Commerzbank AG

Risikotragfähigkeit und 5. MaRisk-Novelle

11.30 – 12.00 Aufsicht
Vortrag auf Englisch
Ensuring consistency in risk-weighted assets from a regulatory perspective
Lars Jul Overby,
Head of unit of the Credit, Market and Operational Risk Policy, Regulation department, European Banking Authority (EBA)

12.00 – 12.15
Fragen an die Referenten

12.15 – 13.15
Gemeinsames Mittagessen

13.15 – 14.00 Aufsicht
Die neuen MaRisk

  • Was ändert sich?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich für die Prüfungspraxis?
  • Wie sieht es zukünftig mit der doppelten Proportionalität aus?
  • Die MaRisk im europäischen Kontext

Christian Schuler, Referatsleiter Bankgeschäftliche Prüfungen 3, Deutsche Bundesbank Hauptverwaltung in NRW

14.00 – 14.45
Erste Erfahrungen mit den harmonisierten SREP-Anforderungen

  • SREP-Grundkonzept und Maßnahmenkatalog
  • Säule 1-Plus-Ansatz
  • Zusammenspiel der verschiedenen Kapitalanforderungen
  • Erfahrungen aus dem SRE P-Prozess in 2015

Rainer Pfau, Direktor, Group Risk Controlling & Capital Management, Head of Regulatory Issues, Commerzbank AG

14.45 – 15.30
Risiko-Reporting vor dem Hintergrund der neuen Anforderungen von BCBS 239 bzw. der MaRisk-Novelle

  • Risiko-Reporting im Spannungsfeld zwischen bankinterner Infrastruktur, Erwartungen der Adressaten und Anforderungen der Aufsicht
  • Neue Anforderungen an das interne Risiko-Reporting für alle Institute (MaRisk-Novelle versus BCBS 239)
  • Aspekte für ein effizienteres Risiko-Reporting in den Leitplanken der aufsichtsrechtlichen Anforderungen

Matthias Eisert, Partner, PWC

15.30 – 16.00
Networkingpause und weitere Diskussionsmöglichkeit mit den Referenten an der Speakers' Corner

16.00 – 16.45
§ 44er-Prüfungen des Risikomanagement-Systems

  • Prüfungsberichte als Impulsgeber für Weiterentwicklungen von Methoden und Verfahren
  • Impulse für die Umsetzung z. B. von BCBS 239
  • Chancen und Risiken von 44er-Prüfungen
  • Nicht geschimpft, ist wie gelobt

Susanne Viebach, Leiterin Risikomanagement und Finanzen, dwpbank AG

Vergütung

16.45 – 17.30
Neue Schwerpunkte der Vergütungsregulierung: Wie geht es weiter?

  • Geplante Novelle der InstitutsVergV
  • EBA-Guidelines
  • Anpassungsbedarf aus Sicht der Banken
  • Konsequenzen für mittelgroße und kleinere Institute

Dr. Matthias Merkelbach, Rechtsanwalt, Flick Gocke Schaumburg Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater Partnerschaft mbB

17.30 – 17.45
Diskussion und Fragen

17.45
Ende des zweiten Tages

AbendveranstaltungAnschließender Ausklang bei einem gemeinsamen Get-Together mit Getränken und Fingerfood.

Donnerstag, 28. April 2016

Regulatory Reporting/Meldewesen, Accounting – Auswirkungen auf Daten

8.30 – 9.00
Welcome Empfang

9.00 – 9.15
Begrüßung durch EUROFORUM und den Moderator
Prof. Dr. Jürgen Bott,
Professor für Finanzdienstleistungen, Fachhochschule Kaiserslautern

9.15 – 10.00
Geplante Neuerungen in der Offenlegung und im Meldewesen – Brauchen wir Roadmaps für Banken?

  • Finanzberichterstattung und Offenlegung
    • Unterschiedliche Initiativen von IASB, Baseler Ausschuss, EBA und EZB
    • Verschiedenartige Außendarstellung von Eigenkapital, Risiken und Liquidität
    • Wer kann das verstehen, wer will das analysieren und bewerten?
  • Bankaufsichtliches Meldewesen
    • Europäische Vorgaben versus bestehender nationaler Vorgaben
    • Rolle der Rechnungslegung als eine Basis für Regulierung und Beaufsichtigung
    • digitalisiertes Meldewesen als Vorstufe zu aufsichtseigenen Auswertungen
  • Quo vadis Finanz- und Risikoberichterstattung?

Lothar Jerzembek, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter des Geschäftsbereichs Banksteuerung und Finanzierung, Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB)

10.00 – 10.45
Konvergenz von Rechnungslegung und Aufsichtsrecht – Ausgewählte Herausforderungen in der Praxis

  •  
  • Implikationen auf Aufbauorganisation, Ablauforganisation und IT-Landschaft eines Kreditinstituts

Tilo Fink, Spezialist Konzernstrategie/Controlling, DZ BANK AG
Andreas Möller, Spezialist Konzern-Finanzen, DZ BANK AG

Es stellt sich die Frage: Rechnungslegung und Aufsichtsrecht – Liebesheirat oder Zweckgemeinschaft?

10.45 – 11.00
Fragen an die Referenten

11.00 – 11.30
Networkingpause und weitere Diskussionsmöglichkeit mit den Referenten an der Speakers' Corner

11.30 – 12.15
BCBS 239 – Vorgaben an die Verarbeitung von Risiko- und Finanzdaten

  • Die europäische makro- und mikroprudentielle Aufsicht mit Hilfe granularer Daten
  • Einordnung von BCBS 239 in die Entwicklungen zu regulatorischen Dateninfrastrukturen
  • Einheitliche Daten für Risikocontrolling und Finanzen als Erfolgsfaktor

Marco Lenhardt, Partner Advisory, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Das klassische, formularbasierte Meldewesen wird sukzessive durch die Übermittlung granularer Datenwürfel abgelöst werden – um das effizient umzusetzen gibt BCBS 239 sinnvolle Leitlinien vor.

12.15 – 13.00 Aufsicht
Das Meldewesen-Datenmodell der OeNB – Herausforderungen und Vorteile

  • Datenhaltung und -erhebung: Silo-Lösungen versus Integration
  • Konvergenz von Bank-internem und externem Reporting
  • Harmonisierung

Dr. Günther Sedlacek, Senior Advisor, Abteilung Statistik – Informationssysteme und Datenmanagement, Oesterreichische Nationalbank

In wie viele (externe) Meldungen fließt eigentlich bei Ihnen derselbe Kredit ein?

13.00 – 14.00
Gemeinsames Mittagessen

14.00 – 15.00
Expertenrunde: Meldedaten auf Knopfdruck – Aktuelle Umsetzung der verschiedenen Meldeanforderungen und Neuerungen
Moderation: Prof. Dr. Jürgen Bott
Mit:
Jürgen Lux, Partner, BearingPoint
Kalliopi Minga, Leiterin Finanzen, DekaBank
Martin Nissen, Stellvertretender Projektleiter AnaCredit, Deutsche Bundesbank
Dr. Günther Sedlacek, Senior Advisor, Abteilung Statistik – Informationssysteme und Datenmanagement, Oesterreichische Nationalbank
Heike Schmitz, Leiterin Finanzen und Controlling,
S-Servicepartner Norddeutschland GmbH

15.00 – 15.45 Aufsicht
AnaCredit: Vorbereitungen für ein bankweites Umsetzungsprojekt – Ein Erfahrungsbericht

  • Aufbau und Vorgehensweise in der AnaCredit-Vorstudie
  • Externe und interne Herausforderungen/Arbeit auf Basis von (Planungs-)Prämissen
  • Gap-Analyse und Entwicklung einer Zielarchitektur
  • Entwicklung der Projektstruktur und Verteilung von Verantwortlichkeiten

Stefano Sciré, Projektleiter Regulatory Reporting, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)
Holger May, ehem. Projektleiter Regulatory Reporting, Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und seit 1.1.16 Senior Manager, BearingPoint Software Solutions

Die Umsetzung von AnaCredit wirft Fragestellungen auf, die weit über die reine Datenbeschaffung von Meldeattributen hinausgeht.

15.45 – 16.30
Meldungen von Groß- und Millionenkrediten – Ein Statusbericht und Ausblick

  • Status Quo der Groß- und Millionenkreditmeldungen
  • Praxisfragen
  • Ausblick: Zusammenspiel Millionenkreditmeldungen und AnaCredit
  • Exkurs und aktuell: EBA-Schattenbankenleitlinien

Michael Fuchs, Leiter des Fachgremiums Groß- und Millionenkredite und Mitglied in der EZB-Arbeitsgruppe AnaCredit, BaFin

16.30 – 16.45
Abschließende Fragen

16.45
Ende der Jahrestagung