Der qualifizierte Bilanzexperte in Versicherungen

Praxisnahe Einführung in die Rechnungslegung nach HGB und IFRS EUROFORUM AkademieBald wieder im Programm.

Bald wieder im Programm.

Programm

1. Tag: 4. September 2012

Vorsitz und fachliche Leitung:
Priv.-Doz. Dr. Dieter Hesberg, Universität Hamburg, Institut für Versicherungsbetriebslehre, HZV – Hamburger Zentrum für Versicherungswissenschaft

Modul 1:
Besonderheiten und Grundlagen der Bilanzierung in Versicherungen

Priv.-Doz. Dr. Dieter Hesberg

Wozu Rechnungslegung? – Rechnungslegung der Versicherungsunternehmen im Umfeld von Kapitalmarkt, Versicherungsmärkten und Aufsichtsbehörde

  • Entscheidungsorientierung – "Rechnungslegungsfunktion" (§ 29 VAG-E)
  • Adressaten und Interessenten der Rechnungslegung
  • Ausprägung der Rechnungslegung nach HGB und IFRS
  • Berichterstattung gegenüber der Aufsichtsbehörde
  • Informationsinstrument Jahresabschluss-Analyse

Rechtliche Rahmenbedingungen

  • Grundlagen nach deutschem Recht
  • Implementierung internationaler Standards durch IASB und EU

Abweichungen vom Industriestandard in Folge abweichender Geschäftsstrukturen

  • Spezielle Formblätter für Bilanz- und Erfolgsrechnung (HGB – RechVersV)
  • Spezieller Standard für Versicherungsverträge (IFRS)

Kennzeichen der Bilanz

  • Gliederung der versicherungstechnischen Rückstellungen
  • Ausweis der Rückversicherungsanteile
  • Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsverkehr
  • Zusammenfassung und Struktur der Kapitalanlagen

Aufbau der Gewinn- und Verlustrechnung

  • Differenzierung der Formblätter nach Versicherungszweigen
  • Bereichsprinzip statt Primärprinzip
  • Ausweis der Veränderungen von versicherungstechnischen
  • Rückstellungen nach dem sog. Umsatzsaldoprinzip
  • Nettoausweis des in Rückdeckung gegebenen
  • Versicherungsgeschäfts

Informationsregelungen in Anhang und Lagebericht

Offenlegung

Dr. Bettina Hammers, Prokuristin, Department of Professional Practice Insurance, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ansatz des Eigenkapitals und anderen haftenden Kapitals

  • nach HGB und IFRS
  • nach Solvency II / 10. VAG-Novelle

Am ersten Abend der EUROFORUM-Akademie laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk mit Imbiss im Hotel sowie einem anschließenden Spaziergang entlang des Rheinufers ein.

2. Tag: 5. September 2012

Modul 2:
Ausweis wesentlicher Geschäftsvorgänge in der Versicherungsbilanz nach HGB und IFRS

Priv.-Doz. Dr. Dieter Hesberg

Beiträge – Beitragsüberträge (HGB – IFRS)

  • Periodenabgrenzung
  • Bemessungsgrundlage für die Beitragsüberträge – teilweiser Abzug direkter Vertriebsaufwendungen

Sarah Rössler, Leiterin Rechnungswesen, HUK-COBUR G Versicherungsgruppe

Aufwendungen für Versicherungsfälle nach HGB

  • Schadenzahlungen und Schadenrückstellungen
  • Teilrückstellungen für Versicherungsfälle, Schadenregulierungskosten, Rentenfälle
  • Spätschadenreserve
  • Unterschiede zwischen Schaden-Unfallversicherung, Lebens- und Krankenversicherung

Dr. Bettina Hammers

Bilanzierung von Versicherungsverbindlichkeiten nach IFR S 4 und IASB-Projekt "Insurance Contracts"

  • Überblick über den bisherigen Verlauf des Insurance Contracts Projektes
  • Bilanzierung nach IFR S 4
    • Zielsetzung, Anwendungsbereich
    • Originäre Bilanzierungsvorschriften
    • Angaben im Anhang
  • Aktueller Diskussionsstand zu Entwicklung des endgültigen Standards: Phase II
    • Bisherige IASB-Beschlüsse
    • Offene Fragen

Priv.-Doz. Dr. Dieter Hesberg

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (Vertrieb und Verwaltung) nach HGB und IFRS

  • Betriebsaufwendungen – Schadenaufwendungen
  • Zuordnung zu Funktionsbereichen
  • Ausweis der Abschlussaufwendungen nach HGB, IFR S und FAS

Priv.-Doz. Dr. Dieter Hesberg

Ausgleich der Schwankungen im jährlichen Schadenverlauf durch Bildung und Auflösung von Schwankungsrückstellungen

  • Konzeption der Schwankungsrückstellung
  • "Reiner" Ausgleich und Verschiebung des Ausgleichs
  • Begrenzung der Sicherheitsfunktion bei "gutem" Geschäftsverlauf
  • Zahlenbeispiel für die Steuerung der Schwankungsrückstellung
  • Der Schwankungsrückstellung ähnliche Rückstellungen
  • Spielräume für die Erhöhung und Verminderung der Schwankungsrückstellung

Der Abend steht zur freien Verfügung, unser Tipp:
EUROFORUM lädt zu einer Führung durch die ehemalige Regierungshauptstadt Bonn mit anschließendem Abendessen ein.

3. Tag: 6. September 2012

Fortsetzung Modul 2:

Ausweis wesentlicher Geschäftsvorgänge in der Versicherungsbilanz nach HGB und IFRS

Priv.-Doz. Dr. Dieter Hesberg

Kapitalanlagen und Anlagenergebnisse nach HGB

  • Umfang und Struktur der Kapitalanlagen
  • Ausweis und Bewertung einzelner Kapitalanlagen
  • Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen
  • Versicherungsgeschäft
  • Kapitalanlagen für Rechnung und auf Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen
  • Ausweis der Erträge aus Kapitalanlagen und der Aufwendungen für Kapitalanlagen in der GuV-Rechnung
  • Angaben im Anhang zur Entwicklung und zum Zeitwert der Kapitalanlagen

Marco Hoopmann, Prokurist, Audit Financial Services, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bilanzielle Behandlung von derivativen Finanzinstrumenten im HGB

  • Finanzielle Verpflichtungen aus derivativen Finanzinstrumenten
  • Abbildung von strukturierten Produkten
  • Abbildung von Sicherungsbeziehungen
  • Angaben im Anhang zur Entwicklung derivativer Finanzinstrumente

Marco Hoopmann

Bilanzierung von Kapitalanlagen gemäß IFRS

  • Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39
  • Bilanzierung von eingebetteten Derivaten
  • Impairment-Konzept gemäß IAS 39
  • Grundzüge des Hedge Accounting
  • Ausblick auf künftige Änderungen durch IFR S 9

Dr. Nivien Shafik, Assistant Manager, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Abbildung von Sparprozessen in der Deckungsrückstellung

  • Kennzeichnung der Deckungsrückstellung
  • Verrechnung von Verwaltungs- und Abschlusskosten mit der Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung
  • Restforderung auf Tilgung noch nicht fälliger, rechnungsmäßig gedeckter Ansprüche
  • Modifikation durch Rückkaufswerte
  • Ausweis in Bilanz und Erfolgsrechnung – Angaben im Anhang
  • Behandlung der Abschlusskosten nach US-GAAP und im IASB-Projekt "Insurance Contracts"
  • Ausklang des Tages mit Umtrunk und Imbiss.

Der Abend steht zur freien Verfügung.

4. Tag: 7. September 2012

Fortsetzung Modul 2:

Ausweis wesentlicher Geschäftsvorgänge in der Versicherungsbilanz nach HGB und IFRS

Dr. Nivien Shafik

Überschussbeteiligung – Beitragsrückerstattung

  • Formen der Überschussbeteiligung
  • Beitragsrückerstattung in der Lebensversicherung
  • Ermittlung des Überschusses – Gewinnzerlegung
  • Überschussverteilung und Überschussverwendung
  • Beteiligung an den Bewertungsreserven
  • Ausweis im Jahresabschluss

Siegbert Baldauf, Bereichsleiter, ERGO

Gestaltungsspielräume bei der Überschussbeteiligung unter bilanzpolitischen Aspekten – ein Erfahrungsbericht

  • Zielgrößen
  • Steuerungsinstrumente
  • Rahmenbedingungen

Modul 3: Bilanzanalyse

Rico Matthäus, Senior-Analyst, Fachkoordinator Schaden-Unfallversicherung, Assekurata Assekuranz Rating Agentur GmbH

Jahresabschlussanalyse am Beispiel der Schaden- und Unfallversicherungsunternehmen

  • Schadenverlauf und Reservierung von Schadenrückstellungen
  • Analyse der Schwankungsrückstellung
  • Rückversicherungspolitik
  • Profitabilität und Wachstum des versicherungstechnischen Geschäfts

Priv.-Doz. Dr. Dieter Hesberg

Anforderungen an die Unternehmensführung – Rechnungslegungs- und Compliance-Funktion des internen Kontrollsystems im Dreieck von HGB, IFR S und Solvency II

Im Anschluss an die Akademie erhalten Sie das von den Referenten unterzeichnete Abschlusszertifikat "Der qualifizierte Bilanzexperte in Versicherungen".