Die neue Lust am Protest:

Akzeptanz von Energie- und Infrastrukturprojekten

Von Stuttgart über Datteln zum Rennsteig: Was Sie daraus für Ihr Vorhaben lernen können! EUROFORUM KonferenzDiese Veranstaltung hat bereits am 13. und 14. September 2011 in Düsseldorf stattgefunden!

Programm

8.45–9.15
Empfang mit Kaffee und Tee
Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.15–9.30
Begrüßung durch EUROFORUM und den Vorsitzenden
Dr. Thomas Dünchheim, Rechtsanwalt, Hogan Lovells LLP, Düsseldorf

Fehlende Akzeptanz als moderne „Geißel“ – Der Ruf nach dem Staat!

9.30–10.00
Keynote
Akzeptanz schaffen und fördern – Welchen Beitrag die Politik leistet

  • Bürgerbewegungen, Protestaktionen, Wutbürger: Der Bürger will stärker mitreden
  • Kraftwerke, Stromnetze, Renewables, Bahnhöfe und Flughäfen – Die Dagegen-Bewegung erfasst viele Teilbereiche!
  • Der Umbau des Energiesystems braucht Akzeptanz – Welche Rolle die Politik einnimmt
  • Landespolitische Bestrebungen – Pläne für eine Akzeptanzoffensive

Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Düsseldorf

10.00–10.30
Infrastrukturprojekte vorantreiben: Welche rechtlichen Weichen stellt die Bundesregierung?

  • Konsens im Planungsverfahren reicht nicht mehr – Was muss noch getan werden?
  • Sind verkürzte Planungszeiten der richtige Weg?
  • Akzeptanz & Transparenz – Schon im Energiekonzept 2010 verankert!
  • Für mehr Akzeptanz werben: Pläne der Bundesregierung
  • Die Energiewende: Führt die Abkehr von der Atomenergie zu mehr Akzeptanz?

Franzjosef Schafhausen, Leiter der Unterabteilung KI I „Umwelt und Energie“, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin

10.30–11.00
Fragen und Diskussion

11.00–11.30
Pause mit Kaffee und Tee

Praxisbeispiele: Was kann man von großen und kleinen Projekten lernen?

11.30–13.00
Diskussion
Die Akzeptanz-Diskussion – Die Diskussion um Akzeptanz:

  • Energie ja – Aber bitte nicht aus Atom, Kohle, Gas… und auch nicht aus Erneuerbaren?!
  • Energie ja – Aber wie, ohne Netze?!
  • Warum wird das eine Projekt ohne Proteste realisiert, das nächste nicht?
  • Haben kommunale Unternehmen bessere Karten, weil sie ein besseres Image haben?
  • Was kann von einem Großprojekt auf ein kleines Projekt übertragen werden und umgekehrt?

Diskussionsteilnehmer

  • Dr. Peter Ahmels, Leiter Erneuerbare Energien, Deutsche Umwelthilfe e. V., Radolfzell
  • Vera Brenzel, Vice President Electricity, E.ON AG, Düsseldorf
  • Georg Jungen, Geschäftsführer, Müllverbrennung Kiel GmbH & Co. KG, Kiel
  • Dr. René Mono, Geschäftsführer, 100% erneuerbar Stiftung, Berlin
  • Thomas Prauße, Vorsitzender der Geschäftsführung, Stadtwerke Leipzig GmbH, Leipzig
  • Prof. Dr. Dirk Rompf, Leiter Strategie Infrastruktur, Deutsche Bahn AG, Frankfurt/Main
  • Boris Schucht, Sprecher der Geschäftsführung, 50Hertz Transmission GmbH, Berlin

13.00–14.30
Gemeinsames Mittagessen

Infrastruktur erfolgreich ausbauen: Was die richtige Kommunikation bewirken kann

14.30–15.00
Zwischen Planungssicherheit und Bürgerbeteiligung: Neue Herausforderungen an die Unternehmenskommunikation

  • Schlüsselfaktor Kommunikation – Akzeptanz als neue Herausforderung für Unternehmen
  • Was eine gute Kommunikation bei Großprojekten ausmacht
  • Was Unternehmen intern ändern müssen, um extern zu überzeugen/Warum sich ein Umdenken lohnt
  • Kommunikation braucht neue genehmigungsrechtliche Leitplanken

Kai vom Hoff, Geschäftsführer, vom Hoff Kommunikation GmbH, Düsseldorf

15.00–15.30
Energieversorger stellen sich neu auf: Kommunikation als Produktionsfaktor

  • Der neue Stellenwert der richtigen Öffentlichkeitsarbeit in Unternehmensstrategie und Projektentwicklung
  • Weg vom bloßen Krisenmanagement – Kommunikationskonzepte entwickeln
  • Die Medien, dein Freund und Helfer! Wie man sie für sich gewinnt
  • Die Kosten im Blick: Was zum Kommunikationsbudget gehört

Elmar Thyen, Leiter Unternehmenskommunikation, Trianel GmbH, Aachen

15.30–16.00
Fragen und Diskussion

16.00–16.30
Pause mit Kaffee und Tee

16.30–17.00
Die Allianz pro Industrie und Nachhaltigkeit in NRW – Eine neue Bürgerbewegung für Industrie und Infrastruktur?

  • Akzeptanz von Industrieanlagen und Infrastruktur: Eine Frage von Abstand und Gemeinwohl
  • Alte Industriebilder, unklarer Nutzen der Industrie, fehlendes Leitbild: Kommunikationsaufgaben für die Wirtschaft
  • Lokale Allianzen pro Industrie und Nachhaltigkeit: Ziele, Aufbau, Aktivitäten

Dr. Frank Claus, Geschäftsführer, IKU GmbH, Dortmund

17.00–17.30
Nichts dem Zufall überlassen! Professionelles Projektmanagement als A und O für ein erfolgreiches Genehmigungsverfahren

  • Fachkompetenz und Methodenkompetenz – Mehrwert durch Synergie
  • Professionelles Projektmanagement ist entscheidend – Wie viel Management braucht ein Projekt?
  • (Wie) Sollte man ein Scheitern einplanen? – Genehmigungsrisiken frühzeitig identifizieren
  • Die Vorbereitung des Genehmigungsverfahrens – Zu welchem Zeitpunkt holt man wen an den Tisch?
  • Durchdachte Bürgerbeteiligung – Erfolgreiche Konzepte zum Umgang mit Einwendungen im Verfahren

Christopher Vagn Philipsen, Geschäftsführer, Drees & Sommer Infra Consult und Entwicklungsmanagement GmbH, Stuttgart

17.30–18.00
Fragen und Diskussion

18.00 
Ende des ersten Konferenztages

Ein Tag voller Informationen und Diskussionen – lassen Sie ihn mit einem gemeinsamen Umtrunk ausklingen!

Ihr Tagungshotel
Am Abend des ersten Veranstaltungstages lädt Sie das Hilton Düsseldorf herzlich zu einem Umtrunk ein.

9.00–9.15
Eröffnung durch den Vorsitzenden
Dr. Thomas Dünchheim

Das Genehmigungsverfahren und die Klagemöglichkeiten – Rechtliche Hürden meistern

9.15–9.45
Behörde
Die Öffentlichkeitsbeteiligung und das Genehmigungsverfahren: Anforderungen aus Behördensicht bei kritischen Infrastrukturprojekten

  • Der Ablauf des Genehmigungsverfahrens in seinen Eckpunkten
  • Informationen durch den Antragsteller – Nachbarschaftsdialog
  • Die Öffentlichkeitsbeteiligung: Wann und wie?
  • Das Verfahren: Wie prüft die Genehmigungsbehörde?
  • Beschleunigung des Verfahrens: Welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen?

Dr. Ulrike Nienhaus, Abteilungsleiterin 5 – Umwelt, Arbeitsschutz, Bezirksregierung Düsseldorf, Düsseldorf

9.45–10.15
Wenn gegen eine Genehmigung vorgegangen wird –  Rechtlich verankerte Einflussmöglichkeiten

  • Damit es mit der Genehmigung klappt: Tipps für eine erfolgreiche Öffentlichkeitsbeteiligung
  • Genehmigung erteilt – Ist das Projekt jetzt „wasserdicht“?
  • Einflussmöglichkeiten von einzelnen Bürgern und Bürgerbewegungen
  • EU- versus deutsche Rechtsvorschriften: Unterschiedliche Klagemöglichkeiten!
  • Wenn Verbände klagen – Knackpunkt Umweltrechtsbehelfsgesetz
  • Was sagt der EuGH?

Dr. Thomas Dünchheim

10.15–10.45
Fragen und Diskussion

10.45–11.15
Pause mit Kaffee und Tee

Der „Wutbürger“ im Fokus – Was ihn bewegt

11.15–11.45
Nur wer miteinander redet, kann Lösungen finden!

  • Not in my backyard – Wie kommt es zu NIMBY und welche Wege führen hinaus
  • Was kennzeichnet den Bürger? Wieso er sich gegen den Wandel wehrt
  • Welche gesellschaftlichen Aspekte spielen eine Rolle?
  • „Dagegen-Republik“ versus Mitmachen
  • Emotionen ernst nehmen!

Ralf Eggert, Geschäftsfeldleiter Energie, IFOK GmbH, Berlin

11.45–12.15
Die Sicht der Protestler
Organisierter Protest – Immer mehr Mensch engagieren sich gegen umweltschädliche Projekte

  • Worum geht es eigentlich?
  • Was kann und soll erreicht werden?
  • Wie könnte ein gemeinsames Miteinander organisiert werden?

Klaus Brunsmeier, Stellvertretener Vorsitzender, BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V., Berlin

12.15–12.45
Fragen und Diskussion

12.45–14.15
Gemeinsames Mittagessen

Green is beautiful?! Auch für Renewables muss man Akzeptanz erreichen

14.15–14.45
Kommunale Energiekonzepte mit den Bürgern entwickeln – Das schafft Akzeptanz!

  • Das eigene Profil schärfen: Wo soll die Reise hingehen?
  • Die zentrale Rolle der Kommunen bei der Schaffung von Akzeptanz
  • Die Einbindung der Einwohner: Wege und Ziele
  • Das liebe Geld – Finanzielle Anreize wirken!
  • Wie die ortsansässigen Unternehmen profitieren

Helmut Amschler, Vorstand, Stadtwerke GRAFENWÖHR AöR, GRAFENWÖHR

14.45–15.15
Bürgeropposition gegen erneuerbare Energien – Regionale Partnerschaften zur Akzeptanzsteigerung

  • Jenseits des NIMBYismus – Bürgergruppierungen und heterogene Gründe für Bürgeropposition
  • Die Bedeutung des Planungsprozesses und regionaler Wertschöpfung für die Akzeptanz vor Ort
  • Die Rolle von Kommune und Projektinitiatoren
  • Erfolgsfaktoren für eine hohe lokale Akzeptanz von EE-Kraftwerksprojekten

Götz Walter, Sozialpsychologe und Managementberater, The Advisory House GmbH, München

Professionelles Konfliktmanagement – Auch für Energieprojekte unerlässlich!

15.15–15.45
Der Umgang mit Konflikten – Strittige Fragen bei Infrastrukturvorhaben gemeinsam klären!

  • Wenn die Fronten verhärtet sind: Das Herausarbeiten von Verfahrens- und Handlungsoptionen
  • Mediation als Heilmittel? Wann macht sie Sinn?
  • Grundzüge der Mediation
  • Was zeichnet eine erfolgreiche Mediation aus?
  • … und wann sie nicht mehr sinnvoll ist

Dr. Alexander Beutling, Rechtsanwalt und Mediator, Lenz & Johlen Rechtsanwälte Partnerschaft, Köln

15.45–16.15
Fragen und Diskussion

16.15–16.30
Zusammenfassung durch den Vorsitzenden

16.30
Ende der Konferenz