Kompaktwissen

Geldwäsche & Compliance

Praxisausbildung zum kompetenten Ansprechpartner EUROFORUM AkademieBald wieder im Programm.

Bald wieder im Programm.

Programm

Modul 1 (26. August 2013)

Anforderungen an die Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Finanzbereich

Ihre Referenten:
Hans-Martin Lang, Referatsleiter für Grundsatz-, Rechts- und Internationale Fragen, BaFin
Sebastian Glaab, Geldwäschebeauftragter, Compliance-Officer, VTB Bank (Deutschland) AG

Gesetzliche und aufsichtsrechtliche Anforderungen

  • Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung als Bestandteil des Risikomanagements
  • Letztverantwortlichkeit der Geschäftsleitung – Was bedeutet das konkret?
  • Überblick über die internationalen/europäischen Standards
    • Financial Action Task Force (FATF)
    • Europäische Richtlinien und Verordnungen
  • Rechtliche Grundlagen und Pflichten für Ihre Arbeit:
    • StGB (§ 261 StGB; Strafvorschriften die Terrorismusfinanzierung betreffend)
    • Geldwäschegesetz als Rahmen- bzw. Auffanggesetz
    • Ergänzende/abweichende geldwäscherechtliche Vorschriften in den Fachgesetzen (KWG, VAG, InvG, ZAG)
  • Verpflichtetenkreis, Risikoorientierter Ansatz, Sorgfaltspflichten (allgemeine, erleichterte, erhöhte), Interne Sicherungsmaßnahmen (inkl. Aufgaben und Stellung des Geldwäschebeauftragten), Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht, Verdachtsmeldepflicht, Sonstige Pflichten, Bußgelder/sonstige Sanktionen
  • Pflichten aus der EU-Geldtransfer-VO
  • Ausblick: Künftige Anforderungen nach den neuen Standards der Financial Action Task Force (FATF)/Entwurf einer 4. EG-Geldwäscherichtlinie sowie einer neuen Geldtransfer-VO

Praktische und risikoorientierte Anforderungen im täglichen Business der Geldwäsche-Prävention

  • Gefährdungsanalyse
    • Aufbau und Umfang einer Gefährdungsanalyse – Rundschreiben 8/2005
    • Aktualisierungspflicht
  • Research & Monitoring
    • Indizien und Parameter
    • Sind die Research- und Monitoringmaßnahmen aus der Gefährdungsanalyse ableitbar?
  • Arbeitsrichtlinien
    • Inhalt und Adressat
    • Wer ist für die Erstellung/Aktualisierung verantwortlich?
  • Schulung und Sensibilisierung von Mitarbeitern
    • Schulungsarten und -intervalle
    • Informationsschreiben
  • Verdachtsmeldewesen: Schwellenwert der Verdachtsmeldung – Wann muss ich eine Verdachtsmeldung erstellen?
  • Interpretation der Gesetze anhand von Beispielen

Am ersten Abend laden wir Sie sehr herzlich zu einem gemeinsamen Umtrunk im Hotel ein. Nutzen Sie die Gelegenheit Ihre Praxiserfahrungen auszutauschen und erste Kontakte zu knüpfen.

Modul 2 (27. August 2013)

Organisation von Compliance/Geldwäsche und Praxisbeispiele

Ihre Referenten:
Sebastian Glaab
Jochen Kindermann, Partner, Simmons & Simmons LLP

Anforderungen an die Compliance Funktion

  • Die Vorgaben nach dem CRD-Umsetzungsgesetz
  • Was verlangt § 25a KWG von der Geschäftsleitung in Bezug auf die Compliance-Funktion?
  • Welche Vorgaben an die Compliance Funktion ergeben sich aus der geänderten MaRisk?
  • Welche Stellung hat der Compliance Officer im Lichte der neuen Vorgaben?
  • Was sind die organisatorischen Ausgestaltungsvarianten für die Compliance-Funktion?

Die WpHG-Compliance Funktion und KWG-Compliance Funktion

  • Wie verhalten sich die Vorgaben zueinander?
  • Welche Organisationsmöglichkeiten bestehen?

Die Einrichtung der zentralen Stelle

  • Anforderungen und Gestaltungsspielräume
  • Definition von sonstigen strafbaren Handlungen gemäß § 25c KWG
  • Zuständigkeiten – Zentrale Stelle
  • Auslegungs- und Anwendungshinweise der DK (Deutsche Kreditwirtschaft)

Praxisbeispiele

  • Managen von Risiken – Risikolagen am praktischen Beispiel einschätzen
  • Identifizierung und Analysieren von Risiken
  • Notwendiges Verständnis und Analyse von Prozessen
  • Research & Monitoring
  • Bewertung von Vorfällen
  • Gefährdungsanalyse zur Verhinderung sonstiger strafbarer Handlungen
  • Allgemeine und konkrete Sicherungsmaßnahmen
  • Austausch mit anderen Abteilungen und Weiterentwicklung des Compliance-Systems
  • Herangehensweise und praktische Umsetzung
  • Beispiele: Gift-Policy und Einladungen
  • Ethik, Verhaltenskodex und konkrete Richtlinien

Am Abend des zweiten Akademietages laden wir Sie sehr herzlich zu einer Stadtführung durch Mainz mit anschließendem Abendessen ein. Festigen Sie die neu gewonnenen Kontakte!

Modul 3 (28. August 2013)

Staatsanwaltliche, interne Ermittlungen und Haftung

Ihr Referent:
Dr. Hans Ernst Richter, Oberstaatsanwalt, Staatsanwaltschaft Stuttgart

Organisation und Arbeitsweise der (Schwerpunkt-) Staatsanwaltschaften in Wirtschaftsstrafsachen

  • Justiz/Polizei/Aufsichtsbehörden – Aufgaben und Verantwortung
  • Legalitätsprinzip und Amtsermittlungen

Compliance und Strafrecht eine Standortbestimmung

  • als Pflichten-Kanon zur Rechtstreue
  • als strafrechtlicher Verantwortungsbereich des Kreditinstitutes
  • als Organisationsverantwortung des Kreditinstitutes
  • als Grundlage der Delegation strafrechtlicher Pflichten
  • Straftäter durch Unterlassen (§ 13 StGB)
  • Schutz des Vermögens (Untreue gem. § 266 StGB und existenzgefährdender Eingriff)
  • Compliance-Verantwortung des Aufsichtsrats und im Banken-Konzern
  • (geplante) Straftat des mangelhaften Risikomanagements bei Banken (RegE vom 04.03.2013 - BTDrucks. 17/12601 -§§ 25c Abs. 3a, 3b KWG-E, 64a Abs. 7 VAG-E)

Grenzen der strafrechtlichen Verantwortung aus Compliance

  • Betriebsbezogenheit zu verhindernder Straftaten
  • Business-Judgement-Rule
  • beim Compliance-Beauftragten
  • Straftaten durch Compliance

Zusammenarbeit Ermittlungsbehörden und Kreditinstitute

  • Unterstützung der Ermittlungen durch Compliance
    • der Compliance-Officer als Beweismittel im Strafverfahren
    • bei Schöpfung des Anfangsverdachtes
    • bei der Entscheidung über Durchsuchungsmaßnahmen
    • bei der Ausführung von Durchsuchungsmaßnahmen
    • bei der Entscheidung über Zeugenvernehmungen und deren konkrete Ausführung
    • im Hinblick auf weitere Maßnahmen zur Sicherung von Verfall/Vermögenssicherung und Unternehmens-Geldbußen
  • Investigation durch Externe

Unser Tipp:
Entdecken Sie die historische Mainzer Altstadt, zum Beispiel den Mainzer Dom oder die vielen verwinkelten Gassen, die kuriose Namen wie Nasengässchen, Heringsbrunnengasse oder Leichhof tragen. In der Altstadt ist immer etwas los!

 


An allen Tagen sind flexible Kaffeepausen jeweils vor- und nachmittags eingeplant. Der letzte Tag endet gegen 16.30 Uhr, so dass eine entspannte Abreise möglich ist, oder verbringen Sie das Wochenende in Mainz.