Geschäftsmodell

Small Scale LNG

Steigen Sie jetzt in das rasant wachsende Geschäftsfeld ein! EUROFORUM KonferenzDiese Veranstaltung hat bereits am 29. und 30. September 2015 in Hamburg stattgefunden!

Blogbeitrag

Abendveranstaltung

Georg Ehrmann, Geschäftsführer, Maritime LNG Plattform

Nach einer hoffentlich erholsamen Sommerpause geht es nun auch für die Maritime LNG Plattform schwungvoll und mit viel Elan in den Herbst. Schließlich gilt es nun, die Initiativen und Partnerschaften, die wir im ersten Jahr unseres Bestehens initiieren und etablieren konnten, sowie die konstruktive und positive Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) fortzuführen und zu intensivieren. Die Euro-Forum Konferenz "Small Scale LNG" als Branchen-Treffpunkt aller Interessierten rund um das Thema "LNG als alternativer Kraftstoff für die Schifffahrt und den Landverkehr" bietet hierfür einen idealen Auftakt, und die Maritime LNG Plattform ist somit selbstverständlich als Partner dabei.

Einige einführende Worte zur Plattform: Die Maritime LNG Plattform ist eine Koalition von Industrieunternehmen, Reedereien, Hafenbehörden sowie nationalen und internationalen Initiativen, die sich das Ziel gesetzt hat, LNG als alternativen Kraftstoff in der See- und Binnenschifffahrt sowie als Energieträger in der Landstromversorgung zu etablieren. Dabei verfolgen wir das Ziel, die Rahmenbedingungen für die Nutzung von LNG im maritimen Sektor positiv und marktgerecht zu gestalten. Grundsätzlich geht es uns um die Förderung und den Aufbau von nachhaltigen Transport- und Versorgungsstrukturen im maritimen Sektor.

Seit gut einem Jahr sind wir nun für die Markteinführung von LNG in Deutschland aktiv und sind dabei stetig gewachsen: Heute haben wir mehr als 70 nationale und internationale Mitglieder und Partner, mit denen wir regelmäßig zusammenarbeiten. Dieser Austausch ist wesentlich für unsere Arbeit: Deutschland kann viel von internationalen Erfahrungen über den Umgang und die Nutzung von LNG im maritimen Sektor lernen, und wir sehen es als unsere Aufgabe an, diese Erfahrung hier in Deutschland den wesentlichen Akteuren zur Verfügung zu stellen und nutzbar zu machen.

Schon nach kurzer Zeit hat uns die Politik als konstruktiven und pragmatischen Partner anerkannt: Wir arbeiten heute eng mit dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) zusammen und haben somit unser erstes Gründungsziel, der nationale Ansprechpartner für LNG in der Schifffahrt zu werden, erreicht. Jetzt geht es konkret um die Schaffung der Rahmenbedingungen, die den Umstieg zum umweltfreundlichen LNG ermöglichen. Dazu sind nun Politik und Behörden gefordert, das umzusetzen, was aus der Praxis an Anforderungen an sie herangetragen wird.

Der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Staatssekretär Uwe Beckmeyer, brachte es kürzlich auf den Punkt. Auf der Pressekonferenz anlässlich des einjährigen Bestehens der Plattform Ende Juni in Berlin führte er aus: "Um LNG als umweltfreundliche Kraftstoffalternative zum Durchbruch zu verhelfen, braucht es aber auch innerhalb der Branche sog. First Mover, die vorangehen. Die Maritime LNG Plattform übernimmt dabei eine sehr wichtige Funktion und hat in kurzer Zeit ein breites Bündnis unterschiedlicher Akteure organisiert."

Mit der aktiven Beteiligung der Maritimen LNG Plattform an der Erstellung eines nationalen Rahmenplans zur Umsetzung der EU-Richtlinie "Clean Power for Transport" gibt sie als Scharnier zwischen Politik und maritimer Wirtschaft den erforderlichen Input. Nur eine die Nachfrage stimulierende, auf eine Innovationsoffensive setzende und die Rahmenbedingungen für ein einheitliches und unbürokratisches Genehmigungsmanagement schaffende Politik kann LNG als Chance für sauberere Transportwege etablieren.

Vor kurzen haben wir hierzu gemeinsam mit dem Verband Deutscher Reeder (VDR), dem Verband für Schiffbau und Meerestechnik (VSM), dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e. V. (ZDS) und dem Zentralverband Deutscher Schiffsmakler (ZVDS) konkrete Vorschläge gemacht. In unserer gemeinsamen Stellungnahme betonen wir, dass der Alternativkraftstoff LNG ein großes Potential im Schiffsverkehr und in der nachgelagerten Logistikkette besitzt, um aktuelle und zukünftige Emissionsvorgaben auf den Meeren zu erfüllen und gleichzeitig die Emissionsbelastung in küstennahen Regionen und in den deutschen Hafenstädten deutlich zu reduzieren. Allerdings machen wir darin auch deutlich, dass es noch vermehrter Anstrengungen bedarf, um das nach wie vor bestehende sog. "Henne-Ei-Problem" zu lösen. Gemeinsam sind wir uns einig, dass genau dies den umfassenden Aufbau einer LNG-Bunkerinfrastruktur sowie weitreichende Investitionen in schiffsseitige LNG-Antriebe bisher verhindert hat. Als die wesentlichen Repräsentanten des maritimen Sektors in Deutschland sprechen wir uns klar für die Förderung von LNG in der Schifffahrt aus, um dieses Problem zu lösen und LNG den benötigten Schub zu verschaffen.

Wir haben uns also einiges vorgenommen, und dieser Herbst mit seinen vielen wichtigen Veranstaltungen, Treffen und Initiativen entwickelt hoffentlich das nötige Momentum: Vor uns liegt ein spannender Herbst.

Die Maritime LNG Plattform und ihre Mitglieder und Partner werden auf jeden Fall aktiv daran weiterarbeiten, LNG als alternativen Kraftstoff zu etablieren und damit die Binnen- und Seeschifffahrt insgesamt nachhaltiger zu machen.

Somit freue ich mich auf unseren Austausch und weitere Diskussionen am 29. und 30. auf der EUROFORUM-Konferenz im September in Hamburg.