16. Jahrestagung

Immissionsschutzrecht im Wandel

Aktuelle Entwicklungen für Anlagenbetreiber EUROFORUM JahrestagungDiese Veranstaltung hat bereits am 17. und 18. November 2014 in Düsseldorf stattgefunden!

Programm

Montag, 17. November 2014

9.00 – 9.30
Empfang mit Kaffee und Tee
Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.30 – 9.45
Begrüßung durch EUROFORUM und den Vorsitzenden
Prof. Dr. Martin Beckmann,
Rechtsanwalt, Partner, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Baumeister Rechtsanwälte

Rechtsprechung und Rechtsschutz im Immissionsschutzrecht

9.45 – 10.30
Aktuelle Rechtsprechung zum Immissionsschutzrecht

  • Änderungsgenehmigungen: Prüfungsgegenstand und -maßstab, Anwendung der Irrelevanzregelungen der TA Luft (Kohlekraftwerk Mannheim)
  • Erweiterung der Umweltverbandsklage aufgrund von Art. 9 Abs. 3 Aarhus-Konvention
  • Maßgeblicher Zeitpunkt der Beurteilung der Sach- und Rechtslage bei Nachbarklagen
  • Genehmigungsbehördliche Einschätzungsprärogative im Naturschutzrecht bei Bestandserfassung und Risikobewertung
  • Pflicht zum Rückbau privilegierter Außenbereichsvorhaben (Sicherheitsleistung)
  • Behördliche Festlegung des angemessenen Abstands von Störfallbetrieben in der Genehmigung

Prof. Dr. Marc Röckinghausen, Gründer der Forschungsgruppe Umweltrecht, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW

10.30 – 11.00
Fragen und Diskussion

11.00 – 11.45
Aktuelle Entwicklungen des Rechtsschutzes gegen BImSchG-Anlagen unter besonderer Berücksichtigung des Altrip-Urteils des EuGH vom 7.11.2013

  • Umweltrechtsbehelfsgesetz
  • Individualrechtsschutz und Verbandsklagerechte
  • Verfahrensfehler, insbesondere bei der UVP
  • Kontrolldichte in Umweltangelegenheiten

Univ.-Prof. Dr. Martin Kment, LL.M. (Cambridge), Direktor des Instituts für Umweltrecht, Universität Augsburg

11.45 – 12.15
Pause mit Kaffee und Tee

IED: Praxiserfahrungen und Vollzug

12.15 – 13.00
Update IED

  • BVT Merkblätter: Wie weit gilt noch die TA Luft?
  • Ausgangszustandsbericht
  • Betreibereigene Überwachung und Informationspflichten

Claudia Schoppen, Rechtsanwältin, Partnerin, Luther Rechtsanwaltsgesellschaft

13.00 – 13.15
Fragen und Diskussion

13.15 – 14.30
Gemeinsames Mittagessen

14.30 – 15.15
Überwachungsinstrumente der IE-Richtlinie: Ausgestaltung und Anwendung in der Praxis

  • Ausgestaltung der immissionsschutzrechtlichen Überwachung in Niedersachsen
  • Niedersächsischer Überwachungsplan gemäß Artikel 23 der Richtlinie 2010/75/EU
    • Kriterien für die risikobasierte Festlegung von Überwachungsfristen
    • Erhebungs- und Berichtsformular für eine Vor-Ort-Besichtigung
    • Dokumentation und Veröffentlichung der Überwachungsergebnisse
  • Auskunfts- und Mitteilungspflichten der Betreiber gemäß § 31 BImSchG

Dr. Jürgen Bardenhagen, Referatsleiter, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

Betreiber-Begriff, Arbeitsschutz, Öffentlichkeitsbeteiligung

15.15 – 16.00
Der Betreiber-Begriff im Immissionsschutzrecht

  • Welche Bedeutung hat die Betreiber-Stellung
    • Für die ordnungsrechtliche Verantwortlichkeit?
    • Für die zivilrechtliche Haftung?
    • Für die strafrechtliche Verantwortung?
  • Wer ist Anlagen-Betreiber?
    • Kriterien
    • Sonderfall: Mitbetreiber
  • Wie werden Betreiberpflichten durchgesetzt?
  • Sonderfall: Die personenbezogene Regelung des § 20 III BImSchG

Dr. Hans-Peter Vierhaus, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Simon Rechtsanwälte

16.00 – 16.30
Pause mit Kaffee und Tee

16.30 – 17.15
Die gegenseitige Beeinflussung von Arbeitsschutzund Immissionsschutzrecht

  • Verwandte Schutzziele von Arbeitsschutzund Immissionsschutzrecht
  • Das Verhältnis von Arbeitsschutz- und Immissionsschutzrecht im deutschen Recht
  • Der Schutz eigener und benachbarter Arbeitnehmer
  • Das abgestufte Schutzkonzept nach europäischem Recht
  • Konsequenzen für die Festlegung von Beurteilungspunkten nach TA Luft

Prof. Dr. Hans-Jürgen Müggenborg, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Kanzlei Prof. Müggenborg

17.15 – 18.00
Chance oder Risiko: Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung bei Genehmigungsverfahren

  • Rahmenbedingungen für das Akzeptanzmanagement von Industrieprojekten
  • Kernelemente der gesetzlichen Neuregelung in § 25 Abs.3 VwVfG
  • Rollenverständnis von Projektträgern und Behörden
  • Verzahnung von informellen Beteiligungsprozessen und Genehmigungsverfahren
  • Offene Fragen und praktische Beispiele

Dr. Joachim Schwab, Abteilungsleiter Umwelt und Arbeitsschutz, Bezirksregierung Köln

Ab 18.30
Treffen zur gemeinsamen Abendveranstaltung im Foyer des Veranstaltungshotels

Zum Abschluss des ersten Veranstaltungstages lädt EUROFORUM Sie zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Nutzen Sie die Gelegenheit zu einem informellen Erfahrungsaustausch mit Referenten und Kollegen: Ristorante Amalfi, Ulmenstraße 122, 40476 Düsseldorf. Das Ristorante Amalfi lädt Sie herzlichst zu einem Aperitif ein.

Dienstag, 18. November 2014

8.30 – 9.00
Empfang mit Kaffee und Tee

Kreislaufwirtschaftsrecht

9.00 – 9.45
Auswirkungen des deutschen und europäischen Abfallrechts auf BImSchG-Anlagen

  • Neue Anforderungen an Nebenprodukte
  • Neue Anforderungen an das Ende der Abfalleigenschaft
  • Die Umsetzung der 5-stufigen Abfallhierarchie in § 5 Abs. 1 Nr. 3 BImSchG
  • Kommunale Überlassungspflichten – abfallrechtliche Überwachung
  • Rechtsetzungsprojekte mit Anlagenrelevanz

Dr. Frank Petersen, Ministerialrat, Leiter des Referats Recht der Kreislaufwirtschaft, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

9.45 – 10.30
Nebenbestimmungen und nachträgliche Auflagen zur Abfallentsorgung

  • Sicherheitsleistung
  • Plan zur Abfallbehandlung
  • Anzeige von Entsorgungswegen
  • Anforderungen an Qualität und Schadstoffgehalt von Abfällen

Prof. Dr. Martin Beckmann

10.30 – 11.00
Fragen und Diskussion

11.00 – 11.30
Pause mit Kaffee und Tee

Wasserrecht

11.30 – 12.15
Neue Bundesverordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

  • Regelungszweck und Anwendungsbereich
  • Einstufung von Stoffen und Gemischen
  • Anlagenbezogene Anforderungen
  • Anzeige- und Prüfpflichten

Dr. Thomas Gerhold, Rechtsanwalt, Partner, avocado Rechtsanwälte

12.15 – 13.00
Wasserrechtliche Zulassung und Überwachung von Industriekläranlagen und -einleitungen nach Umsetzung der IE-Richtlinie

  • Materielle Maßstäbe
  • Vorgaben der IZÜV (Industriekläranlagen-, Zulassungs- und Überwachungsverordnung)
  • Einbindung in die Gewässergüterbewirtschaftung

Hermann Spillecke, Referatsleiter (Ref IV-8), Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW

13.00 – 13.30
Fragen und Diskussion

13.30 – 14.30
Gemeinsames Mittagessen

14.30 – 15.15
Wasserrechtliches Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot – Aktuelle Entwicklung der Rechtsprechung

  • Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot gemäß Art. 4 WRRL
  • Begriff der "Verschlechterung des Zustands": Zustandsklassentheorie vs. Status-Quo-Theorie
  • Spannungsverhältnis zum wasserrechtlichen Bewirtschaftungsermessen
  • Anforderungen an die Ausnahmeprüfung nach § 31 Abs. 2 WHG
  • Aktuelle Rechtsprechung der Obergerichte, des BVerwG und des EuGH, insbesondere in den Fällen Weservertiefung, Kohlekraftwerk Moorburg, Acheloos, Trianel, Elbvertiefung

Dr. Matthias Ganske, Rechtsanwalt, Partner, REDEKER SELLNER DAHS

Naturschutzrecht

15.15 – 16.00
Immissionen und Naturschutz

  • Berücksichtigung in der Umweltverträglichkeitsprüfung
  • Lärmwirkungen und Lärmempfindlichkeit von FFH-Gebieten
  • Beurteilung von Critical Loads: Prioritätsprinzip, Relevanzschwelle(n), Gebietsverträglichkeit
  • Immissionsschutzpflanzungen (-anlagen)
  • Einschätzungsprärogative der Behörde

Reinhard Wilke, Richter, Schleswig-Holsteinisches Oberverwaltungsgericht

Seveso III

16.00 – 16.45
Die Seveso-III-Richtlinie – neue Anforderungen und Stand der Umsetzung

  • Wesentliche neue Anforderungen für Betreiber und Behörden
  • Stand der Umsetzung
  • Änderung der Störfall-Verordnung
  • Herausforderung Beteiligung der Öffentlichkeit

Dr. Norbert Wiese, Dezernent, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

16.45 – 17.15
Abschließende Fragen und Diskussion

17.15
Ende der Jahrestagung