Der Aufsichtsrat

im Unternehmen der öffentlich-rechtlichen Hand EUROFORUM SeminarStets individuell buchbar.

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Bei unseren individuellen Seminaren haben wir uns noch auf keinen Ort oder auf ein Datum festgelegt. Lassen Sie sich unverbindlich als Interessent/in für ein Thema aufnehmen und äußern Sie Wünsche, was Termin und Ort anbelangt. Gemeinsam mit Ihnen und unserem Trainernetzwerk finden wir dann den Termin, der Ihnen am besten passt.

Programm

Erster Seminartag

9.00 – 9.30
Empfang mit Kaffee und Tee, Ausgabe der Seminarunterlagen

Überblick: Der Aufsichtsrat…

…in Theorie

9.30 – 10.30
Der Aufsichtsrat im Unternehmen der öffentlichen Hand – Grundlagen

  • Konkurrenz zwischen Gesellschafts-, Haushalts- und Kommunalrecht
  • Die Rechtsgrundlagen für die Arbeit des Aufsichtsrats
  • Obligatorischer und fakultativer Aufsichtsrat – Wo liegen die Unterschiede?
  • Innere Organisation: Aufsichtsrat & Ausschüsse
  • Wahl oder Entsendung von Mitgliedern im Aufsichtsrat
  • Weisungsrechte der Gebietskörperschaft
  • Beendigung von Mitgliedschaften
  • Haushaltsgrundsätzegesetz

Dr. Ute Jasper, Rechtsanwältin und Partnerin, Heuking Kühn Lüer Wojtek, Düsseldorf

…und Praxis

10.30 – 11.15
Der Aufsichtsrat in der kommunalen Praxis

  • Der Konzern Stadt – Praxisbeispiel Essen
  • Die Bildung und Besetzung des Aufsichtsrates
  • Der Interessenkonflikt? Rat und Aufsichtsrat
  • Das Verhältnis zur Gebietskörperschaft
  • Die Kompetenzfrage:
  • Der Aufsichtsrat innerhalb der Gesellschaft
  • Das Zusammenwirken der Gesellschaftsorgane
  • Die Rolle der Kommunalaufsicht

Lars Martin Klieve, Beigeordneter und Stadtkämmerer, Stadt Essen

11.15 – 11.45 Pause mit Kaffee und Tee

Rechte, Pflichten & Haftungsrisiken

11.45 – 12.45
Der Aufsichtsrat und das einzelne Aufsichtsratsmitglied: Rechte und Pflichten

  • Gesamtaufsichtsrat – Aufsichtsratsvorsitzender – Aufsichtsratsmitglieder: Rechte und Pflichten
  • Ständige Erweiterung der Pflichten des Aufsichtsrates durch KontraG, TransPuG, UMAG
  • Auswirkungen durch das MoMiG
  • Sorgfaltsmaßstab
  • Der Zustimmungsvorbehalt von § 111 IV AktG
  • Vertraulichkeit und Geheimhaltungspflichten

Lothar Köhl, Rechtsanwalt und Partner, Hoffmann Liebs Fritsch & Partner, Düsseldorf

12.45 – 14.00 Gemeinsames Mittagessen

14.00 – 15.00
Der Blick ins Zivilrecht: Der Umfang der Haftung und wie Sie Risiken minimieren

  • Die Haftungsgrundsätze
  • Differenzierung Innen- und Außenhaftung
  • Überwachungsauftrag und -maßstab
  • Welche Grundsätze bestimmen die ordnungsgemäße Aufsichtsratsarbeit?
  • Mitwirkungspflichten
  • Das Spannungsfeld: Zwischen Verschwiegenheitspflicht und Wahrung des Unternehmensinteresses

Lothar Köhl

15.00 – 15.15 im Fokus:
Elementarer Leitfaden für Aufsichtsräte: Public Corporate Governance Codex
Lothar Köhl

15.15 – 15.45 Pause mit Kaffee und Tee

15.45 – 16.00 im Fokus:
Die Bedeutung einer Compliance-Organisation im Unternehmen
Lothar Köhl

16.00 – 16.45
Der Blick ins Strafrecht: Grundsätze der strafrechtlichen Verantwortung

  • Grundsätze zur strafrechtlichen Verantwortlichkeit
  • Wichtige Straftatbestände (Korruptionstatbestände, Untreue u.a.)
  • Besondere Pflichtensituation bei kommunalen Unternehmen
  • Strafrechtliche Relevanz von Pflichtverstößen
  • Eigene Vorteile des kommunalen Mandatsträgers und ihre strafrechtliche Relevanz
  • Im Gemeindeparlament: Interessenwahrnehmung für das kommunale Unternehmen

Lothar Köhl

16.45 – 17.00 Up-to-date:
Aktuelle Entscheidungen der Rechtsprechung und ihre Bedeutung für die praktische Arbeit der Aufsichtsräte

17.00 – 17.15 Abschließende Frage- und Diskussionsrunde

17.15 Ende des ersten Seminartages

Zum Abschluss des ersten Seminartages findet ein gemeinsamer Umtrunk statt. Vertiefen Sie die gewonnenen Erkenntnisse im persönlichen Gespräch und tauschen Sie Praxis-Erfahrungen mit Referenten und Teilnehmern aus!

Am Abend des ersten Tages lädt Sie das Pestana Berlin Tiergarten sehr herzlich zu einem Umtrunk ein.

 

Zweiter Seminartag

8.30 – 9.00
Empfang mit Kaffee und Tee

Auf den Punkt gebracht:
Das betriebswirtschaftliche Handwerkszeug

9.00 – 10.30
Auswertung und Bewertung des Jahresabschlusses

Teil 1: Die Aktiv-Seite der Bilanz: die Vermögenslage

  • Die Struktur: Anlage- und Umlaufvermögen
  • Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Welche Vermögenswerte stehen in der Bilanz, wie sind sie bewertet?
  • Kritische Vermögenspositionen: Immaterielle
  • Vermögensgegenstände, Geschäfts- und Firmenwerte, Immobilien, Altersstruktur und Ersatzbedarf im Anlagevermögen, Beteiligungen, Wertpapiere

Prof. Dr. Horst Gräfer, emer. Professor Universität Paderborn, Department Taxation, Accounting, Finance

Teil 2: Die Passiv-Seite der Bilanz: die Finanzlage

  • Die Kapitalstruktur: Eigenkapital, Rückstellungen, Verbindlichkeiten
  • Die besondere Bedeutung des Eigenkapitals als Haftungskapital, das bilanzanalytische Eigenkapital
  • Zukunftsvorsorge durch Rücklagen und Rückstellungen
  • Verbindlichkeiten, Verschuldungsgrad, "goldene Bilanzregel" und Fristenkongruenz

Prof. Dr. Horst Gräfer

10.30 – 11.00 Pause mit Kaffee und Tee

11.00 – 12.15
Beurteilung der Erfolgslage mit Hilfe der Gewinn- und Verlustrechnung

  • Aufbau und Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung
  • Problempositionen: Außerordentliche Aufwendungen und Erträge, sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
  • Die Erfolgsspaltung: ordentlicher Betriebserfolg, Finanz- und Beteiligungsergebnis, außerordentlicher und Liquidations-Erfolg, Bewertungserfolg
  • Neuere Kennzahlen: Wie der Aufsichtsrat EBIT, EBITDA lesen muss
  • Rentabilitätskennzahlen: Eigenkapitalrentabilität und Shareholder Value, Gesamtkapitalrentabilität, Umsatzrendite, Return on Investment

Prof. Dr. Horst Gräfer

12.15 – 12.45
Der Cashflow als Finanzkennzahl, Erfolgsindikator und Krisenfrüherkennungsinstrument

  • Ermittlung des Cashflow: Von der Erfolgskennzahl
  • "Jahresüberschuss" zur Finanzkennzahl "Cashflow"
  • Der Cashflow als Maßstab für das Innenfinanzierungspotenzial, den dynamischen Verschuldungsgrad und die Investitionsfinanzierung

Prof. Dr. Horst Gräfer

12.45 – 14.00 Gemeinsames Mittagessen

Der Aufsichtsrat: Berater und Wächter –
Inhalte, Instrumente, Abläufe

14.00 – 15.00
Beratung und Überwachung durch den Aufsichtsrat –
Teil 1

  • Strategische Planung: Inhalte und Abläufe
  • Alle Jahre wieder… Die Wirtschafts- und Finanzplanung
  • Die Beurteilung der Unternehmensplanung – wesentliche Kennzahlen, typische Planungsfelder
  • Das richtige Vorgehen bei wichtigen Investitionen
  • Das Aufsichtsrats-Informationssystem im Überblick
  • Inhalt und Aufbau der Berichte
  • Fallbeispiel zum Berichtswesen
  • Bilanzscorings und wie man sie nutzt
  • Je früher, desto besser – Systeme und Indikatoren zur Krisenfrüherkennung
  • Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüfer

Heiko Pech, Partner, Rödl & Partner GbR, Nürnberg

15.00 – 15.30 Pause mit Kaffee und Tee

15.30 – 16.30
Beratung und Überwachung durch den Aufsichtsrat –
Teil 2

  • Die Zusammenarbeit zwischen Beteiligungscontroller und Aufsichtsratsmitglied
  • Was bedeutet Mandatsträgerunterstützung?
  • Typische Konfliktbereiche
  • Der Ernstfall: Die Sanierung von öffentlichen Unternehmen
  • Welche Rolle hat der Aufsichtsrat im Sanierungsfall?
  • Anhand welcher Faktoren lassen sich Erfolg und Misserfolg der Sanierung messen?
  • Risikomanagement – so funktioniert es!
  • Welche gesetzlichen Grundlagen sind zu beachten?
  • Anforderungen an erfolgreiches Risikomanagement

Heiko Pech

16.30 – 17.00 Abschließende Frage- und Diskussionsrunde

17.00 Ende des Seminars