ETP-FACHFORUM

Innovative Netzplanung und -steuerung

Optimierung des Verteilnetzausbaus – Erfahrungen und Lösungsansätze ETP Forum5. und 6. Oktober 2016, Berlin

Programm

Die Änderungsdynamik der Versorgungsaufgabe erfordert flexible und schnelle Lösungen für die Verteilnetze. Innovative Planungs- und Steuerungsansätze ermöglichen eine effiziente Transformation der im Vergleich dazu statischen Netzinfrastruktur.

Dr. Olaf Unruh, B E T

MODERATION Dr. Olaf Unruh,
Bereichsleiter Netzberatung, Mitglied der Geschäftsleitung, B E T Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH

8.30
Empfang und Check-in

9.00
Optimierung des Verteilnetzausbaus

  • Politische und regulatorische Rahmenbedingungen für den Verteilnetzausbau
  • Technologischen Innovationen bei Betriebsmitteln
  • Neue Informations- und Kommunikationstechnik – Einfluss auf Planung und Betrieb
  • Innovative Netzplanung und -steuerung

Dr. Olaf Unruh

Innovative Technologien und Verfahren beweisen bei uns ihre Netzdienlichkeit in der Praxis und tragen zur Reduzierung der Investitionskosten bei.

Dr. Ulrich vom Felde, EWE Netz GmbH

Innovative Planungsgrundsätze für das Verteilnetz

9.20
Innovative Planungsansätze in Verteilnetzen mit hohem Anteil an Erneuerbaren Energien

  • Von der Strategiefindung zur Smart Grid-Umsetzung: Der Weg von EWE NETZ
  • Smart Grid Baukasten als Bestandteil der Netzplanung und Erfahrungen aus dem Praxiseinsatz
  • Wirk- und Blindleistungsregelung bei dezentralen Erzeugungsanlagen – Theorie und Praxis
  • Ausblick: Zusammenspiel aus Markt und Netzbetrieb im "Großdemonstrator" enera

Dr. Ulrich vom Felde, Leiter Netzentwicklung Strom, EWE NETZ GmbH

9.50
Objektivierte Zustandsbewertung und technologieneutrale Zielnetzplanung als Basis einer ganzheitlichen Instandhaltungs-/Investitionsstrategie

  • Asset-Management im Kontext des Regulierungsrahmens
  • Objektivierte Zustandsbewertung von Betriebsmitteln als Eingangsgröße zu einem Asset-Management
  • Technologieneutrale Zielnetzplanung zur Umsetzung einer sicheren, preisgünstigen und effizienten Versorgung
  • Ganzheitliche IH-/Investitionsstrategie aus der Kombination von Zustandsbewertung und Zielnetzplanung

Rainer Schermuly, Abteilungsleiter Stromversorgung, Stadtwerke Ratingen GmbH
Dr. David Echternacht, Stellv. Servicebüroleiter, SAG GmbH CeGIT

10.30
Fragen und Diskussion

10.40
Networkingpause

Die größte Herausforderung liegt beim Übergang von einer klassischen Netzplanung in Richtung einer Smart City Zielnetzplanung.

Mario Leitner, Wiener Netze GmbH

11.10
Joint Venture: Klassische Netzplanung vs. Smart City

  • Umgang mit Stadtentwicklungsplänen
  • Einsatz von neuen Technologien im Netz
  • Festlegung von Messstellen im NS-/MS-Netz
  • Datenevaluierung und Erkenntnisse

Dipl.-Ing. Mario Leitner, Technischer Referent Netzplanung Strom und Telekommunikation, Wiener Netze GmbH

11.40
Fühler im Netz – Nutzen der Kommunikationseigenschaften elektrischer Energieversorgungsnetze zur Zustandsbewertung

  • Entstehung der Idee
  • Forschungsprojekt – Ziele & Vorgehen
  • Erste Erkenntnisse
  • Ausblick – Herausforderungen

Dr. Ulrik Dietzler, Technischer Geschäftsführer, Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG

12.10
Gemeinsames Mittagessen

Für die Netze der Energiewende müssen wir im Verteilnetz Steuerungskonzepte wie Flexibilitätsquoten einführen, die den Marktakteuren möglichst große Freiheitsgrade erlauben und bereits auf der Nieder- und Mittelspannungsebene zur Systemstabilität beitragen.

Dr. Wolfgang Bräuer, Netze BW GmbH

Intelligente Steuerung zur Optimierung des Netzausbaus

13.10
NETZlabor BW – erste Erfahrungen mit den Netzen der Energiewende
Im NETZlabor BW entwickelt die Netze BW intelligente Lösungen, damit die erneuerbaren Energien ins Netz passen. Dadurch minimieren wir die Kosten für den Netzausbau.
Beispiel 1: Konzeption und Demonstration eines aktiv gesteuerten Verteilnetzes im Projekt "grid-control" in Freiamt
Beispiel 2: Umsetzung des Netzampelkonzepts für flexible Lasten (Wärmestrom, E-Mobilität) im Niederspannungsnetz in Stuttgart, Stockach und Boxberg
Beispiel 3: Automatisierung im Mittel- und Niederspannungsnetz für die Integration von Wind/PV sowie für die Minimierung von Ausfallzeiten in Sonderbuch und Niederstetten
Dr. Wolfgang Bräuer, Leiter Technik Innovation, Netze BW GmbH

13.40
Smart Country und Smart Operator: Innovative Netzkonzepte für das Verteilnetz

  • Herausforderungen bei der Umsetzung der Energiewende im Verteilnetz
  • Erprobung neuer Netzkonzepte und innovativer Betriebsmittel für das Verteilnetz
  • Smart Country: Bausteine effizienter Verteilnetze
  • Smart Operator: Transparenz und Netzoptimierung in Niederspannungsnetzen

Stefan Willing, Projektleiter Smart Operator, RWE International SE, Abteilung "Netzstrategie"

14.10
Die Zukunft : Dezentrale Steuerungssysteme für das Verteilnetz

  • Transparenz im Verteilnetz durch selbstlernende Algorithmen
  • Erste Erfahrungen mit der Einbindung von autonomen Steuerungssystemen in das Verteilnetz
  • Von der Planung bis zum Betrieb - Auswirkungen und neue Aspekte für die Zukunft der Netzbetreiber

Marcel Morf, Leiter GridSense, Mitglied der Geschäftsleitung, Alpiq InTec Gruppe, Schweiz

14.40
Networkingpause

15.00
Netzleitsystem – Erneuerung oder Upgrade?

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für Erneuerung oder Upgrade?
  • Welche Funktionalitäten müssen wirklich in einem Leitsystem integriert werden?
  • Ansatz Open-Source-Software im Leitsystembereich – ein Zukunftsmodell?
  • Wieviel IT-Sicherheit bzw. Informationssicherheitsmanagement ist umsetzbar?

Frank Rose, Leiter der Abteilung Netzführung, Netrion GmbH

15.30 DISKUSSIONSRUNDE
Überfluss an Daten – welche Daten sind nötig, um eine optimale Netzplanung und -steuerung zu betreiben?

Dr. Wolfgang Bräuer, Leiter Technik Innovation, Netze BW GmbH
Mario Leitner, Netzplanung Strom und Telekommunikation, Wiener Netze GmbH
Frank Rose, Leiter der Abteilung Netzführung, Netrion GmbH
Stefan Willing, Projektleiter Smart Operator, RWE International SE

16.00
Abschlussdiskussion und anschließende Abendveranstaltung



Hier lebt die Zukunft! Besichtigen Sie mit uns das Intelligente Netz auf dem EUREF-Campus

Das Themenfeld Smart Grid Infrastrukturen des Forschungscampus Mobilty2Grid untersucht Lösungen zur Umsetzung einer nachhaltigen Energie- und Mobilitätsentwicklung in urbanen Räumen durch die Nutzbarmachung Erneuerbarer Energien.

Auf der Smart Energy Base gewinnen Sie einen Einblick in den Aufbau der Elektroinfrastruktur sowie in die Visualisierung, Regelung und Steuerung eines urbanen Netzareals. Dazu gehören unterschiedliche Arten von Elektroladestationen, verschiedene Speichertechnologien aber auch die Echtzeitdarstellung aktueller Erzeugungs- und Verbrauchsdaten. Weitere Themen wie eine Netzqualitätsanalyse sowie intelligente Ortsnetzstationen zur Optimierung der Netzqualität werden hier eine Rolle spielen.

Im Anschluss an die Besichtigung laden wir Sie herzlich zur traditionellen Berliner Currywurst ein.

Kommunikation im Verteilnetz

9.00
Geeignete Kommunikationssysteme im Verteilnetz

  • Herausforderungen der Kommunikation im Verteilnetz
    • Daten-Traffic durch Smart Metering und EEG-Analgensteuerung
    • Sicherheit, Zuverlässigkeit, Reaktionszeiten
    • Zukunftsfähigkeit (Performance, Quality, Standards …)
  • Kommunikationsprotokolle und Übertragungstechnologien für das Verteilnetz
  • Bewertung

Dr. Erik Oswald, Gruppenleiter Smart Grid Communication, Fraunhofer-Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik ESK

9.30
IT-Sicherheit für den sicheren Verteilnetzbetrieb

  • Schnittstelle zum Smart Metering
  • Schnittstelle zu Verteilnetzen
  • Problematiken, die sich aus dem zukünftigen Smart Grid ergeben

Markus Bartsch, Business Development/IT Security, TÜV Informationstechnik GmbH

10.00 STARTUP PITCHES
Intelligente Lösungen für das Smart Grid

  • Eneida.io

Carlos Pina Teixeira, CEO, Eneida, Portugal

  • GridEye

Marc Schreiber, Leiter Marketing, DEPsys SA

  • Venios Energy Solution

Dr. Robert Lorenz, Business Development, Venios GmbH


11.00
Networkingpause

Innovative Betriebsmittel in der Praxis

11.30
Theoretischer Nutzen und praktische Herausforderung – innovative Stationskonzepte im Projekt Smart Area Aachen

  • Nutzen innovativer Betriebsmittel aus wissenschaftlicher Sicht
  • Praktische Erfahrungen mit innovativen Stationskonzepten aus dem Verbundprojekt Smart Area Aachen
  • Kommunikationstechnologie als kritisches Element für den Transformationsprozess

Peter Zimmer, Abteilungsleiter IKT und Messtechnik, STAWAG und
Dr. Andreas Nolde, Berater, B E T Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH

12.10
Der rONT: mutmaßlicher Heilsbringer im Praxistest

  • Heute und Morgen: die Anforderungen im Netz der enm
  • "Intelligenz" im Netz der enm
  • Erfahrungen mit dem rONT

Dr. Andreas Hoffknecht, Technischer Geschäftsführer, Energienetze Mittelrhein GmbH & Co. KG

Klassischer Netzausbau kombiniert mit innovativen und digitalen Betriebsmitteln – so setzen wir die Energiewende um.

Dr. Andreas Hoffknecht, Energienetze Mittelrhein GmbH

12.40
Gemeinsames Mittagessen

13.40
Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz von Spannungslängsreglern

  • Anforderungsprofile für Längsregler
  • Wo macht der Einsatz Sinn?
  • Erste Erfahrungen mit dem Einsatz

Marc Mürner-Binzegger, Leiter Grid Components, BKW Energie AG, Schweiz

Aktive Komponenten zur Spannungsregelung sind ein Standard-Betriebsmittel bei der BKW Energie AG.

Marc Mürner-Binzegger, BKW Energie AG

14.10
Mehrfachnutzung von Ortsnetzspeichern im Verteilnetz

  • Ortsnetzspeicher können Netze dezentral entlasten und den weiteren Zubau von Photovoltaik ermöglichen
  • Lokale Aggregation von Residualprofilen ermöglicht Einsparungen bei der Dimensionierung von Ortsnetzspeichern
  • Nutzung der Parametervielfalt für die Priorisierung der möglichen Einsatzzwecke

Dr. Philipp Luchscheider, Projektleiter Smart Grid Solar, ZAE Bayern Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V.

14.40
Erfahrungen mit dem Einsatz von Speichern im Verteilnetz

  • Einsatz eines 1MW Batteriespeichers im Lastspitzenmanagement, Inselbetrieb und in der Frequenzregulierung
  • Lastmanagement mit thermischen Speichern für die Integration dezentraler Erzeugung

Dr. Marina González Vayá, Fachspezialistin Smart Grid, Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, Schweiz

Für eine kosteneffiziente Integration fluktuierender dezentraler Einspeisung sehe ich in der Steuerung von lokalen Flexibiltäten über die Smart Meter Kommunikationsinfrastruktur das größte Potenzial.

Dr. Marina González Vayá, EKZ

15.10
Abschlussdiskussion

15.30
Ende des ETP Fachforums