9. Deutscher Regulierungskongress

DER unabhängige Treffpunkt zur Regulierung EUROFORUM KongressDiese Veranstaltung hat bereits am 26. und 27. September 2012 in stattgefunden!

Programm

Mittwoch, 26. September 2012

8.30–9.00
Empfang mit Kaffee und Tee, Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.00–9.15
Begrüßung durch EUROFORUM und den Vorsitzenden
Dr. Bernd-Michael Zinow,
Bereichsleiter Wirtschaft und Politik, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe

Neue Aufgaben, neue Befugnisse, neue Besetzung – Wie sieht die zukünftige Regulierungslandschaft in Deutschland aus?

9.15–9.45
Aktuelle und zukünftige Aufgaben der Bundesnetzagentur

  • Gewährleistung der Systemsicherheit: Was ist zu tun?
  • Entwicklung der Erzeugungskapazitäten
  • Die Behörde im Zeichen der Energiewende: Beschleunigung des Netzausbaus
  • Wesentliche Eckpunkte des Netzentwicklungsplans
  • EEG-Förderung: Was ergibt sich für die Regulierungsaufsicht?

Jochen Homann, Präsident, Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Bonn

9.45–10.30
POWER TALK
Frischer Wind in etablierter Behörde? Wofür soll die BNetzA in Zukunft stehen?

  • Die Behörde als Think Tank der Energiewende?
  • Regulierung 2.0: Wie viel Regulierung brauchen wir eigentlich?
  • Zu viel Macht in einer Hand?
  • Die Regulierungsarchitektur in Deutschland
  • Doppelzuständigkeit von Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden?

Diskussionsteilnehmer:
Dr. Christof Bauer, Mitglied des Vorstandes, VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft, Essen und Director Chemical Energy Management, Evonik Industries AG, Hanau
Prof. Dr. Christian von Hirschhausen, Lehrstuhlinhaber/Leiter Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik, TU Berlin
Jochen Homann
Roger Kohlmann, Mitglied der Hauptgeschäftsführung, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW), Berlin
Michael Wübbels, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU), Berlin
Moderation: Dr. Bernd-Michael Zinow

10.30–11.00 Pause mit Kaffee und Tee

Die Zukunft der Netze wird in Europa entschieden:
Europäische Regulierungsaktivitäten und die nationalen Auswirkungen

11.00–11.30
Ein Markt für alle?
Fortschritte und neue Probleme der EU-Energiepolitik

  • Marktintegration als Kernaufgabe der EU-Energiepolitik
  • Liberalisierung durch Wettbewerbsrecht: Fallpraxis im Energiekartellrecht
  • Liberalisierung durch Regulierung: Vom 3. Paket zur Roadmap 2050
    • Netzkodizes und Leitlinien zur Implementierung des 3. Paketes (Gas & Elektrizität, z.B. CAM/CMP, Data Transparency etc.)
    • Europäischer Netzausbau: Koordinierung und Anreize
  • Zusammenspiel von Wettbewerbs- und Regulierungsrecht
  • Wettbewerbs- und Binnenmarktaspekte der Energiewende
    • Nationale Regulierung im europäischen Kontext
    • Binnenmarkt versus Kleinstaaterei: Probleme rein nationaler Lösungen für den Binnenmarkt

Dr. Oliver Koch, Stellvertretender Referatsleiter, Unit B.2 - Binnenmarkt II: Großhandelsmärkte; Elektrizität und Gas, Europäische Kommission, Brüssel – Belgien

11.30–12.15
POWER TALK
Regulierungsaktivitäten aus Brüssel und Ljubljana – Welche Bedeutung haben sie für den deutschen Energiemarkt?

  • Grenzüberschreitender Austausch und Marktkopplung
  • Netzkodex zu Kapazitätsvergabe und Engpassmanagement Gas
  • Infrastrukturpaket und notwendige Anpassungen der Gas- und Stromnetze
  • Energieeffizienz-Richtlinie

Diskussionsteilnehmer:
Walter Boltz, Vice Chair of ACER's Regulatory Board, Ljubljana – Slowenien
Stephan Kamphues, Präsident, ENTSO-G, Brüssel – Belgien und Sprecher der Geschäftsführung, Open Grid Europe GmbH, Essen
Dr. Oliver Koch
MinDir Franzjosef Schafhausen, Leiter Unterabteilung Energie und Umwelt, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin
Konstantin Staschus, Secretary General, ENTSO-E, Brüssel – Belgien

Ein Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie ist angefragt.
Moderation: Robert Klotz, Partner, Mayer Brown LLP, Brüssel – Belgien

12.15–13.45 Gemeinsames Mittagessen

Aktueller Brennpunkt 1
Versorgungssicherheit und Netzstabilität

13.45–14.10
Versorgungssicherheit der Energieversorgung: Lessons learned aus der Kälteperiode

  • Rückblick auf die Kälteperiode Anfang Februar 2012
  • Schlussfolgerungen für die Leistungsbilanz Deutschland
  • Wie kann ausreichend Kraftwerkskapazität gesichert werden?
  • Wie können vergleichbare Energieungleichgewichte verhindert werden?

Dr. Peter Hoffmann, Leiter Netzführung, TenneT TSO GmbH, Bayreuth

14.10–14.35
Verteilernetzbetreiber in der Mitwirkungspflicht: System- und Netzstabilität sichern

  • Auswirkungen des Erdgasmangels im Winter auf das Stromnetz
  • Abgrenzung der Verantwortungsbereiche ÜNB/VNB
  • Regulatorische Berücksichtigung der Netzintegration von EE-Anlagen im Einspeisemanagement
  • TransmissionCode und DistributionCode

Frank Rose, Leiter Netzführung, 24/7 Netze GmbH, Mannheim

14.35–15.00
Industrieanlagen: Beitrag zur Systemsicherung durch Abschaltung industrieller Lasten

  • Bedeutung der Systemsicherheit für Produktionsanlagen
  • Abschaltverordnung: Möglichkeiten am Beispiel CURRENTA
  • Potenzial von "Industrial" Smart Grids
  • Qualitätsregulierung: Wann kommt die Normvorgabe?

Wilhelm Heuken, Leiter Elektrizitätsversorgung, CURRENTA GmbH & Co. OHG, Leverkusen

15.00–15.30 Diskussion
15.30–16.00 Pause mit Kaffee und Tee

Aktueller Brennpunkt 2
Netzausbau und Investitionsbedarf

16.00–16.30
Netzausbau Strom und Gas – Aktuelle Planungen

  • Netzausbaubedarf Übertragungs-, Fernleitungs- und Verteilernetze
  • Monitoring: Netzausbau für die Energiewende
  • Netzentwicklungspläne – Szenarien und Verfahren
  • U mbau: Smart Grids
  • Dezentralisierung und Netzausbau
  • Bundesfachplanung Stand und Ziel

Karsten Bourwieg, Leiter des Referats für Rechtsfragen Energieregulierung und Erneuerbare Energien, Entflechtung, Grundsatzfragen der Energieverbraucher, Bundesnetzagentur, Bonn

16.30–17.15
POWER TALK
Wie können die Investitionen im Netz gestemmt werden?

  • Das richtige Maß der Netzrendite
  • Verteilung der Risiken auf die richtigen Schultern?
  • Wer bestellt, der bezahlt – oder?
  • Ein Smart Grid in einem Smart Market
  • Werden die richtigen regulatorischen Anreize gesetzt?
  • Sind alle Verteilernetzbetreiber (gleich) betroffen?
  • Investition braucht Investitionssicherheit? Wo steht Deutschland?
  • Welche regulatorischen Vorgaben sind wichtig für den Kaufentscheid?

Diskussionsteilnehmer:
Karsten Bourwieg
Andreas Fröstl, Geschäftsführer, swb Netze GmbH & Co. KG, Bremen
Dr. Christian Schneller, Head of Public Affairs, TenneT TSO GmbH, Bayreuth
Hilko Schomerus, Managing Director, Macquarie Infrastructure& Real Assets, Frankfurt/Main
Moderation: Dr. Peter Rosin, Partner, Clifford Chance, Düsseldorf

17.15–18.00
SCHLAGABTAUSCH
Mehr oder weniger Staat für die Energiewende?

  • Wird die staatliche Förderpolitik bald unbezahlbar?
  • Brauchen wir mehr staatliche Eingriffe?
  • Wie viel Wettbewerb ist nötig und sinnvoll?
  • Regulierung der Erzeugung: Kapazitätsmechanismen
  • Aktuelle Diskussion um ein neues Marktdesign

Diskussionsteilnehmer:
Dr. Felix Engelsing, Vorsitzender 8. Beschlussabteilung, Bundeskartellamt, Bonn
PD Dr. Jörg Jasper, Senior Economist, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Berlin/Karlsruhe
Stephan Kolb, Head of Public Affairs, Statkraft AS, Brüssel – Belgien
Moderation: Matthias Kurth, Rechtsanwalt/Staatssekretär a.D./ehemaliger Präsident der Bundesnetzagentur

18.00
Ende des ersten Kongresstages. Im Anschluss sind Sie herzlich zu einem gemeinsamen Umtrunk eingeladen.

18.45
Abfahrt zur gemeinsamen Abendveranstaltung

Abendveranstaltung

Zu Gast bei der "Feinschmeckerin 2012"
Lassen Sie sich im Berliner Restaurant "Das Speisezimmer" vom Team der frisch prämierten Spitzenköchin Sarah Wiener kulinarisch verwöhnen und nutzen Sie das entspannte Umfeld für interessante Gespräche!

Donnerstag, 27. September 2012

8.45–9.00
Begrüßung durch EUROFORUM und den Vorsitzenden
Dr. Oliver Franz,
Leiter Regulierungsökonomische Grundsatzfragen/Internationale Regulierungen, RWE Deutschland AG, Essen

Die (Investitions-)Anreize richtig setzen!
Was ändert sich mit der Novelle der ARegV?

9.00–9.30
Novelle der ARegV:
Wie sieht eine investitionsorientierte Regulierung aus?

  • Rechtsrahmen für Investitionssicherheit: Kann die ARegV das leisten?
  • Anreize für mehr Effizienz im Netzbetrieb
  • Regulierungskonto – Wirkt die Neuregelung netzentgelterhöhend?
  • Evaluierung des Systems der Anreizregulierung
  • Neue Regelung des EIP
  • Wie geht es weiter nach der 2. Regulierungsperiode?

Barbie Kornelia Haller, Leiterin des Referats für Wirtschaftliche Grundsatzfragen der Energieregulierung, Bundesnetzagentur, Bonn

9.30–10.00
BAUSTELLE 1
Investitionsklima im Zeichen der Energiewende – Nur für die Großen!? Anforderungen aus Sicht des Verteilernetzbetreibers

  • Investitionsklima für Netzbetreiber – Eine Bestandsaufnahme
  • Die besondere Rolle der Verteilernetze beim Umbau des Energiesystems
  • Unterschiede zwischen Verteilernetzen und Verteilernetzen
  • Was beim Netznutzer ankommt: Erfahrungen aus der Zukunft
  • Was zu tun bleibt, damit das Experiment gelingt?

Ralf Hiersig, Geschäftsführer, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH (MITNETZ STROM), Halle/Saale

10.00–10.30
BAUSTELLE 2
Investition in neue Technologien – Neue Geschäftsfelder versus Erfüllung gesetzlicher Auflagen? Perspektiven für Smart Meter und Smart Grids

  • Gibt es ein Geschäftsmodell?
  • Was sind Einflussfaktoren für die eigene Strategie?
  • Rahmenbedingungen: MessZV, Schutzprofile und Technische Richtlinie, ARegV sowie Anpassung weiterer Verordnungen als Folge von §21b-i
  • Kundenorientierung: Ein Thema für den Netzbetreiber oder den Vertrieb?
  • Messwesen wird zum IT- und TK-Thema – Lösungen in der Branche
  • Strategie und wirtschaftlicher Umsetzungsfahrplan im kommunalen Kooperationsmodell

Manfred Heyne, Prokurist/Leiter Technisches Produktmanagement, smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück

10.30–10.45 Diskussion
10.45 –11.30 Pause mit Kaffee und Tee

Während der Kaffeepause finden unsere parallelen Round Tables statt.
Wählen Sie Ihr Schwerpunktthema und sichern Sie sich umfassende, topaktuelle Informationen aus 1. Hand. Profitieren Sie von intensiv geführten Diskussionen im kleinen Teilnehmerkreis!

Parallele ROUND TABLES
Aktuelle Fragen im Regulierungsrecht – Unsere Experten antworten!

Wählen Sie Ihr Schwerpunktthema aus drei Fachgebieten:

Geschlossene Verteilernetze

  • Positionspapier der BNetzA
  • Abgrenzung Kundenanlage/Geschlossenes Verteilernetz
  • Offene Fragen zur Umsetzung
  • Pflichtenkatalog der NB
  • Welche Gestaltungsoptionen bleiben?

Dr. Eike Brodt, Rechtsanwalt und Partner, Ritter Gent Collegen, Hannover

Gasmarktregulierung

  • KOV V: Was ist neu? Ausblick auf KOV VI
  • GABi Gas reloaded: Network Codes Balancing
  • Status quo: Kapazitätsmarkt Gas/KARLA, Konvertierungsentgelte, Bilanzierung
  • Zukunft der Regulierung: Reguliert der ÜNB den FNB?

Dr. Florian-Alexander Wesche, Rechtsanwalt, White & Case LLP, Düsseldorf

Zertifizierung zum ITO

  • Entscheidungsentwürfe der BNetzA und Stellungnahmen der Kommission
  • Aktuelle Fragen zur Ausgestaltung des entflochtenen Transportnetzbetreibers (ÜNB/FNB)
  • Unabhängigkeit im Tagesgeschäft
  • Kompetenzen des Aufsichtsrats des Unabhängigen
  • Transportnetzbetreibers – Rechte der Gesellschafter
  • Unabhängigkeit und Governance – Spannungsfeld beim Unabhängigen Transportnetzbetreiber

Kathrin Hartung, Rechtsanwältin/Senior Manager, Regulierungsmanagement, TransnetBW GmbH, Stuttgart

Netzplanung ist Kostenplanung!
Investitionsstrategie im aktuellen Rechtsrahmen

11.30–12.00
Umbau der Verteilernetze zur Integration erneuerbarer Energien: Technisch-wirtschaftliche Auswirkungen und Anforderungen an den regulatorischen Rahmen

  • Auswirkungen der erneuerbaren Energien in Verteilernetzen
    • Spannungsqualität
    • Thermische Belastung
  • Notwendiger Investitionsbedarf für den Umbau
  • Was bringen steuerbare Lasten und Einspeiser?
  • Zielnetzplanung unter Berücksichtigung wachsender dezentraler Einspeisung
  • Anpassungsbedarf der ARegV und des EEG

Dr. Christof Niehörster, Geschäftsbereichsleiter Netzberatung, BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH, Aachen

12.00–12.30
Wenn Effizienz die Erlöse bestimmt: Passend in der heutigen Welt?

  • Erlöspfadmanagement als entscheidender Faktor zur Steuerung
  • Auswirkungen aus den wachsenden Anforderungen für den Netzbetreiber
  • Konsequenzen aus der regulatorischen Zukunft auf die Netzstrategie

Dr. Peter Wolffram, Leiter kaufmännisches und regulatorisches Management, N-ERGIE Netz GmbH, Nürnberg

12.30–12.45 Diskussion
12.45–14.15 Gemeinsames Mittagessen

Die Zukunft der Netzgesellschaft:
Wie stellt man sich – auch regulierungskonform – richtig auf?

14.15–14.45
Größe zeigen: Ausgestaltung der Netzgesellschaft

  • Wie groß sollte die "große" Netzgesellschaft sein?
  • Praktische Fragen zur Umstrukturierung
  • Personalübergang: Sicherung anerkennungsfähiger Kosten
  • Fallstricke bei Dienstleistungsverträgen
  • Umsetzung auf der Zeitschiene

Carsten Neises, Prokurist und Leiter Regulierungsmanagement, regionetz GmbH, Eschweiler

14.45–15.15
Trennung von Netz- und Vertriebsmarke: Chancen erkennen und nutzen

  • Alles bleibt anders! Veränderung wird zur Normalität
  • Kommunikative Chancen des Neuen erkennen und nutzen
  • Meine Marke gehört mir – Irrtum: Marke ist Verhandlungssache!
  • In Dialog treten, im Gespräch bleiben: über Marken Themen setzen
  • Die vernetzte Marke in der Energiewirtschaft – Thesen, Einschätzungen, Ausblicke

Michael Fuchs, Geschäftsführer, Deekeling Arndt Advisors in Communications GmbH, Düsseldorf

15.15–16.00
PRO und CONTRA
Für wen ist das Netz (noch) etwas wert?
Konzessionswettbewerb und Rekommunalisierung

  • Umgang mit auslaufenden Konzessionen
  • Was spricht für, was gegen den Besitz des Netzes?
  • Chancen und Risiken
  • Rekommunalisierung: Auswirkungen auf Netzeffizienz, -qualität und Netzentgelte

Susanne Treptow, Geschäftsführerin, GWS Stadtwerke Hameln GmbH, Hameln
Ein weiterer Referent befindet sich in Absprache.

16.00–16.15 Abschlussdiskussion

16.15
Ende des 9. Deutschen Regulierungskongresses