Bankenaufsichtsrecht kompakt

Ihre Praxisausbildung zum kompetenten Ansprechpartner im Aufsichtsrecht! EUROFORUM AkademieBald wieder im Programm.

Bald wieder im Programm.

Programm

Modul 1: Montag, 3. September 2012

Kreditwesengesetz (KWG) und Solvabilitätsverordnung (SolvV)

Prof. Dr. Hermann Schulte-Mattler, Finanzwirtschaft, Fachhochschule Dortmund

1.1 Grundsätzliche Struktur und Organisation der Bankenaufsicht

  • Organisation, Ziele und Aufgaben der nationalen und europäischen Bankenaufsicht
  • Drei-Säulen-System einer effektiven Bankenaufsicht
  • Entwicklung von Basel I, II, und III
  • EU-Änderungspakete CRD I, II, III und IV
  • Von der 4. zur 8. Novelle des Kreditwesengesetzes
  • Modalitäten der Einreichung von Meldungen
  • Ausblick: Weiterentwicklung und Reformvorhaben der EBA (Europäischen Aufsichtsbehörde)

1.2 Kreditwesengesetz – Fundament der Bankenaufsicht

  • Definition der verschiedenen Institutsarten
  • Anforderungen an die Eigenmittelausstattung und Liquidität
  • Eigenkapitaldefinitionen
  • Regelungen zum Kreditgeschäft
  • Beaufsichtigung von Instituten
  • Sonstige Anzeigen nach § 24, 24a KWG

1.3 Solvabilitätsverordnung – Festlegung der Kapitalnormen

  • Ziel und Aufgaben der SolvV sowie allgemeine Vorschriften
  • Adressrisiken im KSA und IRBA – Externes und internes Rating im Kreditrisikobereich
  • Verbriefungen
  • Risikominderungstechniken: Sicherheiten, Garantien und Kreditderivate
  • Operationelles Risiko, Marktrisiken und Optionsrisiken
  • Offenlegungspflichten und -empfehlungen
  • Europäisches Meldewesen (COR EP und FINREP)

1.4 Auswirkungen von Basel III∕CRD IV auf KWG und SolvV

  • Darstellung sämtlicher durch die Finanzkrise ausgelösten bankaufsichtlichen Änderungen
  • Neue europäische bankaufsichtliche Struktur
  • Neue bankaufsichtliche Eigenkapitaldefinitionen und -normen
  • Kapitalerhaltungs- und antizyklische Kapitalpuffer sowie Zuschlag für systemisch relevante Institute
  • Leverage Ratio
  • Auswirkungen auf die SolvV

Am Abend laden wir Sie sehr herzlich zu einem gemeinsamen Umtrunk im Schlosshotel Rheinfels ein. Knüpfen Sie erste Kontakte und tauschen Sie sich aus.

Modul 2: Dienstag, 4. September 2012

Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)

Prof. Dr. Hermann Schulte-Mattler, Finanzwirtschaft, Fachhochschule Dortmund

2.1 Risikotragfähigkeitskonzept

  • Wertorientierte Gesamtbanksteuerung
  • Einzelgeschäfts- und gesamtgeschäftsbezogenes Rentabilitätsmanagement
  • Integriertes Risiko- und Ertragsmanagement
  • Risikotragfähigkeitskalkül
  • Risikodeckungsmasse und Belastungsfälle
  • Bezugsgröße Eigenkapital in Rentabilitäts-∕Renditezahlen
  • Ökonomisches Kapitalkonzept

2.2 MaRisk und Vorgaben der EBA

  • Einbindung aller wesentlichen Risiken in eine Gesamtbanksteuerung
  • Strategieanforderungen und Risikotragfähigkeitskonzept
  • Vier zentrale Prinzipien des aufsichtlichen Überprüfungsverfahrens
  • Vorgaben der EBA an ICAAP und SREP
  • Neue Produkte und Märkte
  • Prozesse im Handelsgeschäft
  • Umsetzung der MaRisk

2.3 Stresstesting und Risikokonzentrationen

  • Stresstests im Kontext der Finanzkrise
  • Regulatorische Anforderungen an Stresstests
  • Reverse Stresstests
  • Messung von Risikokonzentrationen

2.4 Vergütungsverordnung (InstitutsVergV)

  • Ziel der Regelungen und Bezug zur MaRisk
  • Risikoanalyse als Grundlage der Verordnung
  • Allgemeine Anforderungen für alle Institute und Mitarbeiter
  • Besondere Anforderungen für bedeutende Institute

Erleben Sie am zweiten Abend die Vielfalt der Weinkultur vom Mittelrhein bei einer vom Winzer geführten Weinprobe sowie einem gemeinsamen Abendessen.

Modul 3: Mittwoch, 5. September 2012

Groß- und Millionenkreditverordnung (GroMiKV)

Achim Sprengard, Wirtschaftsprüfer, Geschäftsführer, GAR Gesellschaft für Aufsichtsrecht und Revision mbH WPG

3.1 Groß- und Millionenkredit – Gestern und heute

  • Ziel und Aufgaben des Kreditmeldewesens
  • Auswirkungen der Capital Requirements Regulation
  • Beaufsichtigung auf Instituts- und Gruppenebene
  • Ausnahmen von der Beaufsichtigung

3.2 Kreditnehmer und Gruppen verbundener Kunden

  • Der Kreditnehmer für Zwecke der Groß- und Millionenkredite
  • Die Kreditnehmereinheit – Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Groß- und Millionenkrediten
  • Risikoeinheiten im Großkreditregime
  • Die Behandlung von "Konstrukten"

3.3 Großkredite

  • Der Kreditbegriff gemäß CRR
  • Großkreditdefinitions- und Großkreditobergrenze
  • Ermittlung des Kreditbetrages
  • Anrechnungserleichterungen für privilegierte Adressen und Geschäfte
  • Anwendung von Kreditrisikominderungstechniken
  • Meldewesen und organisatorische Pflichten
  • Ausblick und aktuelle Entwicklungen

3.4 Millionenkredite

  • Der Kreditbegriff gemäß § 19 Abs. 1 KWG
  • Ermittlung des Kreditbetrages
  • Meldewesen und organisatorische Pflichten
  • Ausblick und aktuelle Entwicklungen

Entdecken Sie mit uns am dritten Tag die Burg Rheinfels bei einer geführten Burgwanderung und hören Sie spannende Geschichten über das Burgleben.

Modul 4: Donnerstag, 6. September 2012

Liquiditätsverordnung (LiqV)

Prof. Dr. Thomas Dietz, Finanzderivate und Bankenaufsicht, Fachhochschule der Deutschen Bundesbank

4.1 Grundlagen des Liquiditätsrisikomanagements

  • Definitionen des Begriffs "Liquidität"
  • Originäres versus derivatives Liquiditätsrisiko
  • Gap-Analyse
  • Liquidity at Risk
  • Liquidity Value at Risk

4.2 Quantitative Liquiditätsaufsicht: Der Standardansatz der Liquiditätsverordnung

  • Ziele und Adressatenkreis der LiqV
  • Grundzüge der Bestimmungen und Grundansätze
  • Die Liquiditätskennzahl als Steuerungsgröße
  • Anrechenbare Zahlungsmittel
  • Anzurechnende Zahlungsverpflichtungen
  • Melde- und Überwachungsverfahren
  • Schwächen des Standardansatzes

4.3 Qualitative Liquiditätsaufsicht: Die Zulassung institutseigener Risikomess- und -steuerungsverfahren nach § 10 LiqV und Bestimmungen der MaRisk

  • Voraussetzungen der Inanspruchnahme des § 10 LiqV
  • Anreize
  • Prüfungen durch die Aufsicht
  • Die Bestimmungen der MaRisk zum Liquiditätsrisiko

4.4 Anstehende Reformen der Liquiditätsaufsicht durch Basel III

  • Die Liquidity Coverage Ratio
  • Die Net Stable Funding Ratio
  • Beobachtungskennzahlen
  • Unterschiede CRR/Basel III

Ihr Abend zur freien Verfügung: Nehmen Sie sich heute Abend bewusst Zeit, das Erlernte Revue passieren zu lassen – entweder bei einem Wellness-Aufenthalt im Hotel, einer Fahrradtour oder Schiffsfahrt entlang des Rheins.

Modul 5: Freitag, 7. September 2012

Prüfungen, Revision und Offenlegung

Ullrich Hartmann, Partner Regulatory Management, PricewaterhouseCoopers AG

5.1 Prüfung bankaufsichtlicher Regelungen durch externe Prüfer, die Interne Revision und die Aufsichtsbehörden

  • Anforderungen an die Prüfung durch externe Prüfer gemäß PrüfbV
  • Die Projektbegleitung und Prüfung von aufsichtsrechtlichen Fragestellungen durch die Interne Revision
  • Erfahrungen aus der IRB-Zulassung durch die Aufsicht und weitere §44 KWG-Prüfungen

5.2 Offenlegungsvorschriften und -empfehlungen für Banken

  • Ziel, Zweck und Herkunft von Offenlegungsanforderungen
  • Inhaltliche und organisatorische Vorbereitung auf die Offenlegung
  • Qualitative und quantitative Offenlegungsanforderungen
  • Weitere Entwicklung der Offenlegungsanforderungen nach Basel III∕CRV IV

5.3. Weitere Entwicklungen in der aktuellen Regulierung

  • Überblick
  • FINREP

Im Anschluss an die Akademie erhalten Sie die von unseren Experten und EUROFORUM ausgestellte Teilnahmeurkunde.