Was ist technisch möglich? Gibt der Energiemarkt die Investitionsbedingungen dafür her?

Die Flexibilisierung von konventionellen Kraftwerken und KWK-Anlagen

- beide Tage getrennt buchbar - EUROFORUM KonferenzDiese Veranstaltung hat bereits am 26. und 27. Februar 2013 in Köln stattgefunden!

Programm

Flexibilisierung von konventionellen Kraftwerken

Dienstag, 26. Februar 2013

8.45–9.15
Empfang mit Kaffee und Tee, Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.15–9.30
Begrüßung durch EURO FORUM und den Vorsitzenden des ersten Konferenztages
Dr. Horst Wolter,
Bereichsleiter Marktberatung, BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH, Aachen

Energiepolitische Zeitenwende in Deutschland: Was das Kraftwerk der Zukunft leisten muss

9.30–10.00
Der stetige Ausbau der Erneuerbaren: Technische Anforderungen an die Einsatzflexibilität und wirtschaftliche Folgen für den konventionellen Kraftwerkspark

  • Sinkende Auslastungsgrade und fallende Strompreise – Folgen für die Wirtschaftlichkeit von konventionellen Kraftwerken
  • Erneuerbare und konventionelle Kraftwerke aufeinander abstimmen – Wie das geht
  • Höhere Anforderungen an die Kraftwerke von morgen: Inselnetzfähigkeit, Lastabwurf, Schwarzstartfähigkeit als dynamische Eigenschaften gefragt

Dr. Andreas Huber, Leiter Gasturbine, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Stuttgart

Geringere Mindestlast, schnellere Lastrampen, höhere Anfahrgradienten: Technische Lösungskonzepte für Kohle- und Gaskraftwerke

10.00–10.30
Co-Vortrag
Das „Weltmeisterkraftwerk“ in Düsseldorf – Technische Details und Wirtschaftlichkeit

  • Umfeld für positive Investitionsentscheidung
  • Besondere Merkmale des Projekts
  • Herausforderungen im Energieerzeugungsmarkt – Siemens hat die Antwort
  • Minderung des CO2-Fußabdrucks durch nachhaltige GuD-Technologien, um den Energieerzeugungsmarkt in Balance zu halten
  • Höchster Brennstoffnutzungsgrad und Effizienz durch GuD-Anlagen mit KWK-Auskopplung

Klaus Eurich, Vertriebsdirektor  für GuD-Anlagen in Zentraleuropa. Siemens Energy Sector, Erlangen und
Martin Giehl, Leiter Technik, Umwelt, Qualitätssicherung, Stadtwerke Düsseldorf AG, Düsseldorf

10.30–11.00 Fragen und Diskussion
11.00–11.30 Pause mit Kaffee und Tee

11.30–12.00
Mit Braunkohlekraftwerken fit für die Zukunft: Höhere Wirkungsgrade und Flexibilisierung für Bestands- und Neuanlagen

  • Zukünftige Anforderungen des Marktes
  • Retrofit- und Modernisierungsmaßnahmen an Bestandsanlagen
  • Effizienzverbesserung und Flexibilitätssteigerung für Neuanlagen

Dr. Stefan Berrisch, Leiter Kraftwerkserneuerung, RWE Power AG, Köln

Neue Marktchancen durch Flexibilisierungsmaßnahmen nutzen: Anreize, Erlöse, Märkte

12.00–12.30
Flexibilisierung als Heilsbringer? Warum und wie es sich für konventionelle Kraftwerksbetreiber lohnen kann

  • Welche Einsatzflexibilität erwartet der Markt von konventionellen Kraftwerken?
  • Wie viel ist das Kraftwerk nach der Flexibilisierung wert?
  • Einsatzmöglichkeiten der Kraftwerke am Regelenergiemarkt
  • Die Brennstoff- und CO2-Preise im Blick: Gehört Kohle- oder Gaskraftwerken die Zukunft?

Dr. Ulrich Becher, Leiter Handelsgeführte Kraftwerke Fossil, E.ON Kraftwerke GmbH, Hannover

12.30–13.00 Fragen und Diskussion
13.00–14.15 Gemeinsames Mittagessen

14.15–14.45
Optionen für die Vermarktung von Flexibilitäten – Welche Märkte bieten sich an?

  • Preisvolatilität am Day-Ahead-Markt: Chance zur Vermarktung von Flexibilität
  • Vermarktung von Regelenergie
  • Interdependenzen zwischen den Märkten – Auswirkungen auf die Vermarktungsstrategie
  • Folgerung aus den Interdependenzen: Integrierte Vermarktung von Flexibilitäten auf mehreren Märkten

Dr. Alexander Bade, Berater, r2b energy consulting GmbH, Köln

Die Transformation des Energiesystems und das zukünftige Marktdesign: Welche Impulse für Ihre Investitionen gesetzt werden!

14.45–15.15
Zur Rolle flexibler Kraftwerke und weiterer Flexibilisierungsoptionen in der Energiewende

  • TAB-Bericht und Arbeitsgruppe 3 „Integration“ der Plattform „Erneuerbare Energien“
  • Rechtliche Regelung der „Windreserve“
  • Flexibilisierung vorhandener Kraftwerke und/oder Neuanlagen?
  • Strukturierung des Bedarfs: zeitlich – regional – technologisch

MinDir Franzjosef Schafhausen, Unterabteilungsleiter E I „Energiewende“, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Berlin

15.15–15.45 Fragen und Diskussion
15.45–16.15 Pause mit Kaffee und Tee

16.15-17.15
Podiumsdiskussion
Versorgungssicherheit im Fokus: Finanzielle Anreize für Flexibilisierung und Neubau von Kraftwerken sowie technische Möglichkeiten für mehr Netzstabilität

  • Ausgangssituation: Die sinkenden Strompreise und die Folgen für den Energieversorger
  • Aus der Brille eines Netzbetreibers: Was ist technisch möglich, um die Netzstabilität herzustellen?
  • Zusammenspiel Kraftwerksbetreiber und Netzbetreiber – Wo hakt es?
  • Neue Reservekapazitäten mit Retrofit-Maßnahmen aufbauen!
  • Anforderungen an den zukünftigen Kraftwerkspark aus Sicht der Erneuerbaren
  • Mehr Markt oder mehr Regulierung? – Eine Frage, mehrere Antworten!

Moderation:
Dr. Horst Wolter

Teilnehmer:
Jörg Böwe, Senior Vice President, Head of Business Unit Steam Generation, Hitachi Power Europe GmbH
Norman Gerhardt, Gruppenleiter Energiewirtschaft und Systemanalyse, Fraunhofer IWES, Kassel
Regine Günther, Leiterin Klima und Energiepolitik, WWF Deutschland, Berlin
Dr. Christoph Helle, Generalbevollmächtigter, MVV Energie AG, Mannheim
Alfred Hoffmann, Vice President Asset Optimisation Continental, Vattenfall Europe GmbH, Hamburg
Dr. Arthur Janssen, Abteilungsleiter Marktprodukte und Analysen, swissgrid ag, Frick, Schweiz

17.15 Ende des ersten Konferenztages

Im Anschluss an den ersten Konferenztag sind Sie herzlich zu einem Umtrunk eingeladen. Lassen Sie den Tag in entspannter Atmosphäre ausklingen, nutzen Sie die Gelegenheit zu Gesprächen mit Ihren Fachkollegen und erweitern Sie Ihr Netzwerk!

Flexibilisierung von KWK-Anlagen

Mittwoch, 27. Februar 2013

8.45–9.15
Empfang mit Kaffee und Tee, Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.15–9.30
Begrüßung durch EURO FORUM und den Vorsitzenden des zweiten Konferenztages
Dr. Max Scheidt,
Geschäftsführer, ProCom GmbH, Aachen

Flexibilisierung als wirtschaftlicher Impuls für den Betrieb von KWK-Anlagen

9.30–10.00
Flexible KWK-Anlagen – Energiewirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen für Ihre Investitionen!

  • Technische Potenziale von BHKW am Minutenreservemarkt
  • Welche und wie viel Flexibilisierung ist sinnvoll?
  • Welche Auswirkungen hat die Flexibilisierung auf die CO2-Emissionen?
  • Welche Hemmnisse stehen einer Flexibilisierung im Wege?

Frank Merten, Projektleiter, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH, Wuppertal

10.00–10.30
Was heißt überhaupt flexibel?
Hocheffizienzkriterien für KWK-Anlagen

  • Ohne die Erfüllung der Hocheffizienzkriterien, keine Förderung – Was zu beachten ist!
  • Ermittlung des Primärenergiefaktors für Fernwärmesysteme
  • Technische Komponenten zur Flexibilisierung von KWK-Anlagen

Werner Lutsch, Geschäftsführer, AGFW – Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V., Frankfurt am Main

10.30–11.00 Fragen und Diskussion
11.00–11.30 Pause mit Kaffee und Tee

11.30–12.00
Flexibilisierung von Biogaskraftwerken – Technische Voraussetzungen und Wirtschaftlichkeit

  • Technische Flexibilisierungsoptionen für bestehende Biogaskraftwerke
  • Regelenergiemarkt als attraktives Geschäftsfeld
  • Steuerbare Stromproduktion mittels der Flexibilitätsprämie? – Voraussetzungen und Erlöseffekte
  • Poolkonzepte für Biogasanlagen

Andreas Bünker, Bereichsleiter Vertrieb und Marketing, PlanET Biogastechnik GmbH, Essen

Flexibilisierung der KWK-Anlagen über Wärmespeicher

12.00–12.30
Wärmespeicher
Funktion, Auslegung, Netzintegration und Wirtschaftlichkeit von Wärmespeichern

  • Voraussetzungen und Einsatzgrenzen
  • Bauweisen
  • Planungsschritte zur Auslegung eines wärmegeführten Speichers
  • Problematik: Netzintegration
  • Kosten und Wirtschaftlichkeit

Roland Ziegler, GEF Ingenieur AG, Leimen

12.30–13.00 Fragen und Diskussion
13.00–14.15 Gemeinsames Mittagessen

14.15–14.45
Investitionen in Fernwärmespeicher lohnen sich!

  • Erfahrungen aus der Praxis
  • Welche Vorteile Fernwärmespeicher mit sich bringen
  • Ökonomische und technische Parameter von Fernwärmespeichern
  • Der Fernwärmespeicher im praktischen Einsatz – Erfahrungsbericht aus Salzburg

Gerald Tscherne, Leiter Kraftwerke, Salzburg AG für Energie, Verkehr & Kommunikation, Salzburg, Österreich

Innovative Ansätze sind gefragt: Flexibilisierung der Erzeugung mit Kältespeichern und virtuellen Kraftwerken

14.45–15.15
Kältespeicher – Systemeinbindung mit vielen Freiheitsgraden

  • Große Kältezentralen mit Kompressions- oder Absorptionskältemaschinen
  • Vor- und Nachteile im wirtschaftlichen und ökologischen Kontext
  • Aufbau und Betrieb von großen Kaltwasserspeichern
  • Optimierung des Systembetriebs und anschauliche Darstellung anhand eines Monitorings
  • Neue Entwicklungen und Tendenzen

Dr. Thorsten Urbaneck, Bereichsleiter Thermische Energiespeicher, Technische Universität Chemnitz, Chemnitz

15.15–15.45 Fragen und Diskussion
15.45–16.15 Pause mit Kaffee und Tee

16.15–16.45
Das volle Potenzial von KWK-Anlagen erschließen – Mit virtuellen Kraftwerken!

  • Optimierung des Brennstoffmixes und Reduzierung des CO2-Ausstoßes
  • Mathematische Abbildung und Zusammenführung der Erzeugeranlagen
  • Auslegung und Betrieb eines virtuellen Kraftwerks
  • Vermarktungsoptionen mit virtuellen Kraftwerken

Christian Oertel, Key Account Manager, ProCom GmbH, Aachen

Den größten Erlös mit KWK-Anlagen erzielen: Vermarktungsoptionen im Blick

16.45–17.15
KWK-Stromvermarktung am Spotmarkt aus der Sicht eines Stadtwerks

  • Kosten der Strombereitstellung aus KWK
  • Die Entwicklung des Spotmarktpreises und dessen Einfluss auf zukünftige Investitionen
  • Platzierung der Anlage am Spotmarkt – Einsatzoptimierung und Simulation
  • Energievermarktung bei geförderten und nicht mehr geförderten KWK-Anlagen

Arne Jan Hinz, Gruppenleiter Technisches Controlling, Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH, Schwäbisch Hall

17.15–17.45 Fragen und Diskussion
17.45 Ende des zweiten Konferenztages