KONFERENZ & EXPERIENCE TOUR

Konsumentenkredite 4.0

DIGITAL, SCHNELL & KUNDENORIENTIERT EUROFORUM KonferenzDiese Veranstaltung hat bereits am 17. und 18. Oktober 2018 in Hamburg stattgefunden!

„You-Know-Me Banking: Kunden sinnvoll und bedarfsgerecht bedienen“

Kurzinterview mit Dr. Gjergji Kasneci
CTO - Bereichsleiter Innovation und strategische Analyse
SCHUFA Holding AG

 

Warum ist die SCHUFA bei der Veranstaltung „Konsumentenkredite 4.0 – Digital, schnell, kundenorientiert“ vor Ort?

Die SCHUFA ist seit ihrer Gründung vor über 90 Jahren der Partner der kreditgebenden Wirtschaft in Deutschland, wenn es um die Minimierung von Ausfallrisiken geht. Basis unseres Erfolgs und Bestehens am Markt ist – neben der hohen Qualität unserer Daten - unsere Fähigkeit, unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen an die sich verändernden Bedingungen und Anforderungen von Unternehmen und Verbrauchern anzupassen. Die Digitalisierung hat dabei sowohl unsere eigenen Prozesse als auch die unserer Vertragspartner grundlegend verändert. Eine solche Tagung ist eine hervorragende Gelegenheit, um über unsere Erfahrungen auf dieser Digitalisierungsreise zu berichten.

Ihr Vortrag trägt den Titel „You Know Me Banking“ – was versteht die SCHUFA unter diesem Begriff?

Mit dem Begriff „You-Know-Me Banking“ bezeichnen wir die Befähigung unserer Vertragspartner, den Verbraucher bei der Aufnahme und Abwicklung von Kreditgeschäften sinnvoll und bedarfsgerecht zu bedienen. Durch unsere branchenübergreifende Zusammenarbeit mit rund 9.500 Unternehmen aus der gesamten Kreditwirtschaft hat die SCHUFA positive und negative Informationen zum Zahlungsverhalten und Identität von rund 67,5 Millionen Privatpersonen, das heißt praktisch zu jedem in Deutschland wirtschaftlich aktivem Verbraucher. Wir arbeiten zum Beispiel mit Banken, Versandhandel, E-Commerce- und Telekommunikationsunternehmen zusammen und können so auf Basis von Informationen zum bisherigen Zahlungsverhalten zuverlässig das Ausfallrisiko von neuen Geschäften einschätzen. Unter Einbeziehung dieser Informationen können Unternehmen entscheiden, ob und zu welchen Konditionen sie ihren Kunden einen Geschäftsabschluss anbieten.

Welche Herausforderungen bestehen heute in punkto Kreditvergabe?

Die schnell fortschreitende Digitalisierung stellt auch die Kreditvergabe vor große Herausforderungen: einerseits müssen geschäftliche Transaktionen abgesichert werden, andererseits erwartet der Verbraucher eine hohe Convenience und reibungslose und effiziente Prozesse. Geschäftsabschlüsse müssen heute – gerade online – innerhalb von Sekunden möglich sein. Die Prüfung der Bonität und Identität eines potenziellen Kunden muss entsprechenden digital in Echtzeit möglich sein. Auch die zunehmende Anonymität bei der Abwicklung von digitalen Geschäften spielt eine große Rolle. Unternehmen und Kunden begegnen sich in vielen Fällen nicht mehr persönlich. Was für Kunden und auch Unternehmen auf der einen Seite sehr bequem ist, birgt aber auch größere Anfälligkeit für Betrug. Bereits bekannte Betrugsarten werden durch die Anonymität im Netz vereinfacht, es entstehen aber auch neue Wege für Betrüger, sich Leistungen oder Waren zu erschleichen.

Wie unterstützt die SCHUFA Kreditinstitute, Händler oder auch Dienstleister bei der Bewältigung dieser Herausforderungen?

Die SCHUFA hat in den letzten Jahren sehr viel investiert, um den Anforderungen der Digitalisierung gerecht zu werden, so dass heute nahezu 100 Prozent der Auskünfte in Echtzeit und in höchster Qualität generiert und übermittelt werden. Mit durchschnittlich 400.000 Auskünften pro Tag ist die SCHUFA somit eine wichtige Stütze der kreditgebenden Wirtschaft. Dies ermöglicht es unseren rund 9.500 Partnerunternehmen, sich auf ihr Kerngeschäft zu fokussieren und den Verbraucher bestmöglich, das heißt bedarfsgerecht und in Echtzeit, zu bedienen. Für unsere Vertragspartner haben wir Lösungen zur Bonitätsprüfung, Betrugsprävention und für KYC-Prozesse entwickelt, die es Unternehmen ermöglichen, ihr Geschäft sicher zu skalieren. Darüber hinaus nutzen wir unsere anerkannte Expertise in den Bereichen Scoring, regelbasierte Systeme sowie modernste Analyseverfahren zur Entwicklung von weiteren Betrugserkennungs- und Präventionsmaßnahmen.
 


 

3 Tipps für das Konsumentenkreditgeschäft – digital, schnell und kundenorientiert

Interview mit Christoph Pape
Persönlich haftender Gesellschafter
Christoph Pape & Partner Unternehmensberater

 

Interview im Vorfeld der EUROFORUM Tagung „Konsumentenkredite 4.0“ am 17. und 18. Oktober 2018, Hamburg

Welchen Stellenwert haben aktuell Konsumentenkredite in der Finanz- und Kreditbranche?
Dies ist unterschiedlich nach Bankenruppen, relativ am wenigsten ausgeprägt ist der Stellenwert in der Sparkassengruppe Aber in der Niedrigzinsphase gewinnt das Produkt Konsumentenkredit bei allen als Ertragsbringer an Bedeutung (siehe Aktivitäten der Großbanken).

Welches sind die Vertriebskanäle mit den meisten Potenzial für die Vermittlung von Konsumentenkrediten?
Die digitalen Vertriebskanäle werden zukünftig das meiste Potenzial haben, wenn der Abschluss ohne Medienbruch online möglich ist, wie dies schon einige Wettbewerber anbieten. Der papierlose Kredit der ING fungiert dabei als Vorreiter. Ein weiterer interessanter Vertriebsweg dürfte das Paket Kauf & Kredit sein.

Welche Rolle spielt das Thema Digitalisierung für das Angebot von Konsumentenkrediten?
Wie bei allen Standardprodukten ist Digitalisierung vor allem in den Prozessen zukünftig die notwendige Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit.

Wie können Banken und Fintechs im Konsumentenkreditgeschäft kooperieren und Synergien nutzen?

  • Zusammenarbeit bei neuen technischen Lösungen im Prozess
  • Einsatz KI im Kundenkontakt
  • Kundenansprache/-kampagnen via Plattformen

Abschließend gefragt: Welche 3 Handlungsempfehlungen würden Sie den Instituten für das Konsumentenkreditgeschäft geben?

  1. Konsequenter Einsatz der Customer Journey beim Konsumentenkredit
  2. Neue Erlösmodelle im Konsumentenkredit durch Kooperationen, zum Beispiel auxmoney
  3. Konsumentenkredit als Paket mit dem Kauf!

Vielen Dank für das Interview!