ETP-INTENSIVLEHRGANG

Der geprüfte Energieprognose-Manager

Prognoseverfahren für eine komplexe Energiewelt EUROFORUM IntensivlehrgangStets individuell buchbar.

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Bestimmen Sie, wo und wann Ihre Weiterbildung stattfindet!

Bei unseren individuellen Seminaren haben wir uns noch auf keinen Ort oder auf ein Datum festgelegt. Lassen Sie sich unverbindlich als Interessent/in für ein Thema aufnehmen und äußern Sie Wünsche, was Termin und Ort anbelangt. Gemeinsam mit Ihnen und unserem Trainernetzwerk finden wir dann den Termin, der Ihnen am besten passt.

Programm

9.00
Empfang mit Kaffee und Tee, Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.30
Begrüßung durch EUROFORUM und den Seminarleiter des 1. Seminartages
Theodor Baumhoff,
Sales Manager, ProCom GmbH, Aachen

Absatz- und Vertriebslastprognosen im Überblick

9.45
Einführung Energieprognosen

  • Der Zusammenhang von Energieverbrauch, Energieerzeugung und Energiepreis
  • Wie haben sich die Anforderungen an die Prognose im Zuge der Energiewende geändert?
  • Die Bedeutung der Prognosen im liberalisierten Markt und Bilanzkreismanagement
  • Die Planungsaufgabe der Markteilnehmer
  • Welche Auswirkungen können Prognosefehler haben?

Verfahrensüberblick: Lastprognosen für Strom und Gas

  • Grundlagen für die Entwicklung von Prognosen
  • Definition und Umsetzung für Absatzprognosen (Vertriebslastprognose Strom/Gas)
  • Was kann eine Prognose grundsätzlich leisten und was nicht?
  • Verfahrensüberblick/Prognosemethodik
  • Einsatzmöglichkeiten mathematischer Verfahren (z. B. Künstliche Neuronale Netze, Multivariate Regression)
  • Vergleichstageverfahren, Fortschreibungsverfahren für die einfache Prognose
  • Referenzprognosen

Pause mit Kaffee und Tee

Einflussfaktoren für Strom- und Gasabsatzprognosen

  • Welche Methoden sind für Strom- und Gasprognosen sinnvoll?
  • Wie unterscheiden sich die Prognosen für Strom und Gas?
  • Absatzsegmente und Kundenwechsel
  • Tagestypen und Jahreszeiten
  • Netzlast und analytische Restlast
  • Analyse und Bewertung der Einflussfaktoren
  • Besonderheiten beim Regelenergie- und Speichermanagement
  • Der steigende Einfluss des Wetters auf Energiewirtschaft und Prognosen

12.30
Gemeinsames Mittagessen

13.45
Wetter und Erneuerbare als Treiber im Energiemarkt

  • Wetter & Erneuerbare verändern den Strommarkt
  • Vorhersage des Gasbedarfs: Gute Wetterprognosen immer wichtiger
  • Grundlagen der Wettervorhersage (Daten, Modelle & Qualitätserwartung)
  • Optimierungswerkzeuge für den Energieprognose-Manager
  • Potenziale bei der Minimierung von Ausgleichsenergiekosten

Alexander Lehmann, Geschäftsführer, EWC Weather Consult GmbH, Karlsruhe


Prognoseverfahren und Prognoseprozesse

14.30
Energieabsatzprognosen im Detail

  • Die Entwicklung von Prognosemodellen an einem Beispiel
  • Top Down / Bottom Up – was geht und was ist sinnvoll?
  • Clustering von Einflüssen, Bilden von Kundengruppen
  • Wie werden Lastprofile erstellt und angewendet?
  • Einfache Standardlastprofilverfahren und temperaturabhängige Lastprofile für den Gasverbrauch
  • Kombination der verschiedenen Prognosemethoden zur Vertriebslastprognose

Prognoseanwendung in Energiehandel und der Assetbewirtschaftung

  • Portfolio- und Vertriebsmanagement
  • Prognosen im Kurzfristmarkt/Intraday-Handel
  • Virtuelle Kraftwerke: Der Zusammenhang von Erzeugungsund Lastprognosen
  • Prognosen im Demand-Side-Management
  • Ineinandergreifende Prognoseprozesse von Vertrieb, Handel und Erzeugung
  • Welche Risiken verantwortet der Vertrieb und welche Risiken verantwortet die Beschaffung?

Pause mit Kaffee und Tee

Erneuerbare Energien (EE) – Marktintegration und Prognose

  • Welche Anforderungen werden durch den Ausbau der EE an den Energiemarkt gestellt?
  • Ohne Intra Day-Prognosen geht es mit EE nicht! Warum?
  • Meteorologische Einflussgrößen auf Wind- und Solarleistungsvorhersagen
  • Umwandlung von Wind und Sonne in elektrische Leistung – was sind die Randbedingungen?
  • Prognosemöglichkeiten für Wind- und Solarleistung

Nutzen und die weitere Entwicklung von Vertriebslastprognosen

  • Die Vertriebslastprognose im deregulierten Markt
  • Wohin bewegt sich der Markt und was werden die zukünftigen Anforderungen sein?
  • Wie wird ein Prognosesystem eingeführt und was kostet es?
  • Wie kann der Nutzen einer Prognose bemessen werden?

17.15
Test (Lernzielkontrolle)

17.45
Ende des ersten Seminartages

Noch Fragen offen: Nutzen Sie das Get-together!
Am Abend des ersten Seminartages laden wir Sie zu einem gemeinsamen Umtrunk ein. Nutzen Sie diese Gelegenheit zum Informations- und Erfahrungsaustausch mit Ihren Fachkollegen in angenehmem Ambiente.

Seminarleiter des 2. Seminartages
Dr. Ralph Grothmann,
Senior Consultant, Siemens AG, München

Quantitative Prognosemodelle in der Energiewirtschaft

9.00
Klassische Prognosemethoden und Verfahren der Zeitreihenanalyse im Überblick

  • Vorverarbeitung der Rohdaten und Identifikation wichtiger Einflussfaktoren
  • Lineare und Nichtlineare Prognosemethoden
    • Lineare Regression
    • Neuronale Netze
  • Tests zur Modellauswahl und Validierung der Modelle
  • Tricks-of-the-Trade in der Zeitreihenmodellierung

Modellierung und Prognose eines Lastgangs mit Beispieldaten

  • Datenanalyse und Datenvorverarbeitung, Umgang mit fehlenden Werten
  • Schätzen des Modells anhand von historischen Daten
  • Evaluation und Anwendung des Modells

Pause mit Kaffee und Tee

Einführung in Neuronale Netze

  • Historische Entwicklungslinien von Neuronalen Netzen
  • Arten von Neuronalen Netzen und grundlegende Netzwerkarchitekturen
    • Feedforward Neuronale Netze: Von der Mustererkennung zur Zeitreihenanalyse
    • Rekurrente Neuronale Netze: Modellierung von Dynamischen Systemen
  • Designentscheidungen bei der Modellierung mit Neuronalen Netzen
  • Optimierung von Neuronalen Netzen: Lernverfahren und -regeln
  • Vor- und Nachteile von Neuronalen Netzen gegenüber anderen Prognoseverfahren

12.00
Gemeinsames Mittagessen

Neuronale Netze für regenerative Energiequellen

  • Modellierung und Prognose der kurzfristigen Energieeinspeisung von Windparks
  • Modellierung und Prognose der kurzfristigen Energieeinspeisung von Solarparks

Neuronale Netze im Energiemanagement: Lastprognosen

  • Lastprognosen zur Unterstützung der täglichen Fahrplananmeldung
    • Modellierung von Kalendereffekten
    • Modellierung prototypischer Lastprofile
    • Einbeziehung von externen Einflussfaktoren (wie z. B. Wetterdaten oder kundenspezifischer Planungsparameter) in die Prognose
  • Kurzfristige Prognose von Netzaustauschmengen und Regelenergie
  • Langfristige Prognose der Strom- oder Gasnachfrage
  • Von der Prognose zur Entscheidungsunterstützung: Erwartungswert und Risiko im Fahrplanmanagement

Pause mit Kaffee und Tee

Neuronale Netze im Energiemanagement: Preisprognosen

  • Prognose der kurzfristigen Preisentwicklung des Stromspotmarktes
  • Prognose der kurz- und langfristigen Preisentwicklung des Stromfuturemarktes
    • Kohärente Modellierung der Primärenergiemärkte zur Preisprognose
    • Einbeziehung von externen Einflussfaktoren (wie z.B. Devisenkurse oder Finanzmarktdaten) in die Prognose
  • Prognose der Gas- und Ölpreisentwicklung

DEMONSTRATION
Neuronaler Netzwerk-Simulator für die Prognose

  • Neuronale Netze in der Anwendung und zur Prognosegenerierung
  • Technische Grundlagen und Umsetzung der Prognoseverfahren
  • Einbettung von Prognosemodellen in EDM-Systeme und zugehörige Prozesse

16.45
Test (Lernzielkontrolle)

17.15
Ende des zweiten Seminartages

Noch nicht alles besprochen?
Im Anschluss an den 2. Seminartag laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk ein. Seien Sie dabei!

Seminarleiter des 3. Seminartages
Dr. Johannes Henkel,
Senior Manager, Energy Brainpool GmbH & Co. KG, Berlin

Preisprognosen als Basis von Entscheidungen

9.00
Überblick Preisprognosen

  • Wesentliche Einflussfaktoren auf Großhandelspreise
  • Welche Prognoseverfahren gibt es?
  • hpFC – eine Preisprognose?

Kurzfristige Preisprognose: Beispiel einer Spotpreisprognose

  • Einsatz linearer Regressionen
  • EEG-Mengen in der Stundenauktion
  • Einfluss der Windenergieeinspeisung
  • Die Solardelle in den Spotpreisen

Pause mit Kaffee und Tee

Kurzfristige Preisprognosen mittels technischer Analyse

  • Chartanalyse
  • Technische Analyse im engeren Sinne
  • Stochastische Analyse technischer Signale
  • Beispiele aus der Praxis

12.00
Gemeinsames Mittagessen

IMMER RELEVANTER:
Langfristige Preisprognosen mittels Fundamentalanalyse

  • Grundlagen kostenorientierter Preismodelle
  • Modellierung der Mengennachfrage
  • Modellierung des Mengenangebotes
  • Einfluss von CO2-Preisen
  • Einfluss des grenzüberschreitenden Handels

Pause mit Kaffee und Tee

Einsatz von Preisprognosen im Beschaffungsmanagement

  • Wann werden Preisprognosen eingesetzt?
  • Welche Preisprognosen werden eingesetzt?
  • Praxisbeispiele

15.30
Test (Lernzielkontrolle)

16.00
Ende des Seminars