Immissionsschutzrecht im Wandel

Aktuelle Entwicklungen für Anlagenbetreiber EUROFORUM JahrestagungDiese Veranstaltung hat bereits am 27. bis 29. November 2012 in Düsseldorf stattgefunden!

Programm

Dienstag, 27.11.2012

9.30 – 10.00 Empfang mit Kaffee und Tee,
Ausgabe der Tagungsunterlagen

10.00 – 10.15
Begrüßung durch EUROFORUM und den Vorsitzenden
Prof. Dr. Martin Beckmann,
Rechtsanwalt, Partner, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Baumeister Rechtsanwälte

Aktuelle Rechtsprechung

10.15 – 10.45
Aktuelle Rechtsprechung zum Immissionsschutzrecht – Insbesondere Rechtsprechung des OVG NRW

  • Verhältnis von Immissionsschutzrecht zu Wasserrecht
  • FFH-Verträglichkeitsprüfung
  • Irrelevanzschwellen
  • Klagerecht von Umweltverbänden, u.a. unmittelbare Anwendung der Aarhus-Konvention

Prof. Dr. Max-Jürgen Seibert, Vorsitzender Richter, 8. Senat, Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen

10.45 – 11.30
Verfahrensfehler in der gerichtlichen Kontrolle

  • Begriff und Bedeutung des Verwaltungsverfahrensrechts
    • Äußere Koordination der Verfahrensbeteiligten
    • Steuerung des inneren Willensbildungs- und Entscheidungsprozesses, dienende Funktion
    • Konsensstiftende Bedeutung
    • Beispiele fehleranfälliger Verfahrensvorschriften
  • Anfechtbarkeit von Genehmigungen wegen Verfahrensfehlern
    • Durch Individualkläger (relative und absolute Verfahrensrechte, UVP-Interessentenklage durch § 4 Abs. 3 UmwRG)
    • Durch Umweltschutzverbände (Umfang des Verbandsklagerechts)
  • Umfang und Grenzen des prozessualen Aufhebungsanspruchs

Prof. Dr. Jürgen Held, Vorsitzender Richter, 8. Senat, Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz

11.30 – 12.00 Fragen und Diskussion

Emissionshandel

12.00 – 12.30
Kapazitätsverringerungen und Betriebseinstellungen im Emissionshandel

  • Aktueller Stand des Emissionshandels
  • Bedeutung von Kapazitätsverringerungen für die Zuteilung
  • Vorliegen von Betriebseinstellungen und Auswirkungen auf die Teilnahme am Emissionshandel

Prof. Dr. Walter Frenz, Leiter des Lehr- und Forschungsgebietes Berg-, Umwelt- und Europarecht, RWTH Aachen

12.30 – 14.00 Aperitif und gemeinsames Mittagessen
Das Hotel Innside by Meliá lädt Sie herzlich zu einem Aperitif vor dem Mittagessen ein.

Umsetzung der IED-Richtlinie

14.00 – 14.45
Überblick über Gesetzentwurf und Artikelverordnung

  • Überblick über die Umsetzungspakete
  • Novellierung der 13. und 17. BImSchVO (2. Verordnungspaket)
  • Ausgewählte Einzelheiten der Umsetzung

Ministerialdirigent Dr. Norbert Salomon, Leiter der Unterabteilung Immissionsschutz, Anlagensicherheit und Verkehr, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

14.45 – 15.15
Umsetzung der Kapitel I und II der IED-Richtlinie

  • Verbindlichkeit der Besten Verfügbaren Techniken (BVT)
  • Überprüfung der Genehmigungsauflagen
  • Überwachung
  • Pflicht zur Rückführung von Anlagengrundstücken in den Ausgangszustand; Ausgangszustandsbericht

Dr. Siegfried Waskow, Referatsleiter, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

15.15 – 15.45
Praxis der risikobasierten Inspektionsplanung

  • Behördliche Überwachung in der öffentlichen Wahrnehmung
  • Planung und Durchführung medienübergreifender Umweltinspektionen
  • Unangekündigte Inspektionen
  • Veröffentlichung der Inspektionsergebnisse

Dr. Joachim Schwab, Abteilungsleiter Umwelt und Arbeitsschutz, Bezirksregierung Köln

15.45 – 16.15 Fragen und Diskussion
16.15 – 16.45 Pause mit Kaffee und Tee

Kreislaufwirtschaftsrecht

16.45 – 17.15
Das neue Kreislaufwirtschaftsrecht

  • Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung
  • Rechts- und Vollzugssicherheit des neuen Gesetzes
  • Bürokratisierung durch neue Anzeige- und Erlaubnisverfahren
  • Beibehaltung bewährter Entsorgungsstrukturen

Prof. Dr. Martin Beckmann

17.15 – 17.35
Konsequenzen des neuen KrWG für die abfallerzeugende Industrie

  • Abfallbegriff und Immissionsschutzrecht
  • Abfall oder Nebenprodukt?
  • Schnittstellen zum Stoffrecht
  • Genehmigungsrechtliche Erfordernisse

Dr. Thomas Gerhold, Rechtsanwalt, Partner, avocado Rechtsanwälte

17.35 – 17.55
Ende der Abfalleigenschaft

  • "Kampf" um das anwendbare Regelungsregime
  • Maßgeblicher Zeitpunkt: Frühes oder spätes Ende?
  • Ausgewählte praktische Fälle
  • Relevanz in anderen Rechtsgebieten

Dr. Ludger Giesberts, Rechtsanwalt, Partner, DLA Piper LLP

17.55 – 18.20 Fragen und Diskussion

18.20 Ende des ersten Veranstaltungstages

19.00
Treffen zur gemeinsamen Abendveranstaltung im Foyer des Veranstaltungshotels:
Am ersten Veranstaltungstag lädt EUROFORUM Sie zu einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant "Landsknecht" in Meerbusch ein. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einem informellen Erfahrungsaustausch mit Referenten und Kollegen.

Das Restaurant Landsknecht lädt Sie herzlich zu einem Aperitif bei dem Abendessen ein.

Mittwoch, 28.11.2012

8.30 – 9.00 Empfang mit Kaffee und Tee

Seveso-III-Richtlinie

9.00 – 9.30
Die Seveso-III-Richtlinie – Neue Anforderungen und mögliche Konsequenzen

  • Die Zielrichtung der neuen Richtlinie
  • Überblick über relevante Änderungen im Vergleich zur Seveso-II-Richtlinie
  • Der Anhang I und mögliche Auswirkungen auf den Geltungsbereich der Richtlinie
  • Konsequenzen der Änderungen im Zusammenhang mit der Information⁄Beteiligung der Öffentlichkeit
  • Ausblick auf die Umsetzung in deutsches Recht

Dr. Norbert Wiese, Dezernent, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

Anlagenzulassung

9.30 – 10.00
Umweltqualitätsstandards für Gewässer – Zulassung von Industrieanlagen

  • Emissionsanforderungen unter Berücksichtigung von IED-Vorgaben
  • Erreichung des guten chemischen und ökologischen Gewässerzustandes
  • Anlagenbezogene Anforderungen
  • Anforderungen aus Maßnahmenprogrammen

Hermann Spillecke, Referatsleiter, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW

10.00 – 10.30
BImSchG-Anlagen und Natura 2000: Wie Feuer und Wasser?

  • Vorbereitung von Genehmigungsverfahren für BImSchG-Anlagen
  • Ausweitung der Klagerechte für Umweltverbände durch die
  • Entscheidung des EuGH zum Kraftwerk Lünen (C-115/09)
  • Natura 2000 und Genehmigungsverfahren nach BImSchG: Zusätzliche Genehmigungsvoraussetzungen in § 34 BNatSchG
  • Vorprüfung (Screening) und Erheblichkeitsprüfung: Critical Loads, Bagatellschwelle, Summation, Schadensminderung und -vermeidung
  • Abweichungsentscheidung und Kohärenzmaßnahmen

Dr. Bettina Enderle, Counsel, Allen & Overy LLP

10.30 – 11.00 Pause mit Kaffee und Tee

11.00 – 11.30
Critical Loads – Maßeinheit für tolerable Belastungen?

  • Stickstoffeinträge als Genehmigungshindernis?
  • Was sind "Critical Loads"?
  • Irrelevanzschwellen?
  • Summationswirkung

Claudia Schoppen, Rechtsanwältin, Partnerin, Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

11.30 – 12.00 Fragen und Diskussion

12.00 – 12.30
Relevanz der Irrelevanz nach der TA Luft

  • Rechtfertigung von Irrelevanzschwellen
  • Kausalitätsbetrachtungen
  • Verfahrensrechtliche und materiellrechtliche Bedeutung der Irrelevanzschwellen
  • Anwendung der Irrelevanzregeln bei Anlagenänderungen
  • Quantitative Angaben von Irrelevanzen
  • Rechtsprechung

Dr. Manfred Rebentisch, Rechtsanwalt, Of Counsel, Clifford Chance Rechtsanwälte

12.30 – 13.00 Fragen und Diskussion
13.00 – 14.30 Gemeinsames Mittagessen

Raumplanerische Steuerung von Industrieanlagen

14.30 – 15.15
Standortplanung für klimarelevante Industrievorhaben

  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Landes- und Regionalplanung
  • Bauleitplanung
  • Anlagengenehmigung
  • Klimaschutzgesetz NRW
  • Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über Industrieemissionen

Prof. Dr. Klaus Oehmen, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Kapellmann und Partner Rechtsanwälte

15.15 – 15.45
BImSchG-Anlagen im Gewerbegebiet

  • Gebietsverträglichkeit von BImSchG-Anlagen (§ 15 Abs. 3 BauNVO)
  • Atypik von BImSchG-Anlagen
  • Technische Maßnahmen und planerische Feinsteuerung zur Erreichung der Gebietsverträglichkeit
  • Nachbarschutz gegen BImSchG-Anlagen im Gewerbegebiet

Dr. Joachim Hagmann, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Baumeister Rechtsanwälte

15.45 – 16.15
Immissionsschutzrechtliche Genehmigung und vorhabenbezogener Bebauungsplan

  • Die wesentlichen Elemente des vorhabenbezogenen Bebauungsplans
    • Vorhaben- und Erschließungsplan
    • Öffentlich-rechtlicher Durchführungsvertrag
    • Der Bebauungsplan selbst
  • Die Vorteile gegenüber der sonstigen Bauleitplanung
  • Verbindliche Übernahme der Durchführungsverpflichtung vor Satzungsbeschluss als zwingende Voraussetzung
  • Bestimmtheitserfordernisse versus Flexibilität
  • Die erforderliche Konfliktbewältigung im vorhabenbezogen Bebauungsplan (Gewähr der Vollzugsfähigkeit)
  • Die zulässige Verlagerung der Konfliktbewältigung in das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren
  • Beispiele aus der Rechtsprechung

Dipl.-Ing. Klaus Fritsch, Rechtsanwalt, Partner, Hoffmann Liebs Fritsch & Partner Rechtsanwälte

16.15 – 16.45 Fragen und Diskussion

16.45 Ende der Jahrestagung

Donnerstag, 29.11.2012

Workshop:

Die Umsetzung der IED-Richtlinie und deren Folgen für Anlagenbetreiber

Ihr Expertenteam:
Dipl.-Ing. Klaus Fritsch, Rechtsanwalt, Partner, Hoffmann Liebs Fritsch & Partner Rechtsanwälte
Dr. Stephanus Jakobs, Umweltschutzabteilung, ThyssenKrupp Steel Europe AG

8.30 – 9.00 Begrüßung mit Kaffee und Tee,
Ausgabe der Workshopunterlagen

Recht

9.00 – 1 0.30
Die Umsetzung der IED-Richtlinie in das deutsche Recht

  • Die wichtigsten Regelungen des Artikelgesetzes, insbesondere die Änderungen
    • Des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG)
    • Des Gesetzes zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz, WHG)
    • Des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG)
    • Des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes (UmwRG)
    • Des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)
    • Des Umweltschadensgesetzes (USchadG)
  • Die wichtigsten Regelungen der Mantelverordnung, insbesondere die Änderungen der 4. BImSchV, der 5. BImSchV, der 9. BImSchV, der 41. BImSchV

Klaus Fritsch

10.30 – 11.00 Pause mit Kaffee und Tee

11.00 – 12.30
Die Schwerpunkte der Novelle

  • Anlagen, die unter die IED-Richtlinie fallen
  • Die zukünftige Bedeutung der BVT-Merkblätter und der BVT-Schlussfolgerungen
  • Die Neuregelung zur behördlichen Überwachung und ihre Folgen (darunter Umweltinspektion, Untersagungspflichten der Behörde etc.)
  • Der neue Ausgangsbericht, insbesondere im Zusammenhang mit Änderungsgenehmigungen
  • Die Rückführungspflicht bei Betriebsstilllegungen

Klaus Fritsch

12.30 – 13.30 Gemeinsames Mittagessen

Praxis

13.30 – 15.00
Ausgangs- und Endbericht in der Praxis

  • Kreis der betroffenen Anlagenbetreiber
  • Inhalt der Berichte
  • Notwendige Untersuchungen, insbesondere bei langjährig genutzten Industriestandorten
  • Betreiber, Gutachter oder Sachverständige (nach § 18 BBodSchG)
  • Adressat des Endberichts und die Rückführungspflicht

Dr. Stephanus Jakobs

15.00 – 15.30 Pause mit Kaffee und Tee

15.30 – 17.00
Folgen der neuen Regelungen

  • Bewertung von und Umgang mit Altkontaminationen
  • Erheblichkeit und technische Machbarkeit (Verhältnismäßigkeit)
  • Betriebseinstellung und Rückführungspflicht
  • Bildung von Rückstellungen und Anordnung einer Sicherheitsleistung

Dr. Stephanus Jakobs

17.00 Ende des Workshops