Der zertifizierte Gesundheitsökonom

EUROFORUM AkademieStets individuell buchbar.

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Bei unseren individuellen Seminaren haben wir uns noch auf keinen Ort oder auf ein Datum festgelegt. Lassen Sie sich unverbindlich als Interessent/in für ein Thema aufnehmen und äußern Sie Wünsche, was Termin und Ort anbelangt. Gemeinsam mit Ihnen und unserem Trainernetzwerk finden wir dann den Termin, der Ihnen am besten passt.

Programm

Modul 1

10.00 - 17.30*

Das deutsche Gesundheitssystem im Überblick – Struktur, Organisation, Interaktion

Lernziel:
Sie verstehen die deutsche Gesundheitsversorgung als Ganzes und in seinen interdependenten
Teilen, erkennen wichtige Trends im Markt und können gesundheitsökonomische Fragestellungen und Antworten nachvollziehen.

Das gesundheitsökonomische Fundamentalproblem der Industriestaaten

  • Das deutsche Gesundheitswesen im Überblick
  • Der zweite Gesundheitsmarkt
  • Steuerungsansätze: Markt, Selbstverwaltung, Staat
  • Gesundheitsökonomische Verfahren der Evaluation

Der Finanzierungsmarkt – Finanzierung und Ausgaben

  • Finanzströme
  • Mittelaufbringung und -verwendung

Der Vertragsmarkt

  • Kollektivverträge vs. Selektivverträge
  • Indikations- oder populationsbezogene Selektivverträge?
  • Ausschreibungen zur Vertragsfindung

Der Leistungsmarkt

  • Vergütungssysteme
  • Kostenerstattung / Kostenbeteiligung – Aber wie?
  • GKV-Versorgungsstrukturgesetz 2011
  • F lächendeckende Versorgung als Ziel

Wichtige Teilmärkte

  • Die medizinische Rehabilitation
  • Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln

Aktuelle Gesundheitspolitik: Das Gesundheitsprogramm der großen Koalition!

  • Vertragsärztliche Versorgung
  • Arzneimittelversorgung
  • Stationäre Patientenversorgung

… auf der Finanzierungsseite und auf der Leistungsseite

* Die Kaffeepausen sowie das Mittagessen erfolgen in Absprache mit der Gruppe.

Modul 2

9.00 - 17.30*

Finanzierung, Steuerung und Management im Markt der Krankenversicherungen

Lernziel:
Sie können nachvollziehen, wie sich Gesundheitswesen sich finanziert, welche Rolle die Krankenkassen innehaben und wie Gesundheitsfonds und Morbi-RSA die Finanzflüsse organisieren.

Zahlen, Daten, Fakten – Einordnung der Krankenversicherung in das Gesundheitswesen

  • Aufgaben und Prinzipien der Krankenversicherung in Deutschland
  • Strukturen von GKV und PKV: Heute und morgen!
  • Kollektiv- vs. Selektivverträge – Was wird wo geregelt?

Gesundheitsfonds, Morbi-RSA und seine Folgen

  • Funktionsweise, Stärken und Schwächen des Morbi-RSA
  • Von der Leistungserbringer – bezogenen Abrechnungsprüfung zur kundenbezogenen Deckungsbeitragsrechnung
  • Wirkungen des Morbi-RSA und zukünftige Entwicklungen

Die Kassen als "Spinne im Netz" der GKV – Viel Verantwortung und auch viel Kompetenz?

  • Kassen und ihre Vertragspartner – Schnittstellen und Zusammenarbeit mit den anderen Playern im System
  • Kassen zwischen mittelbarer Staatsverwaltung und privatrechtlichem Unternehmertum
  • Aktuelle Herausforderungen – GKV vs. PKV

Modernes Versorgungsmanagement – Erfahrungen aus der Praxis

Lernziel:
Sie wissen, was unter Versorgungsmanagement zu verstehen ist, welche Inhalte und Ziele es verfolgt, wie Erfolg im Versorgungsmanagement gemessen wird und welche neuen Versorgungsideen und -produkte
existieren.

Gründe für die Etablierung eines umfassenden Versorgungsmanagements

  • demografische
  • medizinische
  • organisatorische Herausforderungen

Aufgaben des Versorgungsmanagements

  • Erhöhung der Versorgungsqualität und der Effizienz
  • Optimierung der Abläufe des Versorgungsprozesses

Relevante Faktoren für eine erfolgreiche Steuerung

  • Vermittlung des Nutzens für die am Prozess beteiligten Akteure
  • Orientierung an den Bedürfnissen der Versicherten
  • Instrumente zur Steuerung, Überprüfung und Nachjustierung

Beispiele erfolgreicher Steuerung aus der DAK -Gesundheit

  • Schlaganfall
  • Chronische Wunden

* Die Kaffeepausen sowie das Mittagessen erfolgen in Absprache mit der Gruppe.

Modul 3

9.00 -17.30*

Krankenhausmanagement und Neue Versorgungsformen

Lernziel:
Sie kennen das ambulante System der vertragsärztlichen Versorgung und dessen Unterschiede zum stationären Sektor, sowie die Chancen einer Zusammenarbeit und die Anstrengungen, die die KBV unternommen hat.

Strukturen im ambulanten Bereich

  • KBV, KVen – Wozu, warum, wieso?
  • Aufgabenbeschreibung: Kollektivvertrag vs. Selektivvertrag oder ist ein gutes Miteinander möglich?
  • Honorare, Gebührenordnung und wie weiter?
  • Bedarfsplanung: Neue Betrachtungsmaßstäbe sind auf den Weg gebracht

Zusammenarbeit der Sektoren

  • Überleitungsmanagement
  • Austausch von Daten und Informationen: Papier oder elektronisch?
  • Ambulante spezialfachärztliche Versorgung
  • Neue Ideen?

Lernziel:
Sie begreifen, wie Krankenhausversorgung organisiert, geplant und finanziert wird und verstehen die Struktur des G-DRG -Systems. Die strategische Ausrichtung der Krankenhäuser ist Ihnen bekannt. Im Rahmen einer Übung müssen Sie sich als angehender Krankenhausgeschäftsführer Herausforderungen meistern.

Das Krankenhaus als Teil der Gesundheitswirtschaft

  • Krankenhausversorgung und Krankenhausplanung
  • Finanzierung der Leistungen und Investitionen
  • Träger und Unternehmensformen: Im Spannungsfeld zwischen dem Versorgungsauftrag und dem freien Wettbewerb
  • Auswirkungen des Koalitionsvertrages

Vergütung und Abrechnung der stationären Leistungen

  • Struktur des G-DRG-System
  • DRG-Algorithmus: Von der Diagnose zum Casemix
  • Bestandteile des G-DRG-Systems
  • Abrechnung: Von der Patientenaufnahme zur Rechnung
  • 10 Jahres des G-DRG-Systems – Gibt es Nebenwirkungen?

Krankenhaus als Unternehmen

  • Jedes Krankenhaus braucht eine Strategie: Welche ist richtig?
  • Leistungsplanung und -steuerung
  • Qualitätsmanagement und Benchmarking
  • Last but not least: Personalmanagement

Intersektorale Versorgungsformen und Kooperationen aus der Sicht der Krankenhäuser

  • Möglichkeiten der ambulanten Versorgung im Krankenhaus
  • Integrierte Versorgung
  • MVZ und Gesundheitszentren

* Die Kaffeepausen sowie das Mittagessen erfolgen in Absprache mit der Gruppe.

Modul 4

8.30 -15.30*, danach Prüfung zur Zertifizierung**

Krankenhausmanagement und Neue Versorgungsformen

Lernziel:
Sie erhalten einen Überblick über den deutschen Pharmamarkt. Sie kennen das Spannungsfeld zwischen begrenztem Budget und optimaler Versorgung sowie die Grundzüge der Steuerungsansätze in der Arzneimittelversorgung in Deutschland.

Struktur und Akteure des Arzneimittelmarktes in Deutschland

  • Spannungsfeld knapper finanzieller Ressourcen vs. Finanzierung von Forschung und Entwicklung
  • Wichtigste Institutionen im Kontext Pharma (G-BA, IQWiG, BMG, BfArM/PEI, EMA, GKV-Spitzenverband, K(B)V, ABDA/DAV usw.)
  • Arzneimittelmärkte in Deutschland

Market Access für verschreibungspflichtige Arzneimittel – die ambulante Arzneimittelversorgung in der GKV

  • Preisbildung nach Arzneimittelpreisverordnung
  • Instrumente der Preis- und Mengenregulierung
  • Steuerung im Bereich der Generika:
    • Festbeträge und Zuzahlungsbefreiungsgrenzen
    • Ausschreibung /Rabattverträge
    • Zwangsabschläge
  • Steuerung im Bereich der patentgeschützten Originale:
    • Die frühe Nutzenbewertung (Grundlagen und Auswirkungen) nach AMNOG
    • • Zwangsabschläge
    • • Selektivverträge

Aktuelle Trends in den Handelsstufen

  • Struktur der Handelsstufen / Vertriebskanäle
  • Vergütung des Großhandels und der Apotheker

Ein Blick in die Zukunft der Pharmabranche

  • Megatrends
  • Herausforderungen für die Struktur und Organisation der Pharmaunternehmen
  • Kooperationen zwischen Herstellern und Krankenkassen, insbesondere die neue Rolle der Versorgungsforschung

* Die Kaffeepausen sowie das Mittagessen erfolgen in Absprache mit der Gruppe.
** Am letzten Tag findet von 15.30–16.30 Uhr die freiwillige schriftliche Prüfung zur Zertifizierung statt.