7. EUROFORUM-Konferenz

Regelenergiemarkt Strom 2014

EUROFORUM KonferenzDiese Veranstaltung hat bereits am 3. bis 5. Juni 2014 in Berlin stattgefunden!

Programm

Pre- WORKSHOP: Dienstag, 3. Juni 2014

Der Workshop ist auch getrennt buchbar!

Operational Excellence am Regelenergiemarkt

Peter Vierbuchen, Consultant, ProCom GmbH, Aachen

In Zeiten sinkender Strompreise an den klassischen Handelsplätzen rücken zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten für Kraftwerke, Speicher und abschaltbare Lasten in den Fokus. Eine Teilnahme am Regelenergiemarkt bietet die Chance auf zusätzliche Erlöse. Sie stellt jedoch gleichzeitig hohe Ansprüche an die Organisation, die Prozesse und die unterstützenden Systeme. Auch der Umgang mit spezifischen Unsicherheiten und Risiken muss zuverlässig organisiert werden. Schließlich geht es darum, die gestiegene Komplexität im täglichen, operativen Betrieb sicher und mit vertretbarem Aufwand zu bewältigen.

Der EUROFORUM Praxisworkshop geht der Frage nach, wie im Unternehmen "Operational Excellence" am Regelenergiemarkt hergestellt werden kann. Diskutiert werden in diesem Zusam menhang konkrete Fragestellungen
und Themen aus der Praxis.

Workshop-Programm

Einführung

  • Märkte für Kraftwerksleistung, Speicher und abschaltbare Lasten
  • Regelenergie – eine Entscheidung unter Alternativen
  • Arten von Regelleistung
  • Marktregeln und Marktdesign

Operational Excellence

  • Optimale Abstimmung von Prozessen und IT-Systemen
  • Konzeption von Prozessen und IT-Systemen
  • Erfolgsfaktor Flexibilität

Organisatorische Herausforderungen im Regelenergiemarkt

  • Beteiligte Abteilungen und Instanzen
  • Kommunikation und Schnittstellen
  • Prozesse und Abläufe im Regelenergiemarkt

Anlagenpools und virtuelle Kraftwerke im Regelenergiemarkt

  • Vorhaltungs- und Besicherungsplanung
  • Anbindung an das Leitsystem
  • Abrufsteuerung/Einsatzentscheidung im Pool
  • Portfolioeffekte durch Speicher oder Umwandlung in andere Energieformen (z. B. Power-to-Heat, Power-to-Gas)
  • Sicherheit vs. Kostenoptimierung

Unterstützende Systeme

  • Prozessunterstützung und Prozessautomation
  • Entscheidungsunterstützende Systeme, Optimierung
  • Handelssysteme (Deal-Capturing, Handelsposition)
  • Leitsysteme und Umgang mit Echtzeitinformation

Umgang mit Unsicherheiten und Risiken

Gebotsstrategie und Gebotserstellung

  • Technische und ökonomische Informationen für die Gebotserstellung
  • Gebotsstrategien auf Regelleistungs- und Spotmärkten

Preisfindung/Preisprognosen für den Regelleistungsmarkt

  • Ansätze zur Realisierung
  • Zusammenhang zwischen Preisprognose und Gebotsstrategie

Gemeinsam stark?
Externe Dienstleister und Kooperationen

 

Zeitrahmen des Workshops:
09.00 Empfang mit Kaffee und Tee Ausgabe der Tagungsunterlagen
09.30 Begrüßung durch EUROFORUM und den Seminarleiter
11.00 – 11.30 Pause mit Kaffee und Tee
13.00 – 14.15 Gemeinsames Mittagessen
15.30 – 16.00 Pause mit Kaffee und Tee
17.30 Ende des Workshops

Ihr Abend zur freien Verfügung:
Nutzen Sie im Anschluss an den arbeitsreichen Tag die Zeit, zum Beispiel für einen Bummel über den nahegelegenen Ku-Damm oder einen ausgedehnten Spaziergang durch den Tiergarten. Vorher laden wir Sie auf ein Getränk an der Hotelbar ein.

Mittwoch, 4. Juni 2014

8.45–9.15
Empfang mit Kaffee und Tee
Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.15–9.30
Eröffnung der Konferenz durch EUROFORUM und den Vorsitzenden des ersten Konferenztages
Prof. Dr. Felix Müsgens,
Lehrstuhl Energiewirtschaft, Brandenburgische Technische Universität Cottbus und Geschäftsführer, r2b energy consulting GmbH, Köln

Die Zukunft des Regelenergiemarktes!
Aktuelle Trends und Perspektiven – Wohin entwickelt sich der Markt?

9.30–10.00
KEYNOTE
Regeln für den Regelenergiemarkt Rahmenbedingungen 2014 und aktuelle Entwicklungen

  • Ausschreibungsbedingungen – welche Weiterentwicklungen stehen an?
  • Erweiterung der Regelenergie-Produktpalette?
  • Flexibilisierung der Dimensionierung und Ausschreibung von Regelenergie?

Dr. Kathrin Thomaschki, Beisitzerin Beschlusskammer 6, Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Bonn

10.00–10.30
Europäischer Rahmen und Folgen für den Regelenergiemarkt

  • Status Quo: Entwicklung Netzwerk Codes balancing
  • Wesentliche Eckpunkte (Modelle, Umsetzungszeiträume etc.)
  • Pilotprojekte seitens der ENTSO-E

Dr. Christian Todem, Abteilungsleiter Markt Management (UMM), Autrian Power Grid AG, Wien – Österreich

10.30–10.45
Fragen und Diskussion
10.45–11.15
Pause mit Kaffee und Tee

11.15–11.45
Auswirkungen des Network Codes EB auf den deutschen Regelenergiemarkt

  • Marktmodell des Netzwerk Code Electricitiy Balancing
  • Konsequenzen für den deutschen Regelenergiemarkt
  • Weitere Entwicklungen im Netzregelverbund

Dr. Markus Stobrawe, Leiter Systemdienstleistungen, Amprion GmbH, Puhlheim

11.45–12.15
Zusammenspiel regionaler Regelenergiemärkte: Erwartungen an einen überregionalen Markt

  • Produkte und Preise, Regelenergiemarkt Schweiz
  • Bewertungs- und Vermarktungsstrategien von Pumpspeicherkraftwerken
  • Integration CH-Pumpspeicherkraftwerke in die europäischen Regelenergiemärkte

Kai Stassen, Systemdienstleistungsverantwortlicher, BKW Energie AG, Bern – Schweiz

12.15–13.15
Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen auf den Regelenergiemarkt - Herausforderungen und Chancen
Moderator: Prof. Dr. Felix Müsgens
Teilnehmer:
Kai Stassen
Dr. Markus Stobrawe
Dr. Kathrin Thomaschki (ohne Foto)
Dr. Christian Todem

13.15–14.30
Gemeinsames Mittagessen

14.30–15.10
Die Entwicklung von Regelenergiebedarf und Preisen

  • Fundamentale Erklärungen von Bedarfsmengen und Preisen
  • Historische Entwicklung
  • Trends und zu erwartende Entwicklungen

Dr. Alexander Bade, Berater, r2b energy consulting GmbH, Köln

Neue Marktteilnehmer – lohnt sich der Einstieg in den Regelenergiemarkt jetzt und in Zukunft?

15.10–15.40
Anreize und Hürden für energieintensive Unternehmen zur Teilnahme am Regelenergiemarkt

  • Flexibilitätsprofile industrieller Lasten am Beispiel einer Aluminiumhütte
  • Demand Response als Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende
  • Mögliche Beiträge zu Standard-Regelenergieprodukten, heute und in Zukunft
  • Wirtschaftliche Rahmenbedingungen (Investitions- und Betriebskosten/perspektivische Erlöse am Strommarkt)
  • Regulatorische Hürden

Heribert Hauck, Leiter Ressort Energie, Trimet Aluminium AG, Essen

15.40–15.50
Fragen und Diskussion
15.50–16.20
Pause mit Kaffee und Tee

16.20–16.50
Neugestaltung und Transparenz der Ausgleichsenergiepreise – wo geht die Reise hin?

  • Einfluss des Positionspapiers der Bundesnetzagentur
  • Einfluss neuer Anbieter für Regelenergie
  • Auswirkungen der Überführung systematischer Regelzonenabweichungen in die Kurzfristmärkte

Marcel Horstmann, Portfolio Management CWE, Markedskraft Deutschland GmbH, Berlin

16.50–17.20
Kurzfristige Bilanzkreisbewirtschaftung – Wahrnehmung aktueller regulatorischerAnforderungen

  • Möglichkeiten zur Wahrnehmung der Bilanzkreisbewirtschaftungspflichten
  • Fahrplanseitige Abwicklung von MRL-Abrufen und bilanzkreisübergreifenden SRL-Pools

Thomas Westerhausen, Leiter Bilanzkreismanagement, Trianel GmbH, Aachen

17.20–17.45
Abschließende Fragen
17.45
Ende des ersten Konferenztages

Noch nicht alles besprochen?
Nutzen Sie den Abend zu weiteren interessanten Gesprächen und zum Knüpfen neuer Kontakte! Am Abend des ersten Veranstaltungstages sind Sie herzlich zu einem gemeinsamen Umtrunk eingeladen.

Das Ramada Hotel Berlin Alexanderplatz lädt Sie herzlich zu einem Umtrunk im Anschluss an den ersten Konferenztag ein.

Donnerstag, 5. Juni 2014

9.00–9.15
Begrüßung durch den Vorsitzenden des zweiten Konferenztages
Dr. Jörg Strese,
Geschäftsführer, Enovos Future GmbH, Saarbrücken

Vermarktung von PRL/SRL/MRL – wo gibt es noch Ertragschancen?

9.15–9.45
Vermarktung von Regelenergie aus einem diversifizierten Kraftwerkspark

  • Opportunitäten – was ist der Wert von Flexibilität
  • Kosten – was kostet die Vorhaltung und die Erbringung von Systemdienstleistung
  • Randbedingungen – Einschränkungen durch ein regulatorisches Umfeld

Clemens Krauß, Head of Short Term Position Management, EnBW Trading GmbH, Karlsruhe

9.45–10.15
Erfahrungen mit MOLs und die IT-Anforderungen
Der Referent befindet sich in Absprache.

10.15–10.30
Fragen und Diskussion
10.30–11.00
Pause mit Kaffee und Tee

11.00–11.30
Intraday-Märkte und Regelenergiemärkte – Konkurrenz oder Ergänzung?

  • Derzeitige Aufgaben und Abgrenzung der Märkte
  • Technische Herausforderungen heute und morgen
  • Perspektivische Weiterentwicklung der Produkte

Dr. Klaus von Sengbusch, Leiter Energiewirtschaft, 50Hertz Transmission GmbH, Berlin

11.30–12.15
ROUNDTABLE-DISKUSSIONEN
Vertiefen Sie Ihr Praxiswissen in kleinen Runden!

Setzen Sie Ihren eigenen Schwerpunkt! Im kleinen Kreis können Sie Ihr Wissen zu ausgewählten Themen gezielt vertiefen, individuelle Fragen stellen und von den Erfahrungen der Referenten und Marktteilnehmern profitieren. Zudem sind Sie herzlich eingeladen, die Diskussion mit Ihren Beiträgen zu bereichern.

Folgende Themen stehen zur Auswahl:

Viertelstundenhandel in der Praxis
Jochen Schwill,
Geschäftsführer, NEXT Kraftwerke GmbH, Köln

Last-Minute Balancing 2020 – Intraday- oder Regelenergiemarkt?
Marcel Horstmann,
Portfolio Management CWE, Markedskraft Deutschland GmbH, Berlin

Flexibilisierungspotenziale dezentraler Erzeugungsanlagen
Ulrich Gerigk,
Leiter Virtuelles Kraftwerk, Energy2market GmbH, Leipzig

Die Regelleistung in Zeiten der Energiewende – woher kommt die Regelleistung 2030?
Claus Hodurek,
Fachgebietsleiter Energieverträge, 50Hertz Transmission, Berlin

12.15–13.30
Gemeinsames Mittagessen

Go Renewebles! Wie die Erneuerbaren den Regelenergiemarkt nachhaltig verändern

13.30–14.00
Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Regelenergiemarktes unter Einbeziehung ungesicherter Regelleistungsvorhaltung

  • Planbarkeit von volatilen Stromeinspeisungen als Voraussetzung zur Teilnahme am Regelleistungsmarkt
  • Ist eine Diversifizierung der Produktstrukturen möglich oder brauchen wir ein viertes Regelenergieprodukt?
  • Welche technischen Hürden müssen genommen werden?

Claus Hodurek, Fachgebietsleiter Energieverträge, 50Hertz Transmission, Berlin

14.00–14.30
STUDIE
Projekt "Regelenergie durch Windkraftanlage" und die Implikationen für den Regelleistungsmarkt

  • Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Studie
  • Wie kann die Systemsicherheit von morgen auch mit Erneuerbaren Energien gewährleistet werden?
  • Unter welchen Bedingungen kann Windenergie Regelleistung anbieten?
  • Was bedeuten die Erkenntnisse aus der Studie für den Rest des Marktes?

Malte Jansen, Leiter des BMU-Projektes "Regelenergie durch Windkraftanlagen", Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES, Kassel

14.30–15.00
Flexibilität eines virtuellen Kraftwerks der Erneuerbaren Energien

  • Sekundärreserve aus dem virtuellen Kraftwerk in der Praxis
  • Bedarfsgerechte Einspeisung vs. Regelenergiebereitstellung
  • Interaktion zwischen Regelenergie und Direktvermarktung

Jochen Schwill, Geschäftsführer, NEXT Kraftwerke GmbH, Köln

15.00–15.30
Power-to-heat – Noch Zukunftsmusik oder ernst zu nehmender Marktteilnehmer am Regelenergiemarkt?

  • Konzeption und technische Integration von PtH in Anlagen mit unflexiblem Wärmekonzept
  • Anwendungsmöglichkeiten und PTH in dezentralen Erzeugungsanlagen
  • Erlösbetrachtung für Sekundärregelleistung mit Praxisbeispiel
  • Zukunftsvisionen

Ulrich Gerigk, Leiter Virtuelles Kraftwerk, Energy2market, Leipzig

15.30–15.45
Abschließende Fragen

15.45
Ende der 7. EUROFORUM-Konferenz"Regelenergiemarkt Strom"