Einführung in die Energiewirtschaft

Ihr Wegweiser in die Energieversorgung als Neu- und Quereinsteiger! EUROFORUM Seminar14. bis 16. November 2016, Mainz

Programm

Energieträger • Erzeugung • Technik

9.00
Empfang mit Kaffee und Tee,
Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.20
Begrüßung durch EUROFORUM und Kennlernrunde

Basiswissen Strom und Gas

Basics zur Energiewirtschaft

  • Aufgaben von Energiewirtschaft und Energiepolitik
  • Bedeutung der Energieträger, Verwendung im Stromerzeugungsmix
  • Einführung in die Wertschöpfungsstufen der Stromwirtschaft
  • Der Energiemarkt im Wandel
  • Akteure des Strommarktes und deren Marktrollen

Joachim Albersmann, Senior Manager, PricewaterhouseCoopers AG WPG, Frankfurt/Main

Fokus Gasmarkt

  • Der Erdgasmarkt im globalen Kontext
  • Wertschöpfungsstufen der Gaswirtschaft
  • Die Marktstruktur in Deutschland und Europa
  • Produkte, Gaspreise und Preismechanismen
  • Marktanforderungen und Erwartungen im Gasmarkt der Zukunft

Dr. Helge Fischer, Leiter Verkaufsdirektion I oder
Dr. Thorsten Grandjot, Verkaufsleiter Erdgas, WINGAS GmbH, Kassel

Entwicklung der Stromerzeugung in Deutschland und Europa

  • Merit Order – Grund-, Mittel- und Spitzenlastkraftwerke und der Einfluss der Erneuerbaren Energien
  • CO2-Markt und die Relevanz für die Energiewirtschaft
  • Die Entwicklung des Kraftwerksparks in Deutschland und Europa – Perspektiven bis 2020
  • Kraftwerkskalkulation: Kostenstruktur und Investitionsrechnung

Prof. Dr. Michael Häder, Fachbereich Wirtschaft, Hochschule Bochum (angefragt)

Energietechnik für Nicht-Techniker

Grundlagen der netzgebundenen Energie – der technische Weg von Strom und Gas

  • Technische Grundlagen: Wie kommt der Strom in die Steckdose und das Gas in den Herd?
  • Technische Aspekte von Übertragung und Verteilung
  • Funktionen der Netzebenen und der Umspannung

Frank Brückmann, Netzzugang/Netznutzung, Westnetz GmbH, Dortmund

17.00
Ende des ersten Seminartages

Zum Abschluss des Tages laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk ein. Nutzen Sie die Gelegenheit, um sich untereinander besser kennen zu lernen und die Inhalte des Tages zu vertiefen.

Energierecht • Energiewende

9.00
Beginn des zweiten Seminartages

Basiswissen Energierecht

Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und wichtigsten Gesetze

  • Europäische Grundlagen: Binnenmarktrichtlinien, Verordnungen (3. Paket 2009)
  • Das EnWG: Historie, Struktur, Zweck
  • Relevante Verordnungen (VO) des EnWG: Netzanschluß, Netzzugang, Netzzugangsentgelte, Anreizregulierung, Grund- und Ersatzversorgung, Konzessionsverträge und -abgaben
  • Formen des Unbundling
  • Rechtsgrundlagen des Netzausbaus
  • Steuerung der Energiewirtschaft durch Regulierungs- und Kartellrecht

Prof. Dr. Gunther Kühne, LL.M., Institut für deutsches und internationales Berg- und Energierecht (Direktor bis 2007), Technische Universität Clausthal und Honorarprofessor an der Universität Göttingen

Energiewende

Konsequenzen der Energiewende

  • Veränderungen in der Wertschöpfungskette und den Marktrollen
  • Energiewende im Netz – was verändert sich?
  • EOM 2.0 versus Kapazitätsmarkt – das richtige Marktdesign ist gefragt!

Christian Güthert, Gruppenleiter Strategieentwicklung, GASAG Berliner Gaswerke AG, Berlin und Geschäftsführer, GASAG Windpark-Verwaltungs-GmbH, Berlin

Das EEG 2014: Der rechtliche Rahmen für die Erneuerbaren Energien

  • Ziele, erste Erfahrungen und aktuelle Entwicklungen
  • Kernelemente des EEG: insbesondere Direktvermarktung, Ausschreibung und Eigenstrom
  • Überprüfung der Regelungen und weitere Reformen

Dr. Boris Scholtka, Partner, Leiter Praxisgruppe Energierecht, PricewaterhouseCoopers Legal AG Rechtsanwaltsgesellschaft, Berlin

Vermarktung von EEG-Strom in der Praxis

  • Flexibilität statt Grundlast: Paradigmenwechsel in der Stromversorgung
  • Verpflichtende Direktvermarktung im EEG: Das Marktprämienmodell
  • Strompreisgeführte Fahrweise und Flexibilitätsprämie
  • Regelenergie und Systemdienstleistungen
  • Grünstromvermarktung

Daniel Hölder, Leiter Energiepolitik, Clean Energy Sourcing AG, Leipzig

Flexibilität durch intelligente Netze und Speicher

  • Was macht das SmartGrid smart? Technologien und Ziele intelligenter Verteilnetze
  • Flexibilisierung: (Wie) Lassen sich Verbrauch und Erzeugung synchronisieren?
  • Energiespeicher: Überblick der Technologien und der Rolle im Energiesystem
  • E-Mobilität: Integration von Elektroautos in ein intelligentes Energiesystem
  • Ausblick/Blick in die Labore: Was wir in den kommenden Jahren erwarten dürfen

Prof. Dr. Torsten Cziesla, Studiengangsleiter Energietechnik und Ressourcenoptimierung oder
Prof. Dr. Uwe Neumann, Professur "Elektrische Energieversorgung und Smart Grids", Hochschule Hamm-Lippstadt

Die Energiewende im Wärmemarkt – Energieeffizienzpotenziale und Flexibilitätsreserve

  • Die Rolle des Wärmemarktes als Flexibilitätsoption im Rahmen der Energiewende
  • Das Zusammenspiel zwischen Erneuerbaren Energien, KWK-Anlagen, Wärmepumpen und verbindenden Fernwärmenetzen
  • Energieeffizienz als zweite Säule der Energiewende – der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) und Chancen für den Wärmemarkt
  • Klimaschutzziele erreichen – Potenziale des Wärmemarktes
  • Neue Geschäftsmodelle und Energiedienstleistungen

John A. Miller, Bereichsleiter Energiewirtschaft und Politik, AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V., Frankfurt/Main oder
Dr. Andreas Schnauß, Leiter Grundlagen, Vattenfall Europe Wärme AG, Berlin

18.00
Ende des zweiten Seminartages

Gerne gestalten wir den Abend mit Ihnen gemeinsam. Sprechen Sie uns an!

Netze • Vertrieb • Handel

8.30
Beginn des dritten Seminartages

Netzregulierung und -kosten

Netzentgelte im regulierten Markt – das System der Anreizregulierung

  • Übergang von der Kostenregulierung zur Anreizregulierung
  • Methodik und Ziele der Anreizregulierung
  • Effizienzmaßstab und Kostenkontrolle
  • Anpassung der Erlösobergrenzen
  • Investitionssicherung und Energiewende

Michaela Schmidt-Schlaeger, Geschäftsführerin, Landesverband der Energie und Wasserwirtschaft Hessen/Rheinland-Pfalz e. V. (LDEW), Mainz

Netznutzung von Strom und Gas in der Praxis

  • Grundlagen der Netzentgelte Strom und Gas
  • Messstellenbetreiber, Messung und Verrechnung
  • Netzentgelte Strom und Gas an praktischen Beispielen
  • Sonderformen der Netznutzung Strom und Gas
  • Belastung mit energiewirtschaftlichen Umlagen und Abgaben im Bereich der Netznutzung Strom und Gas

Jürgen Lamm, Geschäftsführer oder
Urs Rosenkranz, Geschäftsführer, En-Concept Energy Consultancy GmbH, Offenburg

Geschäftsmodelle für den Vertrieb

Marketing und Vertrieb in einem Mehrspartenunternehmen

  • Neue Herausforderungen für den Vertrieb
  • Preisbestimmung und Kostenrechnung im regulierten Energiemarkt
  • Strategien für Marketing und Vertrieb von Energieprodukten
  • Wachstumsmarkt Energiedienstleistungen

Manuel Schäfer, Consultant, Becker Büttner Held Consulting AG, Köln und
Matthias Puffe, Senior Consultant, Becker Büttner Held Consulting AG, Berlin

Energiebeschaffung und –handel

Energiehandel und -beschaffung von Strom und Gas in der Praxis

  • Charakteristika Groß- und Einzelhandel mit Energie
  • OTC und Börsenhandel
  • Produkte und Marktplätze
  • Preisentwicklungen im Großhandel und Einflüsse auf die Preise
  • Strukturierte Beschaffung und Portfoliomanagement
  • Bedeutung des Risikomanagements
  • Beispiele für Beschaffungsmodelle

Dr. Claudia Eßer-Scherbeck, Geschäftsführerin, SE Scherbeck Energy GmbH und FSE Portfolio Management GmbH, Hürth

Praktische Übung:
Erstellen Sie eine Beschaffungsstrategie

  • Anhand eines Strom- und Gaslastgangs bestimmen Sie die zu beschaffenden Produkte
  • Sie legen fest, an welchen Marktplätzen diese eingekauft werden sollen
  • Sie erarbeiten, wann diese Produkte gekauft werden sollen
  • Verschiedene "Ereignisse" erfordern von Ihnen Beschaffungsentscheidungen!

Dr. Claudia Eßer-Scherbeck

Kundensicht:
Herausforderungen für einen industriellen Verbraucher

  • Energiekosten für industrielle Strom- und Erdgasverbraucher: Komponenten und deren Management
  • Flexibilisierung des Verbrauchs: Welche Anreize könnte Demand Side Management fördern?
  • Globale Interdependenzen und lokale Instrumente
  • Die deutsche Energiewende – Chancen und Risiken für industrielle Verbraucher
  • Industrielle Eigenerzeugung in KWK

Dr. Christof Bauer, Leiter Energiepolitik und Energiestrategie, Evonik Industries AG, Hanau

16.30
Ende des Seminars