FÜR FORTGESCHRITTENE

Der qualifizierte Vergabepraktiker

Gewinnen Sie mehr Sicherheit im neuen Vergaberecht und trainieren Sie am Fall! EUROFORUM AkademieBald wieder im Programm.

Bald wieder im Programm.

Programm

Montag, 19. Juni 2017 | 9.30 bis 18.00 Uhr

1. TAG | KONZEPTION UND ERSTELLUNG DER AUSSCHREIBUNGSUNTERLAGEN

Am ersten Tag erörtert Herr Grünhagen konzeptionelle Überlegungen zur Struktur des Vergabeverfahrens und der zu wählenden Vergabeart. Detailliert geht er im Anschluss auf die Erstellung der Vergabeunterlagen mit sämtlichen relevanten Schwerpunktthemen ein.

Vergabekonzeption

  • Erörterung der Beschaffungseckpunkte und der aktuellen Rechtslage
  • Strukturierung des Vergabeverfahrens, Möglichkeiten des Verhandlungsverfahrens und der Freihändigen Vergabe
  • Detaillierte Schwellenwertbestimmungen und Fristen im Vergabeverfahren
  • Verfahrenszeitplan (Bewerbungs-, Angebots-, Zuschlags- und Bindefristen) mit Fristberechnungen, Fristverkürzungen und -verlängerungen
  • Konkrete Verfahren und Bündelungen mit Rahmenverträgen

Erstellung der Vergabeunterlagen

  • Ausschreibungs- und Vertragsstruktur
  • Erstellung der Vertragsunterlagen
  • Standards und Formen der Leistungsbeschreibung
  • Produktneutralität und Effizienzsteigerungen durch Vereinheitlichung der beschafften Waren und Dienstleistungen
  • Formulierungen im Angebotsschreiben und den kaufmännischen Vertragsbedingungen
  • Schwerpunkte bei Dienst- und Werkverträgen
  • Definition von Inhalten der Angebotsaufforderungen und Bewerbungsbedingungen
  • Besonderheiten bei Rahmenvertragskonzeptionen
  • Digitale Unterlagen, E-Vergabe und analoge Schritte

 

Am ersten Abend der Akademie laden wir Sie herzlich zu einer Erfrischung an der Hotelbar ein.

Dienstag, 20. Juni 2017 | 9.00 bis 17.30 Uhr

2. TAG | VERÖFFENTLICHUNG NATIONALER UND EU-WEITER VERGABEVERFAHREN, TEILNAHMEWETTBEWERB UND EIGNUNG

Herr Völlink widmet sich am zweiten Tag der rechtssicheren Erstellung der Vergabebekanntmachung und der Gestaltung sowie Durchführung von Teilnahmewettbewerben. Sie erhalten praxisrelevante Tipps und Hinweise zur Bestimmung, Prüfung und Wertung von Eignungsanforderungen an die Bieter.

Veröffentlichung nationaler und EU-weiter Vergabeverfahren

  • Funktion und Relevanz der Bekanntmachung als Weichenstellung für die Vergabe
  • Notwendiger Inhalt der Bekanntmachung
  • Veröffentlichung der Bekanntmachung
  • Besonderheiten der EU-weiten Bekanntmachung: Vorinformation, Inhalt und EU-Formulare
  • Nachträgliche Korrekturen der Bekanntmachung

Durchführung von Teilnahmewettbewerben

  • Anwendungsbereich bei nationaler und EU-weiter Ausschreibung
  • Funktion des Teilnahmewettbewerbs als vorgezogene Eignungsprüfung
  • Strukturierung des Verfahrens und Fristen
  • Bildung und Bekanntgabe von Eignungskriterien und deren Gewichtung
  • Nachweisanforderungen
  • Öffnung, Prüfung und Wertung der Teilnahmeanträge
  • Nachforderung von Nachweisen: Zulässig?
  • Bewerberranking und „Mehr an Eignung“
  • Änderungen der Bewerberidentität: Erlaubt?

Eignungsprüfung – Fallstricke und aktuelle Rechtsprechung

  • Unterscheidung von Eignungs- und Zuschlagskriterien
  • Ausschlussgründe, Nachforderungsrecht oder -pflicht, Anspruch auf Vervollständigung?
  • Zulässiger Inhalt und Umfang von  Eignungsanforderungen
  • Form der Eignungsnachweise, insbesondere Eigenerklärungen und Präqualifikation
  • Anforderungen bei Bietergemeinschaften
  • Zeitpunkt der Eignungsprüfung

Mittwoch, 21. Juni 2017 | 9.00 bis 17.30 Uhr

3. TAG | WERTUNGSPHASE, ANGEBOTSAUSWERTUNG UND AUSWAHL DES WIRTSCHAFTLICHSTEN PROJEKTPARTNERS

Am dritten Tag stellt Ihnen Frau Dr. Mertens mit synoptischer Darstellung das System der Wertung mit seinen Grenzen und Spielräumen vor. Sie diskutieren anhand konkreter Praxisbeispiele Lösungen für die relevanten Fragestellungen bei der Auswahl des wirtschaftlichsten Projektpartners. Sie erarbeiten anhand der aktuellen Rechtsprechung einen sicheren und effizienten Umgang mitder Nachforderungsmöglichkeit für Erklärungen und Nachweise.

Wertungssystem

  • Zwingende Reihenfolge der Wertungsstufen
  • Organisation des Teams: Wertungssteuerung und Zeitmanagement
  • Prüfung und Wertung der Angebote

Wertungsstufe: Formaler Ausschluss

  • Zwingende und fakultative Ausschlussgründe
  • Nachforderungsrecht oder -pflicht
  • Anspruch auf Vervollständigung?
  • Rechtsprechungs-Update

Wertungsstufe: Vertiefungsfragen bei der Bietereignung

  • Bietereignung im Wertungssystem
  • Umgang mit neuen Erkenntnissen
  • Zuverlässigkeit und Geheimwettbewerb
  • Nachunternehmereinsatz

Aufklärung im Widerspruch zu Verhandlungen

  • Nachverhandlungsverbot
  • Gestaltung von Verhandlungen im Spiegel der Rechtsprechung
  • preferred bidder, best and final offer

Wertungsstufe: Angemessene Preise

  • Umgang mit Unterkostenangeboten
  • Aufklärung bei gewährter staatlicher Beihilfe

Wertungsstufe: Die engere Wahl

  • Beurteilungsspielräume
  • Transparente Dokumentation
  • Mehr an Eignung
  • Das wirtschaftlichste Angebot bei losweiser Vergabe

Donnerstag, 22. Juni 2017 | 9.00 bis 17.30 Uhr

4. TAG | BESONDERE PROBLEME UND AKTUELLE THEMEN FÜR DIE PRAXIS

Am vierten Tag widmet sich Herr Dr. Krohn Einzelthemen, die in der Praxis immer wieder zu Zweifeln und schwierigen Abgrenzungsfragen führen. In den Themenblöcken werden sowohl die Grundlagen als auch Einzelfragen aus der Praxis behandelt. Ziel ist die rasche Identifizierung von Risiken und die Entwicklung alltagstauglicher Lösungsmöglichkeiten für eine effektive und rechtssichere Vergabe.

Vergaben ohne Ausschreibung – Was ist möglich?

  • Inhouse-Vergaben
  • Interkommunale Kooperation
  • Dienstleistungskonzessionen
  • Verhandlungsverfahren ohne Bekanntmachung
  • Insbesondere: Interimsvergaben

Verlängerung und Änderung von Verträgen – Wann ist eine Neuausschreibung erforderlich?

  • Überblick über die Rechtsprechung
  • Echte Laufzeitverlängerungen
  • Automatische Verlängerung, Verlängerungsoptionen und Verzicht auf Kündigung
  • Änderung von Verträgen
  • Insbesondere: Preisanpassungen
  • Produktanpassungen und Innovationsklauseln

Aufhebung der Ausschreibung und Schadensersatz –
Risiken vermeiden!

  • Aufhebungsgründe nach VOB/A und VOL/A
  • Aufhebung ohne Aufhebungsgrund
  • Rechtsschutz gegen die Aufhebung
  • Schadensersatzanspruch bei Aufhebung
  • Schadensersatzansprüche und andere finanzielle Folgen bei rechtswidriger Fortführung

Ausschluss von Unternehmen und Auftragssperren – Wer kann, wer muss ausgeschlossen werden?

  • Ausschluss wegen Unzuverlässigkeit und/oder „schwerer Verfehlungen“
  • Nachweis der Verfehlung
  • Koordinierte Auftragssperre und Korruptionsregister
  • Möglichkeit der „Selbstreinigung“ von Unternehmen

Freitag, 23. Juni 2017 | 9.00 bis 13.00 Uhr

5. TAG | DOKUMENTATION EINES ORDNUNGSGEMÄSSEN VERGABEVERFAHRENS

Am fünften Tag befasst sich Herr Grünhagen mit der Dokumentation des Vergabevorgangs, um gegenüber Rechnungsprüfungsbehörden, Wirtschaftsprüfern, Vergabekammern, Fördermittelgebern und Gerichten die Rechtmäßigkeit darzustellen. Sie besprechen mögliche Textbausteine und Standardformulierungen bei häufig auftretenden Sachverhalten.

  • Umfassende Dokumentation des gesamten Vergabevorgangs anhand der neuen Dokumentationsvorschriften, Textbausteine und Standardformulierungen bei häufig auftretenden Sachverhalten
  • Erläuterungen der einzelnen Dokumentationsschwerpunkte
  • Regelmäßig wiederkehrende Prüfungsschwerpunkte der Kontrollinstanzen

 

Die Akademie endet um 13.00 Uhr mit dem Mittagessen.