Konferenz und Seminar

Burnout und psychische Risiken im Betrieb

EUROFORUM Konferenz und SeminarDiese Veranstaltung hat bereits am 10. bis 12. September 2012 in stattgefunden!

Programm

Montag, 10. September 2012

09.00
Empfang mit Kaffee und Tee
Ausgabe der Tagungsunterlagen

Begrüßung durch Euroforum und den Vorsitzenden
Vorsitz: Univ.-Prof. Dr. med. Dirk-Matthias Rose,
Wissenschaftlicher Leiter, Institut für Lehrergesundheit am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Universitätsmedizin Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Leiter Fliegerärztliche Untersuchungsstelle, Main Airport Center Aus Wissenschaft und Forschung

09.30
"Burnout" und Depression am Arbeitsplatz: Was ist zu wissen, was zu tun?

  • Abgrenzung der Modediagnose "Burnout" von depressiven Erkrankungen
  • Erkennen von psychischen Störungen und Umgang mit psychisch erkrankten Mitarbeitern
  • Bausteine eines betriebsinternen Programms zum Thema Depression

Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Leipzig - AöR

10.10
Psychische Gesundheit im Unternehmen in einer dynamischen komplexen Welt

  • Erfolgsfaktor psychische Gesundheit
  • Chancen und Grenzen der Prävention durch Arbeitsgestaltung und Arbeitsorganisation
  • Moderne Arbeitsformen erfordern mehr Eigenverantwortung
  • Gemeinsames Grundverständnis und Handlungssicherheit führen zu sinnvollen betrieblichen Lösungen
  • Versorgungsoptimierung wirkt schnell und nachhaltig und ergänzt betriebliches Handeln
  • "Salzgitter Modell" – Beispiel für ein effektives integriertes Betreuungssystem

Norbert Breutmann, Leiter Arbeitswissenschaft, BDA – Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände

10.50
Diskussion

11.00
Pause mit Kaffee und Tee

Aus der Praxis

11.30
AI G-Screen: Ein web-basierter Selbst-Check zur Erfassung relevanter individueller Belastungs- und Beanspruchungsfaktoren in einer Organisation

  • Risikobewertung im Unternehmen als Grundlage für eine Maßnahmenplanung
  • Welche Belastungen/Beanspruchungen sind in Ihrer Belegschaft relevant?
  • Welche Maßnahmen zur Beanspruchungsreduktion sind zielführend?
  • Ist der Betrieb schuld (Organisationspathologika)?

Univ.-Prof. Dr. med. Dirk-Matthias Rose

12.10
Nachhaltiges Gesundheitsmanagement im Kampf gegen Depression und Burnout

  • Gesundheitsressourcen bewerten und aufbauen
  • Gesunde Führung – die Rolle der Führungskraft
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement
  • Erweiterte Maßnahmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

Dr. med. Uwe Gerecke, Leitender Betriebsarzt, enercity

12.50
Diskussion

13.00
Gemeinsames Mittagessen

14.20
Energiereserven mobilisieren – Leistungskraft erhalten

  • Methoden zum Energiemanagement
  • Resilienz steigern
  • Balance sichern – Ausgeglichenheit erreichen
  • Psychischen Erkrankungen vorbeugen

Gerhard Conzelmann, Präsident, Shao Lin Institut und
Yan Yan, Shao Lin Mönch

15.10
Beschäftigte zwischen Leistungsanspruch und Leistungsgrenze

  • Hochmotiviert in die Depression: Das Spannungsfeld eigener vs. betrieblicher Ansprüche
  • Ressourcenorientierte Burnout-Prävention
  • Das Burnout-Präventionsprogramm der Finanzverwaltung
  • Umsetzungserfahrungen: Maßnahmen der Personal- und Organisationsentwicklung

Dr. Sven Hollmann, Referat Gesundheitsmanagement, Finanzministerium Nordrhein-Westfalen

15.50
Diskussion

16.00
Pause mit Kaffee und Tee

16.30
Führungsstil, Stress und psychische Belastungen im Betrieb

  • Warnzeichen chronischer Überlastung
  • Proaktives Handeln zur Vermeidung von Präsentismus
  • Veränderung des eigenen Stressverhaltens
  • Beispiele und Erfahrungen aus der Führungspraxis

Prof. Angela Geissler, Chefärztin, Robert-Bosch-Krankenhaus

Burnout-Erfahrungsbericht: Der Umgang mit Leidtragenden

17.10
Von der Autobahn aufs Abstellgleis und der Weg zurück ins Leben
Vor elf Jahren wurde bei Herrn Glomb das "Burnout-Syndrom" diagnostiziert. Er berichtet in diesem Forum über die Entwicklung bis zur Genesung, zeigt die richtige Ansprache von Betroffenen auf, gibt Anregungen zur Selbsthilfe sowie einen realitätsnahen Einblick in Frühwarnindikatoren.
Detlef Glomb, leitender Angestellter, Dienstleistungsunternehmen

17.50
Abschlussdiskussion

18.00
Ende des Konferenztages

Ab 18.00
Fakultative Programmfortsetzung
Parallel

"Unter vier Augen" – Fortsetzung des Erfahrungsberichtes und Fragen
Als Zuhörer können Sie in überschaubarer Runde individuelle Fragen an Herrn Glomb richten und seinen Erfahrungsschatz für Ihr Umfeld nutzen.
Detlef Glomb

Fürsorge, Arbeitsschutz und Wiedereingliederung – Die Rechtspflichten des Arbeitgebers

  • Quellen und Umfang der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
  • Rechtliche Anforderungen an eine (psychische)
  • Gefährdungsbeurteilung
  • Die Suche nach individuell angepassten Arbeitsbedingungen
  • Was ist, wenn nichts mehr geht? – Der kündigungsrechtliche Rahmen

RA Kathrin Vossen, Partnerin, Fachanwältin für Arbeitsrecht, Oppenhoff & Partner

Dienstag, 11. und Mittwoch, 12. September 2012

Argumentationshilfen für die Organisation

  • Burnout – ein Modethema?
  • Zahlen, Daten, Fakten zur psychischen Gesundheit
  • Drei Wege des Energieverlustes: Burnout, Boreout, Dryout
  • Die Phasen des Abstiegs: Die Burnout-Spirale

Erkennen psychischer Störungen

  • Überlastung, Burnout, Depression: Symptome und Abgrenzungen
  • Welche Menschentypen sind besonders häufig betroffen?
  • Gefährliche Hochleister- und Gesundheits-Mythen

Ursachen für den Burnout

  • Persönliche und gesellschaftliche Ursachen
  • Organisatorische und familiäre Gründe
  • Stressoren, Antreiber und ihre Wirkung

Der Weg aus der Spirale

  • Vom Umgang mit Erkrankten und Rückkehrern
  • Wie erreicht man Betroffene und führt hilfreiche Gespräche?
  • Was passiert in Therapie und Coaching?
  • Resilienz und Ressourcen: Rückschläge und Frustration besser verarbeiten

Hirnforschung aktuell: Leistungsfähigkeit fördern ohne zu überfordern

  • Welche Auswirkungen haben Stress und Angst auf das Gehirn und die Leistungsfähigkeit?
  • Spiegelneurone: Das Verhalten von Menschen als Energie-Räuber
  • Welche Möglichkeiten bietet die Hirnforschung für das Management von Energie und Emotionen?

Möglichkeiten der persönlichen Prävention

  • Wie Sie Ihre Leistungsfähigkeit erhalten
  • Zen Habits: Vom Umgang mit Komplexität und Dynamik (Dynaxity)
  • Moderne Stressprävention durch Methoden der Achtsamkeit
  • Aufbau von Widerstandskraft durch ultratiefe Entspannung
  • Was leisten Entspannungsmethoden (Tai Chi, Chi Gong, Autogenes Training)?

Methoden des Selbst-Coachings bei akutem Stress

  • Frust und Ohnmachtsgefühle überwinden
  • Resignation und erdrückenden Sorgen entkommen
  • Existenzangst und Untergangsstimmung
  • Abstand bekommen und Energie aufbauen
  • Ab wann ärztliche Hilfe gefragt ist

Prophylaxe im Unternehmen

  • Unterschiedliche Kulturen, differenzierte Lösungen
  • Was kann und was sollte das Unternehmen tun?
  • Führungskultur und Wertschätzung: Was muss sich ändern?
  • Was können Führungskräfte zur Prävention beitragen?
  • Wo endet der Einfluss des Unternehmens?

Methodik

An beiden Seminartagen werden zahlreiche Übungen, Gespräche, Diskussionen zur Auseinandersetzung mit dem Thema beitragen. Die aufgeführten Inhalte bilden den Rahmen des Trainings. Die Gruppe setzt zu Beginn des Seminars individuelle Schwerpunkte.

Um eine intensive Arbeit zu ermöglichen, werden größere Gruppen aufgeteilt und von je einem Trainer gecoacht!

Umtrunk

Am Abend des ersten Seminartages lädt Sie das Hilton Düsseldorf herzlich zu einem Umtrunk ein.


Zeitrahmen

09.00 Beginn des 1. Seminartages
18.00 Ende des 1. Seminartages

Im Anschluss freuen wir uns, Sie zu einem Umtrunk willkommen zu heißen.

08.30 Beginn des 2. Seminartages
16.00 Ende des Seminars

An beiden Tagen finden jeweils vor- und nachmittags Kaffee-/Teepausen sowie Mittagessen statt.