Kompaktwissen

Geldwäsche & Compliance

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Bei unseren individuellen Seminaren haben wir uns noch auf keinen Ort oder auf ein Datum festgelegt. Lassen Sie sich unverbindlich als Interessent/in für ein Thema aufnehmen und äußern Sie Wünsche, was Termin und Ort anbelangt. Gemeinsam mit Ihnen und unserem Trainernetzwerk finden wir dann den Termin, der Ihnen am besten passt.

Programm

Modul 1: 27. August 2012

Anforderungen an die Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Finanzbereich

Ihre Referenten:
Hans-Martin Lang, Referatsleiter für Grundsatz-, Rechts- und Internationale Fragen, BaFin
Sebastian Glaab, Geldwäschebeauftragter, Compliance-Officer, VTB Bank (Deutschland) AG

Gesetzliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen

  • Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung als Bestandteil des Risikomanagements
  • Letztverantwortlichkeit der Geschäftsleitung – Was bedeutet das konkret?
  • Wo kommt das alles her? – Überblick über die internationalen/europäischen Standards
    • Konventionen
    • Financial Action Task Force (FATF)
    • Europäische Richtlinien und Verordnungen
  • Rechtliche Grundlagen und Pflichten, die für Ihre Arbeit unabdingbar sind
    • StGB (§ 261 StGB; Strafvorschriften die Terrorismusfinanzierung betreffend)
    • Geldwäschegesetz als Rahmen- bzw. Auffanggesetz
      • Verpflichtetenkreis
      • Risikoorientierter Ansatz
      • Sorgfaltspflichten (allgemeine, erleichterte, erhöhte)
      • Interne Sicherungsmaßnahmen (inkl. Aufgaben und Stellung des Geldwäschebeauftragten)
      • Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht Verdachtsanzeigepflicht
      • Sonstige Pflichten
      • Bußgelder/sonstige Sanktionen
    • Ergänzende/abweichende geldwäscherechtliche Vorschriften in den Fachgesetzen (KWG, VAG, InvG, ZAG)
    • Pflichten aus der EU-Geldtransfer-VO
  • Ausblick: Künftige Anforderungen nach den neuen Standards der Financial Action Task Force (FATF)/4. EU-Geldwäscherichtlinie

Praktische und risikoorientierte Anforderungen im täglichen Business der Geldwäsche-Prävention

  • Gefährdungsanalyse
    • Aufbau und Umfang einer Gefährdungsanalyse – Rundschreiben 8/2005
    • Aktualisierungspflicht
  • Research & Monitoring
    • Indizien und Parameter
    • Sind die Research- und Monitoringmaßnahmen aus der Gefährdungsanalyse ableitbar?
  • Arbeitsrichtlinien
    • Inhalt und Adressat
    • Wer ist für die Erstellung/Aktualisierung verantwortlich?
  • Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitern
    • Schulungsarten und -intervalle
    • Informationsschreiben
  • Verdachtsmeldewesen: Schwellenwert der Verdachtsmeldung – Wann muss ich eine Verdachtsmeldung erstellen?
  • Interpretation der Gesetze anhand von Beispielen

Am ersten Abend laden wir und das Hilton Mainz Sie sehr herzlich zu einem gemeinsamen Umtrunk im Hotel ein.
Nutzen Sie die Gelegenheit Ihre Praxiserfahrungen auszutauschen und erste Kontakte zu knüpfen.

Modul 2: 28. August 2012

Sonstige strafbare Handlungen – Die neuen Herausforderungen an die zentrale Stelle nach dem neuem § 25c KWG

Ihre Referenten:
Sebastian Glaab
Jochen Kindermann,
Partner, Simmons & Simmons LLP

  • Einrichtung der zentralen Stelle – Anforderungen und Gestaltungsspielräume
  • Managen von Risiken – Risikolagen am praktischen Beispiel einschätzen
    • Identifizierung und Analysieren von Risiken
    • Wo Sie eingreifen müssen – Definition von möglichen Risikoklassen (Abteilungen, Kunden, Produkte) bei Direktbanken, Universalbanken, öffentlichen Banken und Institutionen mit hohem Zahlungsvolumen
    • Verständnis und Analyse von Prozessen
    • Bewertung von Vorfällen
    • Research & Monitoring
    • Einsatz von IT
  • Auslegungs- und Anwendungshinweise der DK (Deutsche Kreditwirtschaft)
    • Definition von sonstigen strafbaren Handlungen gemäß § 25c KWG
    • Zuständigkeit – Zentrale Stelle
    • Gefährdungsanalyse zur Verhinderung sonstiger strafbarer Handlungen
    • Sicherungsmaßnahmen
      • Allgemeine Sicherungsmaßnahmen
      • Konkrete Sicherungsmaßnahmen
  • Austausch mit anderen Abteilungen und Weiterentwicklung des Compliance-Systems
  • Herangehensweise und praktische Umsetzung
    • Beispiele: Gift-Policy und Einladungen
    • Ethik, Verhaltenskodex und konkrete Richtlinien
    • Aufdeckung und Ermittlung
  • Whistleblowing – ein neues Feld in der Compliance-Landschaft?
    • Wie gestalte ich den Wistleblowing-Prozess möglichst effektiv?
  • Haftung, Garantenpflicht des GW-Verantwortlichen bzw. Compliance-Officers

Abendveranstaltung Am Abend des zweiten Akademietages laden wir Sie sehr herzlich zu einer Stadtführung durch Mainz mit anschließendem Abendessen ein. Festigen Sie die neu gewonnenen Kontakte!

Modul 3: 29. August 2012

Risikoorientierte Prüfungen, Ermittlungen und Verdachtsmeldungen im Bereich Geldwäscheprävention sowie Datenschutz

Ihre Referenten:
Dirk Auerbach, Partner, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Jochen Kindermann
Tim Wybitul, Of Counsel, Hogan Lovells International LLP

Ermittlungen und Zusammenarbeit mit Behörden

  • Ablauf einer Ermittlung im Verdachtsfall
    • Interne oder externe Ermittlung?
    • Datenanalyse und Vernehmungen
    • Bewertung von Vorfällen und Weiterentwicklung des Compliance-Systems
  • Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit Aufsichtsbehörden, Staatsanwaltschaft bzw. Ermittlungsbehörden am Beispiel
    • Auslöser für aufsichtsrechtliche Verfahren und Ermittlungsverfahren, insbesondere auch Wechselwirkung mit Sonderprüfungen nach § 44 KWG
    • Ablauf des Verfahrens
    • Verhalten gegenüber den Behörden
    • Lessons learned

Geldwäsche in der Abschlussprüfung/Interne Revision

  • Prüfberichtsverordnung
  • Der neue IDW PS 980
  • Prüfungspflichten der Internen Revision
  • Abschlussprüfungsanforderungen gemäß dem Rundschreiben der BaFin

Schnittstelle Datenschutz

  • Grundlagen des Datenschutzes
    • Was muss man bei der GW-Prävention über den Datenschutz wissen?
    • Welche Risiken drohen, z.B. Gewinnabschöpfung, Bußgelder, Rufschäden?
    • Typische Fehler und Stolpersteine
    • Lösungsansätze, Praxistipps, Beispiele
  • Mögliche Konfliktfelder zwischen Datenschutz, GWG und Betrugsprävention?
    • Wo kann es Konflikte mit der Einhaltung von Datenschutzregeln geben und wo darf uneingeschränkt ermittelt werden?
    • Welche Möglichkeiten eröffnet der neue § 25c KWG für die Geldwäscheprävention?
    • Zulässigkeit von Datenabgleichen
    • Zusammenspiel und Zusammenarbeit mit Datenschutzbehörden und Datenschutzbeauftragten
    • Überblick über die Anforderungen des neuen Beschäftigtendatenschutzes

Ihr Abend zur freien Verfügung!
Unser Tipp: Entdecken Sie die historische Mainzer Altstadt, zum Beispiel mit einem Besuch des Mainzer Doms oder die vielen verwinkelten Gassen, die kuriose Namen wie Nasengässchen, Heringsbrunnengasse oder Leichhof tragen. In der Altstadt ist immer etwas los!

Modul 4: 30. August 2012

Wertpapier-Compliance in der Praxis

Ihr Referent:
Hartmut Renz, Rechtsanwalt, Leiter der Compliance-Stelle Kapitalmarkt/Group Compliance Officer Capital Markets, Helaba Landesbank Hessen-Thüringen

  • Anforderungen aus dem Wertpapierhandelsgesetz und MaComp
  • Organisationsvorgaben an die Compliance-Funktion
    • Stellung, Befugnisse, Unabhängigkeit
    • Risikoanalyse
    • Überwachungsplan
  • Mitarbeitergeschäfteüberwachung
  • Insiderrecht
    • Insiderhandelsverbot
    • Ad-hoc-Publizität
    • Insiderverzeichnisse
  • Marktmanipulation
  • Leerverkäufe
  • Verdachtsanzeigen
  • Wertpapierkundengeschäft
    • Best execution
    • Anlageberatung
    • Anlageberatungsprotokoll
    • Interessentennotiz
    • Kundenklassifizierung
    • Angemessenheitstest
    • Geeignetheitstest
  • Marketingmaterial
  • Produktinformationsblätter, Vermögensanlageninformationsblatt, wesentliche Anlegerinformationen
  • Praxisbeispiele und Workshop
  • Dos & Don'ts