Kompaktwissen

Geldwäsche & Compliance

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Bei unseren individuellen Seminaren haben wir uns noch auf keinen Ort oder auf ein Datum festgelegt. Lassen Sie sich unverbindlich als Interessent/in für ein Thema aufnehmen und äußern Sie Wünsche, was Termin und Ort anbelangt. Gemeinsam mit Ihnen und unserem Trainernetzwerk finden wir dann den Termin, der Ihnen am besten passt.

Programm

Modul 1| 5. Mai 2014

Anforderungen an die Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung und risikoorientierte Prüfungen

Ihre Referenten:
Dirk Auerbach, Partner, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Sebastian Glaab, Geldwäschebeauftragter, Compliance-Officer, VTB Bank (Deutschland) AG
Simone Hentschel, Senior Manager Regulatory Services Group, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gesetzliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen

  • Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung als Bestandteil des Risikomanagements
  • Letztverantwortlichkeit der Geschäftsleitung
  • Überblick über die internationalen/europäischen Standards
    • Konventionen
    • Financial Action Task Force (FATF)
    • Europäische Richtlinien und Verordnungen
  • Rechtliche Grundlagen und Pflichten, die für Ihre Arbeit unabdingbar sind
    • StGB (§ 261 StGB; Strafvorschriften die Terrorismusfinanzierung betreffend)
    • Geldwäschegesetz als Rahmen- bzw. Auffanggesetz
  • Verpflichtetenkrei
  • Risikoorientierter Ansatz
  • Sorgfaltspflichten (allgemeine, erleichterte, erhöhte)
  • Interne Sicherungsmaßnahmen (inkl. Aufgaben und Stellung des Geldwäschebeauftragten)
  • Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht
  • Verdachtsanzeigepflicht • Sonstige Pflichten
  • Bußgelder/sonstige Sanktionen
  • Ergänzende/abweichende geldwäscherechtliche Vorschriften in den Fachgesetzen (KWG, VAG, InvG, ZAG)
  • Pflichten aus der EU-Geldtransfer-VO
  • Künftige Anforderungen nach den neuen Standards der Financial Action Task Force (FATF) und 4. EU-Geldwäscherichtlinie

Geldwäsche in der Abschlussprüfung/Interne Revision

  • Prüfberichtsverordnung
  • Der neue IDW PS 980
  • Prüfungspflichten der Internen Revision
  • Abschlussprüfungsanforderungen gemäß dem Rundschreiben der BaFin

Praktische und risikoorientierte Anforderungen im täglichen Business der Geldwäsche-Prävention

  • Gefährdungsanalyse
    • Aufbau und Umfang einer Gefährdungsanalyse – Rundschreiben 8/2005
    • Aktualisierungspflicht
  • Research & Monitoring (Indizien und Parameter; Sind die Research- und Monitoringmaßnahmen aus der Gefährdungsanalyse ableitbar?)
  • Arbeitsrichtlinien (Inhalt und Adressat; Wer ist für die Erstellung/Aktualisierung verantwortlich?)
  • Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitern (Schulungsarten und -intervalle; Informationsschreiben)
  • Verdachtsmeldewesen: Schwellenwert der Verdachtsmeldung – Wann muss ich eine Verdachtsmeldung erstellen?
  • Interpretation der Gesetze anhand von Beispielen

Am ersten Abend laden wir Sie sehr herzlich zu einem gemeinsamen Umtrunk im Hotel ein. Nutzen Sie die Gelegenheit Ihre Praxiserfahrungen auszutauschen und erste Kontakte zu knüpfen.

Am Abend des ersten Veranstaltungstages lädt Sie das Lindner Hotel herzlich zu einem Umtrunk ein.

Modul 2| 6. Mai 2014

Sonstige strafbare Handlungen – Die praktischen Aufgaben der zentralen Stelle nach dem § 25c KWG

Ihre Referenten:
Sebastian Glaab
RA Lars-Heiko Kruse, Senior Manager, Pricewaterhouse Coopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anforderungen an die Compliance-Funktion

  • Erfordernisse aus dem CRD IV-Umsetzungsgesetz
  • Stellung des Compliance-Officers und Pflichten der Geschäftsleitung durch § 25a KWG in Bezug auf die Compliance-Funktion

Einrichtung der zentralen Stelle

  • Anforderungen und Gestaltungsspielräume
  • Definition von sonstigen strafbaren Handlungen gemäß § 25c KWG
  • Zuständigkeiten – Zentrale Stelle
  • Auslegungs- und Anwendungshinweise der DK (Deutsche Kreditwirtschaft)

Praxisbeispiele aus der Compliance-Arbeit

  • Managen von Risiken – Risikolagen einschätzen am praktischen Beispiel
  • Identifizierung und Analysieren von Risiken (Wo Sie eingreifen müssen – Definition von möglichen Risikoklassen (Abteilungen, Kunden, Produkte) bei Direktbanken, Universalbanken, öffentlichen Banken und Institutionen mit hohem Zahlungsvolumen
  • Verständnis und Analyse von Prozessen
  • Bewertung von Vorfällen
  • Research & Monitoring
  • Gefährdungsanalyse zur Verhinderung sonstiger strafbarer Handlungen
  • Allgemeine und konkrete Sicherungsmaßnahmen
  • Organisation: Austausch mit anderen Abteilungen und Weiterentwicklung des Compliance-Systems
  • Herangehensweise und praktische Umsetzung
  • Beispiele: Gift-Policy und Einladungen
  • Ethik, Verhaltenskodex und konkrete Richtlinien
  • Whistleblowing: Erfahrungswerte seit der Einführung

Am Abend des zweiten Akademietages laden wir Sie sehr herzlich zu einer Stadtführung durch Frankfurt am Main mit anschließendem Abendessen im Restaurant "Mainnizza" ein. Festigen Sie bei einem traumhaften Ausblick auf den Main die neu gewonnenen Kontakte! Lernen Sie Frankfurt von einer anderen Seite kennen.

Modul 3| 7. Mai 2014 Modul 4

Ermittlungen und Verdachtsmeldungen im Bereich Geldwäscheprävention sowie Datenschutz

Ihre Referenten:
Dr. Wolf-Tassilo Böhm, Associate, Hogan Lovells Frankfurt
Dr. Richard Reimer, Partner, Praxisgruppe Bank- und Finanzrecht
Dr. Hans Ernst Richter, Oberstaatsanwalt, Staatsanwaltschaft Stuttgart

Ermittlungen und Zusammenarbeit mit Behörden

  • Ablauf einer Ermittlung im Verdachtsfall
  • Interne oder externe Ermittlung?
  • Datenanalyse und Vernehmungen
  • Bewertung von Vorfällen und Weiterentwicklung des Compliance-Systems
  • Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit Aufsichtsbehörden, Staatsanwaltschaft bzw. Ermittlungsbehörden am Beispiel
  • Auslöser für aufsichtsrechtliche Verfahren und Ermittlungsverfahren, insbesondere auch Wechselwirkung mit Sonderprüfungen nach § 44 KWG
  • Ablauf des Verfahrens
  • Verhalten gegenüber den Behörden
  • Lessons learned

Schnittstelle Datenschutz

  • Grundlagen des Datenschutzes
  • Was muss man bei der GW-Prävention über den Datenschutz wissen?
  • Welche Risiken drohen, z. B. Gewinnabschöpfung, Bußgelder, Rufschäden?
  • Typische Fehler und Stolpersteine
  • Lösungsansätze, Praxistipps, Beispiele
  • Mögliche Konfliktfelder zwischen Datenschutz, GWG und Betrugsprävention?
  • Wo kann es Konflikte mit der Einhaltung von Datenschutzregeln geben und wo darf uneingeschränkt ermittelt werden?
  • Welche Möglichkeiten eröffnet der neue § 25c KWG für die Geldwäscheprävention?
  • Zulässigkeit von Datenabgleichen
  • Zusammenspiel und Zusammenarbeit mit Datenschutzbehörden und Datenschutzbeauftragten
  • Überblick über die Anforderungen des neuen Beschäftigtendatenschutzes

Modul 4| 8. Mai 2014

Compliance im Blickpunkt der neuen MaRisk

Ihr Referent:
Dirk Brechfeld, Senior Manager, Steuerberater, EMEIA Financial Services Advisory, Ernst & Young GmbH

Compliance Funktion nach MaRisk – Aufsichtsrechtliche Anforderungen und Haftungsaspekte

  • Aufsichtsrechtliche Anforderungen gemäß 4. MaRisk-Novelle
  • Stand der Umsetzung, Feststellungen und Entwicklungstendenzen
  • Haftungsrisiken bzw. -aspekte aus unterschiedlicher Perspektive (Compliance Officer, Vorstand, Aufsichtsrat)

Organisation der MaRisk-Compliance – Aufsichtskonforme Organisationsvarianten und Einbettung in das Institut (Schnittstellen)

  • Zentrale versus dezentrale Organisation (aufsichtsrechtlicher "Regelfall" und weitere Organisationsvarianten)
  • Zusammenarbeit mit anderen Organisationseinheiten (Schnittstellen)
  • Organisation der MaRisk-Compliance in Gruppenstrukturen
  • Praxisbeispiele

Verantwortlichkeiten und Aufgaben – Instrumentarium und Compliance Risk Assessment nach MaRisk

  • Compliance Framework-Instrumentarium (Policy, Handbuch, Reporting etc.)
  • Konzeption und Durchführung eines MaRisk Compliance Assessments bzw. Mappings
  • Offene Punkte, Herausforderungen und Ausblick