Kompaktwissen

Geldwäsche & Compliance

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Bei unseren individuellen Seminaren haben wir uns noch auf keinen Ort oder auf ein Datum festgelegt. Lassen Sie sich unverbindlich als Interessent/in für ein Thema aufnehmen und äußern Sie Wünsche, was Termin und Ort anbelangt. Gemeinsam mit Ihnen und unserem Trainernetzwerk finden wir dann den Termin, der Ihnen am besten passt.

Programm


Anforderungen an die Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Finanzbereich

Ihre Referenten:
Hans-Martin Lang,
Referatsleiter für Grundsatz-, Rechts- und Internationale Fragen, BaFin
Sebastian Glaab, Geldwäschebeauftragter, Compliance-Officer, VTB Bank (Deutschland) AG

Gesetzliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen

  • Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung als Bestandteil des Risikomanagements
  • Letztverantwortlichkeit der Geschäftsleitung
  • Überblick über die internationalen/europäischen Standards
    • Konventionen
    • Financial Action Task Force (FATF)
    • Europäische Richtlinien und Verordnungen
  • Rechtliche Grundlagen und Pflichten, die für Ihre Arbeit unabdingbar sind
    • StGB (§ 261 StGB; Strafvorschriften die Terrorismusfinanzierung betreffend)
    • Geldwäschegesetz als Rahmen- bzw. Auffanggesetz
      • Verpflichtetenkreis, Risikoorientierter Ansatz, Sorgfaltspflichten (allgemeine, erleichterte, erhöhte), Interne Sicherungsmaßnahmen (inkl. Aufgaben und Stellung des Geldwäschebeauftragten), Aufzeichnungsund Aufbewahrungspflicht, Verdachtsanzeigepflicht, Sonstige Pflichten, Bußgelder/sonstige Sanktionen
    • Ergänzende/abweichende geldwäscherechtliche Vorschriften in den Fachgesetzen (KWG, VAG, InvG, ZAG)
    • Pflichten aus der EU-Geldtransfer-VO
  • Ausblick: Künftige Anforderungen nach den neuen Standards der Financial Action Task Force (FATF)/4. EU-Geldwäscherichtlinie

Praktische und risikoorientierte Anforderungen im täglichen Business der Geldwäsche-Prävention

  • Gefährdungsanalyse
    • Aufbau und Umfang einer Gefährdungsanalyse – Rundschreiben 8/2005
    • Aktualisierungspflicht
  • Research & Monitoring
    • Indizien und Parameter
    • Sind die Research- und Monitoringmaßnahmen aus der Gefährdungsanalyse ableitbar?
  • Arbeitsrichtlinien
    • Inhalt und Adressat
    • Wer ist für die Erstellung/Aktualisierung verantwortlich?
  • Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitern
    • Schulungsarten und -intervalle, Informationsschreiben
  • Verdachtsmeldewesen: Schwellenwert der Verdachtsmeldung – Wann muss ich eine Verdachtsmeldung erstellen?
  • Interpretation der Gesetze anhand von Beispielen

Am ersten Abend laden wir Sie sehr herzlich zu einem gemeinsamen Umtrunk im Hotel ein. Nutzen Sie die Gelegenheit Ihre Praxiserfahrungen auszutauschen und erste Kontakte zu knüpfen.

Ihr Tagungshotel

Am Abend des ersten Veranstaltungstages lädt Sie das Dorint Hotel Pallas zu einem Umtrunk ein.


Compliance-Anforderungen an die zentrale Stelle nach § 25c KWG, Best Practices, Haftungsfragen und Zusammenarbeit mit Behörden

Ihre Referenten:
Sebastian Glaab

Jochen Kindermann, Partner, Simmons & Simmons LLP
Dr. Hans Ernst Richter, Oberstaatsanwalt, Staatsanwaltschaft Stuttgart

Compliance-Anforderungen und zentrale Stelle

  • Einrichtung der zentralen Stelle – Anforderungen und Gestaltungsspielräume
  • Managen von Risiken – Risikolagen am praktischen Beispiel einschätzen
    • Identifizieren und Analysieren von Risiken
    • Wo Sie eingreifen müssen – Definition von möglichen Risikoklassen (Abteilungen, Kunden, Produkte) bei Direktbanken, Universalbanken, öffentlichen Banken und Institutionen mit hohem Zahlungsvolumen
    • Verständnis und Analyse von Prozessen
    • Bewertung von Vorfällen
    • Research & Monitoring
    • Einsatz von IT
  • Auslegungs- und Anwendungshinweise der DK (Deutsche Kreditwirtschaft)
    • Definition von sonstigen strafbaren Handlungen gemäß § 25c KWG
    • Zuständigkeit – Zentrale Stelle
    • Gefährdungsanalyse zur Verhinderung sonstiger strafbarer Handlungen
    • Sicherungsmaßnahmen (allgemeine und konkrete)
  • Austausch mit anderen Abteilungen und Weiterentwicklung des Compliance-Systems
  • Herangehensweise und praktische Umsetzung
    • Beispiele: Gift-Policy und Einladungen
    • Ethik, Verhaltenskodex und konkrete Richtlinien
    • Aufdeckung und Ermittlung
  • Whistleblowing – ein neues Feld in der Compliance-Landschaft? Wie gestalte ich den Wistleblowing-Prozess möglichst effektiv?
  • Haftung, Garantenpflicht des GW-Verantwortlichen bzw. Compliance-Officers

Staatsanwaltliche und betriebliche Ermittlungen – Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit

  • Organisation und Arbeitsweise der Staatsanwaltschaften in Wirtschaftsstrafsachen
    • Zusammenarbeit Staatsanwaltschaft und Polizei
    • Das Legalitätsprinzip im Verständnis des Staatsanwalts
    • Compliance aus Sicht des Strafrechts
  • Ablauf einer Ermittlung im Verdachtsfall
    • Interne oder externe Ermittlung?
    • Datenanalyse und Vernehmungen
    • Bewertung von Vorfällen und Weiterentwicklung des Compliance-Systems
  • Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit Aufsichtsbehörden, Staatsanwaltschaft bzw. Ermittlungsbehörden
    • Auslöser für aufsichtsrechtliche Verfahren und Ermittlungsverfahren, insbesondere auch Wechselwirkung mit Sonderprüfungen nach § 44 KWG
    • Ablauf des Verfahrens
    • Verhalten gegenüber den Behörden
    • Lessons learned

Am Abend des zweiten Akademietages laden wir Sie sehr herzlich zu einer Stadtführung durch Wiesbaden mit anschließendem Abendessen ein. Festigen Sie die neu gewonnenen Kontakte!


Risikoorientierte Prüfungen, Prüf-BV und Datenschutz

Ihre Referenten:
Dirk Auerbach,
Partner, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Tim Wybitul, Of Counsel, Hogan Lovells International LLP

Geldwäsche in der Abschlussprüfung/Interne Revision

  • Prüfberichtsverordnung
  • Der neue IDW PS 980
  • Prüfungspflichten der Internen Revision
  • Abschlussprüfungsanforderungen gemäß dem Rundschreiben der BaFin

Schnittstelle Datenschutz

  • Grundlagen des Datenschutzes
    • Was muss man bei der GW-Prävention über den Datenschutz wissen?
    • Welche Risiken drohen, z.B. Gewinnabschöpfung, Bußgelder, Rufschäden?
    • Typische Fehler und Stolpersteine
    • Lösungsansätze, Praxistipps, Beispiele
  • Mögliche Konfliktfelder zwischen Datenschutz, GWG und Betrugsprävention?
    • Wo kann es Konflikte mit der Einhaltung von Datenschutzregeln geben und wo darf uneingeschränkt ermittelt werden?
    • Welche Möglichkeiten eröffnet der neue § 25c KWG für die Geldwäscheprävention?
    • Zulässigkeit von Datenabgleichen
    • Zusammenspiel und Zusammenarbeit mit Datenschutzbehörden und Datenschutzbeauftragten
    • Überblick über die Anforderungen des neuen Beschäftigtendatenschutzes

Ihr Abend zur freien Verfügung! Unser Tipp: Entdecken Sie die historische Wiesbadener Altstadt, zum Beispiel das Kurhaus. In der Altstadt ist immer etwas los!


Wertpapier-Compliance in der Praxis

Ihr Referent:
Hartmut Renz,
Rechtsanwalt, Leiter der Compliance-Stelle Kapitalmarkt/Group Compliance Officer Capital Markets, Helaba Landesbank Hessen-Thüringen

  • Anforderungen aus dem Wertpapierhandelsgesetz und MaComp
  • Organisationsvorgaben an die Compliance-Funktion
    • Stellung, Befugnisse, Unabhängigkeit
    • Risikoanalyse
    • Überwachungsplan
  • Mitarbeitergeschäfteüberwachung
  • Insiderrecht
    • Insiderhandelsverbot
    • Ad-hoc-Publizität
    • Insiderverzeichnisse
  • Marktmanipulation
  • Leerverkäufe
  • Verdachtsanzeigen
  • Wertpapierkundengeschäft
    • Best execution
    • Anlageberatung
    • Anlageberatungsprotokoll
    • Interessentennotiz
    • Kundenklassifizierung
    • Angemessenheitstest
    • Geeignetheitstest
  • Marketingmaterial
  • Produktinformationsblätter, Vermögensanlageninformationsblatt, wesentliche Anlegerinformationen
  • Praxisbeispiele und Workshop
  • Dos & Don'ts

Ihr Abend zur freien Verfügung! Nehmen Sie sich heute bewusst Zeit, das Erlernte Revue passieren zu lassen, zum Beispiel bei einem Wellness-Aufenthalt im Thermalbad Aukammtal oder einem Theaterbesuch.


Compliance nach MaRisk

Ihr Referent:
Jochen Kindermann,
Partner, Simmons & Simmons LLP

  • Kontext regulatorischer Vorgaben
    • Basel III/CRD IV: Organisationsanforderungen und aufsichtsrechtliche Überprüfung
    • Entstehung: Konsolidierung verschiedener Verlautbarungen
    • Zusammenspiel mit anderen Normen: norminterpretierend zum KWG
  • MaRisk Novelle – Was kommt; was bleibt?
    • Zeitplan
    • Grundlagen
      • Basel III/CRD IV
      • Die "Guidelines on Internal Governance" der European Banking Authority EBA
      • Weitere Regelungen – EBA, CEBS, ESRB
    • Aufbau und wesentliche Inhalte
    • Inhalt – neue Instrumente
      • Risikotragfähigkeitskonzept
      • Kapitalplanungsprozess
      • Compliance-Funktion
      • Liquiditätstransferpreissystem
      • Risikomanagement
  • Neue Aufgaben für die Compliance-Funktion (Bündelung der Kapitalmarkt-Compliance, der Geldwäsche- und Betrugsprävention sowie Finanzsanktionen/Embargo)
  • Änderung der Stellung der Compliance-Funktion in der Unternehmensorganisation
  • Neudefinition von Schnittstellen zu anderen Organisationseinheiten
  • Öffnungsklauseln
  • Handlungsbedarf – Aufgaben für die Compliance-Funktion?

An allen Tagen sind flexible Kaffeepausen jeweils vor- und nachmittags eingeplant. Der letzte Tag endet gegen 15.00 Uhr, so dass eine entspannte Abreise möglich ist, oder verbringen Sie das Wochenende in Wiesbaden.