22. EUROFORUM-Jahrestagung

Erdgas 2016

Etablierter Branchentreff – seit 22 Jahren Austausch für die Gaswirtschaft EUROFORUM Jahrestagung23. und 24. November 2016, Berlin

Programm

23. NOVEMBER 2016

8.30 – 9.00
Empfang mit Kaffee und Tee

9.00 – 9.10
Begrüßung durch EUROFORUM und den Vorsitzenden
Dr. Timm Kehler,
Vorstand, Zukunft ERDGAS e.V., Berlin

DIE GASWIRTSCHAFT AM SCHEIDEPUNKT:

Die Rolle von Erdgas bei der Dekarbonisierung definieren und mit Leben füllen! Und wie das gemeinsame Vorgehen mit den Erneuerbaren Energien ausgestaltet werden kann

9.10 – 9.30
Aus der Vielzahl von Studien zur Dekarbonisierung: Welche (wirtschaftlichen) Wege führen dahin und welche Rolle kann bzw. sollte Erdgas einnehmen?
Dr. Harald Hecking,
Geschäftsführer, ewi Energy Research & Scenarios (ewi ER&S) gGmbH, Köln

9.30 – 10.30 Diskussion
Aus Buzz-Words Lösungsvorschläge erarbeiten: Welchen Beitrag leistet Erdgas gemeinsam mit Erneuerbaren Energien zu Dekarbonisierung, Sektorkopplung und Klimaschutz?

Spätestens seit COP21 ist die Dekarbonisierung beschlossene Sache. Erdgas ist dabei Teil der Lösung! Aus der „Konvergenz der Netze“ ist nun die Sektorkopplung geworden. Doch warum fehlt es an politischer Wertschätzung? Geht „Energiewende“ ohne die Flexibilität von Erdgas? Bis wann ist eine Dekarbonisierung möglich, mit welchen Energieträgern? Welche Partnerschaften sind sinnvoll und wie können sie ausgestaltet werden? Wie „grün“ ist Erdgas? Wie kann die Kopplung von Strom-, Gas- und Wärmemarkt aussehen? Und welche Rolle kommt Power-to-Gas zu?
Dr. Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer, Fachverband Biogas e.V., Freising
Dr. Ludwig Möhring, Geschäftsführer, Wingas GmbH, Kassel
Jörg Müller, Vorsitzender des Vorstandes, Enertrag AG, Dauerthal
Sönke Tangermann, Vorstand, Greenpeace Energy e.G., Hamburg

10.30 – 11.00
Networking-Pause mit Kaffee und Tee

EUROPA ALS TEIL DES GLOBALEN GASMARKTES:

Veränderte Gasströme, aktuelle Gaspreisentwicklungen, Rahmenbedingungen und Investitionsklima

11.00 – 11.20
Erdgas im globalen Kontext: Wie verändert zunehmendes LNG den europäischen Markt? Preise, Routen, Alternativen, Wechselwirkungen zum Ölpreis
Prof. Dr. Friedbert Pflüger,
European Center for Energy and Resource Security (EUCERS), Department of War Studies, Kings College, London

11.20 – 11.40
Natural Gas as part of a solution: Encouraging investments!
Jan Karl Karlsen,
Leiter des Büros Berlin, Statoil

11.40 – 12.00
External view: Investing in the European Gas Market – Key issues, economic drivers, conditions and challenges
Der Referent befindet sich in Absprache

12.00 – 12.20
Fragen und Diskussion

12.20 – 12.30
(Teaser-)Vortrag im Plenum mit separatem Workshop: Auch Erdgas kann sexy sein! Gutes (Selbst-)Marketing als A und O und wie man Fehler vermeidet
Erdgas ist ein hochspannendes Produkt: umweltfreundlich, flexibel einsetzbar und sicher. Doch die Vermarktung von Erdgas ist regelmäßig sterbenslangweilig. Hinzu kommt, dass es sich um ein „Low-Interest-Produkt“ für den Kunden handelt. Dabei kann Erdgas einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende beitragen! Was muss die Gaswirtschaft tun, damit Erdgas als spannendes Produkt wahrgenommen wird? Wo muss das Selbstmarketing ansetzen? Wie können die Vorteile in den Vordergrund gerückt werden? Welche Marketingkanäle müssen bespielt werden? Wo kann Digitalisierung dazu beitragen, Erdgas zu promoten? Wie machen Sie Ihre Kunden zu Erdgas-Fans?
Erfahren Sie mehr nach diesem Impulsvortrag im anschließenden Workshop!
Prof. Dr. Anton Meyer, Ordinarius für Betriebswirtschaftslehre, Vorstand des Instituts für Marketing, Ludwig-Maximilians-Universität München

12.30 – 14.00
Gemeinsames Mittagessen

FOKUS SESSION: Security of Supply

14.00 – 14.20
Das Winterpaket der EU: Europas Pläne in Sachen Versorgungssicherheit und Vollendung des Binnenmarktes Gas, das neue Solidaritätsprinzip, die Rolle von LNG und Speichern, die Wärme-Kälte-Strategie
Prof. Dr. Klaus-Dieter Borchardt,
Direktor Energiebinnenmarkt, Generaldirektion Energie, Europäische Kommission, Brüssel

14.20 – 15.30 Diskussion
Security of Supply? Security of Demand!

Wie steht es wirklich um die Versorgungssicherheit in Deutschland? Wo kommt das Gas künftig her? Hinkt der Netzausbau hinterher? Sind die Speicher halbleer? Ist das Solidaritätsprinzip wirklich zielführend? Wer übernimmt Verantwortung? Was kostet Versorgungssicherheit? Wie kann Deutschland seiner Rolle als Gasdrehscheibe Europas gerecht werden? Wer sind die Abnehmer und welcher Gasbedarf wird erwartet? Welche Szenarien sind nach dem Klimaschutzplan 2050 zu erwarten? Wird Erdgas zum Auslaufmodell?
Ralph Bahke, Vorsitzender des Vorstandes, Vereinigung der Ferngasnetzbetreiber e.V. (FNB Gas), Berlin
Dr. Jörg Bergmann, Geschäftsführer, Open Grid Europe GmbH, Essen
Prof. Dr. Klaus-Dieter Borchardt
Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer, BEE Bundesverband Erneuerbare Energie e.V., Berlin
Dr. Christof Günther, Geschäftsführer, InfraLeuna GmbH
Christian Rohde, Geschäftsführer, Etzel-Kavernenbetriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Bremen

15.30 – 16.00
Networking-Pause mit Kaffee und Tee

FOKUS SESSION: Trading & Pricing

16.00 – 16.50 Diskussion
Wegbrechende Mengen, zunehmend standardisierte Produkte mit Einheitswert, immer kurzfristigerer Handel: Der Gashandel muss sich verändern – aber wie?

Wie liquide sind der europäische und der deutsche Gasmarkt wirklich? Wie viele Marktgebiete und wie viele Hubs braucht ein europäischer oder nordwesteuropäischer Binnenmarkt? Wieviel Transparenz bei den Preisen ist notwendig, wo bleibt die Marge? Gehören bilaterale Geschäfte der Vergangenheit an? Welche Volumina werden gehandelt und was braucht es dafür? Für wen ist der Gasgroßhandel überhaupt noch attraktiv? Wie erklärt sich der Erfolg der Börse? Und wie verdient man im Gashandel wieder Geld?
Nicolai von Kistowski, Head of Trading, SET Swiss Energy Trading AG, Zürich
Sylvia Krepska, Gas Operations Coordinator, Statkraft Markets GmbH, Düsseldorf
Helmut Kusterer, Leiter Vertrieb Dienstleistungen, GVS GasVersorgung Süddeutschland GmbH, Stuttgart
Egbert Laege, Chief Executive Officer, Powernext SA, Paris
Dr. Wolfgang Peters, Managing Director, The Gas Value Chain Company GmbH, Mülheim/Ruhr

FOKUS SESSION: Marktraumumstellung L-Gas/H-Gas

16.50 – 17.10 Praxisbeispiel
Die L-Gas-Produktion vor dem Aus – Verantwortung, Herausforderungen und Herangehensweise zur Marktraumumstellung aus Sicht eines Netzbetreibers

Dr. Wolfgang Clemens, Projekte und Projektportfoliomanagement, NEW Netz GmbH, Viersen

17.10 – 17.30
L-Gas/H-Gas-Umstellung: über das Weiterreichen einer heißen Kartoffel
Dr. Sebastian Kerz,
Geschäftsführer, regiocom GmbH, Magdeburg

17.30 – 18.10 Diskussion:
Die offenen Fragen rund um die L-Gas/H-Gas-Umstellung klären!

Die ersten Stadtwerke haben vorgemacht, wie die Marktraumumstellung in der Praxis umgesetzt werden kann. Doch läuft wirklich alles reibungslos? Welche Kosten entstehen und wie werden sie umgelegt? Bestehen noch Hürden bei der Umstellung der Großkunden? Welches Schicksal ereilt Konni? Wann wird aus dem Konvertierungsentgelt eine Umlage? Sind qualitätsübergreifende Marktgebiete immer noch eine gute Idee? Und wie entwickeln sich die Ausgleichsenergiepreise, wenn L-Gas short ist?
Dr. Wolfgang Clemens, Projekte und Projektportfoliomanagement, NEW Netz GmbH, Viersen
Torsten Frank, Geschäftsführer, NetConnect Germany GmbH & Co. KG, Ratingen
Dr. Sebastian Kerz, Geschäftsführer, regiocom GmbH, Magdeburg
Andreas Müller, Referent Gasverteilernetze, Bundesnetzagentur, Bonn
John Werner, Leiter Unternehmensentwicklung & Strategie, Prokurist, Zukunft Erdgas e.V., Berlin

18.10 – 18.30
Zusammenfassung durch den Vorsitzenden

18.30
Ende des 1. Konferenztages

Ab 19.00 Uhr:
Persönliche Gespräche, Netzwerken und Erfahrungen austauschen:

Nach einem intensiven Konferenztag laden wir Sie zu einem gemeinsamen Abendessen in ungezwungener Atmosphäre ein. Besonderes Highlight des Abends ist das Wine Tasting, zu dem regiocom Sie einlädt. Freuen Sie sich auf ein gutes Essen mit exzellenten Weinen!

24. NOVEMBER 2016

9.00 – 9.10
Begrüßung durch EUROFORUM und den Vorsitzenden

DIE WÄRMEWENDE IST DAS ZIEL!

Das gemeinsame Vorgehen von Erneuerbaren und Erdgas ist der Weg

9.10 – 9.30
Die Zusammenlegung von EnEV und EEWärmeG – und die künftige Rolle von Erdgas und Erneuerbare Energien im Wärmemarkt
MinR Peter Rathert,
Referatsleiter B I 3, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin

9.30 – 10.15 Diskussion:
Absatzverluste durch steigende Effizienz: Warum man gemeinsam mit den Erneuerbaren weiter im Wärmemarkt wachsen kann!

Erdgas ist weiterhin der beliebteste Energieträger im Wärmemarkt – gemeinsam mit Erneuerbaren können sie zu einem unschlagbaren Duo werden. Wie kann die Symbiose dieser beiden Energieträger voranschreiten? Welches ist der „richtige“ Wärmemix? Wie entwickeln sich die Preise und wie hoch sind die Wärmegestehungskosten, insbesondere im Vergleich zum Heizöl? Welche Rolle spielt der Primärenergiefaktor? Was bedeutet die Sektorkopplung in der Wärme-Praxis – das Aus für Gasheizungen? Oder ist es zweckmäßiger, den Modernisierungsstau im Heizungskeller aufzulösen? Wie sehen verbraucherfreundliche Rahmenbedingungen aus? Was kostet die Wärmewende?
Till Bullmann, Referatsleiter Wärmemarkt, Brennstoffe, Gebäudeenergie, DIHK – Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V., Berlin
Zoltan Elek, Geschäftsführer, Landwärme GmbH, München
Oliver Hill, Generalbevollmächtigter Handel, VNG – Verbundnetz Gas AG, Leipzig
MinR Peter Rathert
Udo Sieverding, Leiter Bereich Energie, Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e.V., Düsseldorf

10.15-10.45
Networking-Pause mit Kaffee und Tee

BE OPEN MINDED!
MIT PFIFFIGEN IDEEN DIE GASWIRTSCHAFT AUFRÜTTELN UND DEN MARKT REVOLUTIONIEREN

Die Botschaft ist angekommen: Business as usual hilft jetzt nicht mehr weiter. Disruption, Innovation und Kreativität sind gefragt. Der Veränderungsdruck ist erkannt – doch wie gelingt die Umsetzung? Das eigene Geschäftsmodell zu zerlegen und innovative, frische Ideen zu entwickeln, erfordert Mut. Die Bereitschaft, auch mal zu scheitern, ist Grundvoraussetzung.
Nicht nur deswegen schaut auch die Energiewirtschaft zunehmend auf Start-ups: Wie geht man Innovationen richtig an? Was macht ein Start-up so erfolgreich und wie kann man davon lernen? Gute Ideen finden sich auch im eigenen Unternehmen, doch wie verhilft man ihnen zum Durchbruch? Hören Sie den Start-up-Experten zu und lassen Sie sich inspirieren!

10.45 – 11.30
Wie ein Start-up agieren! Die wichtigsten Schritte, um Innovationen im eigenen Hause anzustoßen
Kamil Barbarski,
Geschäftsführer, MAK3it GmbH, Köln
 

11.30 – 12.30

AbendveranstaltungStart-up Pitch: Machen Sie der etablierten Gaswirtschaft Konkurrenz und präsentieren Sie Ihre Ideen für den Wärmemarkt, bei gasbasierten Anwendungen, in der Mobilität, …
Bewerben Sie sich um einen Sprecherplatz und erhalten Sie die Gelegenheit, in fünf Minuten Ihre Idee/Innovation/Ansätze vorzustellen! Im Anschluss können Sie Ihre Ideen mit den Teilnehmern an den anschließenden Thementischen diskutieren.
Einzige Voraussetzung: Ein Bezug zur Gaswirtschaft/Wärmemarkt muss bestehen.



12.30 – 14.00
Gemeinsames Mittagessen

ZUKUNFTSFELDER UND VERTRIEB:

Mit neuen und alten Ideen Wachstum generieren

14.00 – 14.40 Diskussion:
Erfolgsfaktoren im Erdgasvertrieb: Von der kWh zu …

Galt der Gasvertrieb jahrelang als Cash Cow, sinken jetzt auch hier die Margen. Dass es mit der Commodity allein nicht mehr getan ist, ist inzwischen klar. Das gesamte Geschäftsmodell muss überdacht werden – oder gar aufgegeben werden? Wie muss sich der Gasvertrieb aufstellen, um weiterhin Kunden für sich zu gewinnen?
Dr. Jens Nixdorf, Geschäftsführer, Gas-Union GmbH, Frankfurt/Main
Dr. Thomas Rupprich, Geschäftsführer, Bayerngas Energy GmbH, München
Matthias Trunk, Vorstand Vertrieb, GASAG Berliner Gaswerke AG
Ein weiterer Referent befindet sich in Absprache

14.40 – 15.00 Praxisbeispiel
Zukunftsfeld Small Scale LNG: Warum es sich lohnt, auf Mobilität mit Erdgas zu setzen

Der Referent befindet sich in Absprache

15.00 – 15.20 Praxisbeispiel
„Wie geschnitten Brot“ – KWK-Anlagen mit Erdgas als Kassenschlager bei einem stabilen Rechtsrahmen
Cord Müller,
Geschäftsführer, Stadtwerke Aalen GmbH

15.20 – 15.40 Praxisbeispiel
Dem aktuellen Trend folgen: Quartierslösungen mit Erdgas und Erneuerbaren, digital vernetzt

Der Referent befindet sich in Absprache

15.40 – 16.00
Fragen und Diskussion

16.00 – 16.15
Zusammenfassung durch den Vorsitzenden

16.15
Ende der 22. EUROFORUM-Jahrestagung „Erdgas 2016“