Verwertung und Entsorgung von Klärschlamm

Alles neu… macht die neue AbfKlärV? EUROFORUM KonferenzDiese Veranstaltung hat bereits am 28. und 29. Februar 2012 in stattgefunden!

Programm

Dienstag, 28. Februar 2012

8.30–9.00
Empfang mit Kaffee und Tee,
Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.00–9.15
Eröffnung durch EURO FORUM und die Vorsitzende
Dr. Julia B. Kopp,
Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Klärschlammbehandlung, Kläranlagen Beratung Kopp, Lengede

Die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm – Ein Auslaufmodell nach der neuen AbfKlärV?

9.15–9.45
Was lange währt, wird endlich gut?! – Aktueller Stand der AbfKlärV-Novelle

  • Novellierung der EG-Klärschlammrichtlinie – Was sind die Folgen?
  • Novellierung AbfKlärV/BioAbfV
  • Verzahnungen mit und Abgrenzungen zu der Düngemittelverordnung (DüMV)
  • Geplante Auswirkungen der neuen Schadstoff-Grenzwerte
  • Qualitätssicherung: Vorgaben und Vorstellungen
  • Vorgaben zur hygienisierenden Klärschlammbehandlung
  • Umgang mit Einzelwertüberschreitungen

Dr. Claus-Gerhard Bergs, Referatsleiter Siedlungsabfälle, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Bonn

9.45–10.15
Wichtig ist, was drin ist! – Schadstoffregelungen für Düngemittel: Aktueller Stand

  • Diskrepanzen zwischen EU-Recht und nationalem Recht?
  • Wechselwirkungen zu AbfKlärV und BioAbfV
  • Kombination von Regeln zur Inverkehrbringung (Grenzgehalte/Düngemittelverordnung) und Aufbringung (Grenzfrachten/Düngeverordnung) als Ideallinie
  • Grenzwerte für anorganische und für organische Schadstoffe

Der Referent befindet sich in Absprache.

Fragen und Diskussion [10.15–10.45]

Pause mit Kaffee und Tee [10.45–11.15]

11.15–11.45
Klärschlammentsorgung 2020 – Was bringt die neue AbfKlärV für die tägliche Praxis?

  • Was bedeuten die neuen Werte für die Klärschlammentsorgung und -verwertung?
  • Mengen: Wie viele und welche Klärschlämme sind betroffen?
  • Auswirkungen auf die Marktstruktur
  • Hygiene-Behandlungspflicht: Notwendigkeit und Kosten-/Nutzen-Relation
  • QLA-Qualitätssicherung: Ablauf und Kosten
  • Offene F ragen: z. B. Polymere, Entsorgungsalternativen, …
  • Planungssicherheit als notwendige Grundlage für Investitionen

Thomas Langenohl, Geschäftsführer, VDLUF A – QLA GmbH, Rheinbach

11.45–12.15
Gütesicherung als Schlüssel für die Zukunft der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung

  • Gütesicherungskonzept: Transparenz von der Kläranlage bis zum Feld
  • Nährstoffsuche statt Schadstoffsuche: Reduktion von Schadstoffen durch Einleiterkontrollen und Monitoring, Nährstoffsenke statt Schadstoffsenke ...
  • P-Recycling: Nachhaltiges und ressourcenschonendes Wirtschaften mit gütegesichertem Abwasserschlamm
  • Grenzwerte als Unsicherheitsfaktor: Gütesicherung bietet Planungssicherheit für Betreiber und Kläranlage

Dr. Petra Maria Bloom, Geschäftsführung, Verband zur Qualitätssicherung von Düngung und Substraten (VQSD) e. V., Hannover

Fragen und Diskussion [12.15–12.45]

Gemeinsames Mittagessen [12.45–14.15]

Impulsvorträge
Die Zukunft der Klärschlammverwertung …

14.15–14.30
… aus der Sicht der Entwässerungsbetriebe
Klärschlammentsorgungskonzept Jena Wasser

  • Klärschlammqualitätssicherung durch Zertifizierung nach VDLUF A inklusive Indirekteinleiterüberwachung
  • Mitarbeit im Arbeitskreis Thermische Klärschlammentsorgung Ostthüringen

Werner Waschina, Technischer Leiter Abwasser, ZV Jena Wasser, Jena

14.30–14.45
… aus der Sicht der Landwirtschaft

  • Die neue AbfKlärV: Das Aus für die landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlämmen?
  • Bedeutung der neuen Grenzwerte für die Landwirtschaft
  • Qualitätssicherung – Pflicht oder Kür?

Steffen Pingen, Referent Umweltpolitik, Deutscher Bauernverband e. V., Berlin

14.45–15.00
… aus der Sicht der Nahrungsmittelindustrie
Landwirtschaftliche Verwertung: Nach EHEC überhaupt noch zu verantworten?

  • Anforderungen der Lebens- und Futtermittelhersteller:
    • Lebensmittelrecht und Verbrauchergefühle
    • Sicherheit als kontinuierlicher Prozess
    • Sicherheit muss überzeugend sein
  • Lösungsansätze: Anwendung des HACCP-Systems mit Zertifizierung
    • Ein „Acker-TÜV“ für Anbauflächen

Jürgen Plange, Prokurist, Werhahn Mühlen GmbH & Co. KG, Neuss / Verband Deutscher Mühlen e. V., Bonn

Pause mit Kaffee und Tee [15.00–15.30]

15.30–15.45
… aus der Sicht der Entsorgungswirtschaft

  • Düngung mit Klärdüngerschlamm: Kreislaufwirtschaft in ihrer reinsten Form!
  • Eindeutige Abgrenzung zwischen Abfall- und Düngerecht als Forderung
  • Pflicht zur hygienisierenden Behandlung: Aufgrund der Kosten das Aus für die stoffliche Verwertung?
  • Die neue AbfKlärV: Ein Widerspruch zur nationalen sowie europäischen Recycling- und Rohstoffstrategie?
  • Können ausreichende Monoverbrennungsanlagen zum P-Recycling aus Klärschlämmen geschaffen werden?

Dr. Irmgard Leifert, Public Affairs, RETERRA Service GmbH, Mülheim

15.45–16.00
… aus der Sicht der Mitverbrenner
Stoffliche und thermische Verwertung kommunaler Klärschlämme im Zementwerk im Spiegel aktueller Marktentwicklungen wie Brennstoffkosten, Emissionshandel und Phosphorrecycling

  • Warum führt der Klärschlammeinsatz im Zementwerk zur stofflichen und thermischen Verwertung?
  • Weshalb kann die Klärschlammtrocknung einen positiven Beitrag zur Ökobilanz leisten?
  • Quo vadis – Brennstoffkosten und Emissionshandel?
  • Wie kann die Mitverbrennung von Klärschlamm im Zementwerk kompatibel sein mit Phosphorrecycling?
  • Klärschlammeinsatz im Zementwerk bewirkt einen mehrfachen Ressourcenschutz!

Gerhard Hartmann, Ressortleiter Biomasse – Einkauf Deutschland, HeidelbergCement AG, Heidelberg

16.00–17.00
Podiumsdiskussion
To be discussed: Pro und contra landwirtschaftliche Klärschlammverwertung: zwischen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

Moderation:
Dr. Julia B. Kopp

Teilnehmer:
Gerhard Hartmann
Dr. Irmgard Leifert
Steffen Pingen
Jürgen Plange
Werner Waschina

Ende des ersten Konferenztages [17.00]

Ein Tag voller Informationen und Diskussionen – Lassen Sie ihn gemeinsam mit den anderen Teilnehmern und den Referenten ausklingen!

Mittwoch, 29. Februar 2012

9.00–9.15
Eröffnung des zweiten Konferenztages durch den Vorsitzenden
Uwe Peters,
Leiter Umweltschutz/Genehmigungen im Geschäftsfeld Veredlung, RWE Power AG, Frechen

Der Blick über die Grenze: Neues vom Europäischen Klärschlammmarkt

9.15–9.45
Entwicklung der Klärschlammentsorgung in Europa

  • Klärschlamm-Mengenentwicklung in den Ländern der EU 27
  • Ist Deutschland ein Vorbild für die zukünftige Entwicklung der Klärschlammentsorgung in Europa?
  • Gesetzliche Vorgaben für die Klärschlammentsorgung
  • Potenziale für das Phosphorrecycling aus Klärschlamm

Falko Lehrmann, Geschäftsführer, Innovatherm, Gesellschaft zur innovativen Nutzung von Brennstoffen mbH, Lünen

Klärschlamm in der thermischen Verwertung: Potenziale der Mono- und der Mitverbrennung

9.45–10.15
Neuer Aufschwung der Monoverbrennung:
Klärschlamm als Ersatzbrennstoff im Kraftwerk

  • Warum die Entscheidung für die Monoverbrennung: Pros und Cons
  • Vorteile der Monoverbrennung gegenüber der Mitverbrennung
  • Praxisbericht: Funktionsprinzip der Anlage
  • Wie würde die Entscheidung heute aussehen? – Ist Monoverbrennung die bessere Option für die Zukunft?

Norbert Stenns, Abteilungsleiter Dampferzeuger und Verfahrenstechnik, Mark-E AG, Werdohl

Fragen und Diskussion [10.15–10.45]

Pause mit Kaffee und Tee [10.45–11.15]

11.15–11.45
Erfolgsstory Mitverbrennung: Klärschlamm als Ersatzbrennstoff in den Kraftwerken der RWE Power AG

  • Erfahrungen nach vielen Jahren Klärschlamm-Mitverbrennung: Ups and downs
  • Notwendige Anlageninvestitionen für die Umstellung, Bedeutung für Wartung und Sicherheit
  • Klärschlamm ist nicht gleich Klärschlamm: Bedeutung der Brennstoffqualität
  • Klärschlamm-Mitverbrennung unter den Gesichtspunkten des Klimaschutzes und des Emissionshandels

Uwe Peters

Des Rätsels Lösung?! – Perspektiven für die Phosphorrückgewinnung

11.45–12.15
Phosphorrückgewinnung aus Abwasser und Klärschlamm – Stand und Perspektiven

  • Reichweite der weltweiten Phosphorvorkommen
  • Bisherige Entwicklung und Prognose des zukünftigen Phosphorbedarfs
  • Entwicklung der Weltmarktpreise bei Phosphordüngern
  • Potenzial der Phosphorrückgewinnung bei der Abwasserreinigung und Klärschlammbehandlung
  • Verfahrensstand der Phosphorrückgewinnung bei der Abwasserreinigung und Klärschlammbehandlung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen der Phosphorrückgewinnung aus Abwasser und Klärschlamm
  • Wirtschaftlichkeit und zukünftige Entwicklung der Verfahren zur Phosphorrückgewinnung

Prof. Dr. Norbert Jardin, Abteilungsleiter Planungsabteilung, Ruhrverband, Essen

Fragen und Diskussion [12.15–12.45]

Gemeinsames Mittagessen [12.45–14.15]

Best practice: Erfolgreiche Beispiele effizienter Klärschlammnutzung

14.15–14.45
Klärschlammvergasung – Eine weitere Möglichkeit der Energieerzeugung auf Klärwerken

  • Energieproduktion auf Klärwerken
  • Erfahrungen mit der Klärschlammvergasungsanlage
  • Wichtiger Beitrag zum Klimaschutz
  • Ist der „Energiebezug null“ möglich?

Alexander Mauritz, Betriebsleiter, Eigenbetrieb Stadtentwässerung Mannheim, Mannheim

14.45–15.15
Klärschlammtrocknung mit Niedertemperatur aus einem Biomasse-Heizkraftwerk: Ein patentes Konzept!

  • Die Pilotanlage: Ein Kooperationsprojekt! – Erfolgsfaktoren für eine gute Kooperation
  • Investitionsförderung durch Bund und Land
  • Klärschlammtrocknung mit Biowärme – Das Anlagenkonzept
  • Synergieeffekte – Optimierungspotenziale auf der Kläranlage

Volkmar Schäfer, Geschäftsführer, eta Energieberatung GbR, Pfaffenhofen an der Ilm

Fragen und Abschlussdiskussion [15.15–15.45]

Ende der Konferenz [15.45]