Sommerkurs Controlling

Ihre Weiterbildung zum kompetenten Ansprechpartner EUROFORUM IntensivlehrgangBald wieder im Programm.

Bald wieder im Programm.

Programm

Modul 1 (Montag, 11. Juni 2012)

Kostenrechnung und Kostenmanagement

Ihr Referent:
Prof. Dr. Martin Schreiber,
Professur für Betriebswirtschaftslehre, Fachhochschule Münster

Am ersten Tag des Sommerkurses erwerben Sie das Handwerkzeug im Controlling – die Kenntnis von Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgern. Lernen Sie hier, wie Sie Deckungsbeiträge berechnen und den Break-Even ermitteln.

Controlling im Überblick

  • Ziele und Grundbegriffe
  • Aufgaben und Anforderungen im Controlling
  • Aktuelle Trends

Grundlagen und Teilbereiche der Kostenrechnung

  • Grundbegriffe
  • Kostenartenrechnung
  • Kostenstellenrechnung
  • Kostenträgerrechnung
  • Fallstudie

Teilkostenrechnung: Deckungsbeitragsrechnung

  • Systematik
  • Nutzung der Deckungsbeitragsrechnung als Basis für Entscheidungen im Unternehmen
    • Sortimentsentscheidungen
    • Make-or-Buy-Entscheidungen
    • Break-Even-Analyse
  • Fallstudie

Plankostenrechnung

  • Vorgehensweise und Systeme
  • Abweichungsanalyse

Kostenmanagement: Von der Kostenrechnung zur gezielten Kostensenkung

  • Prozesskostenrechnung
  • Gemeinkostenwertanalyse
  • Zero Base Budgeting
  • Target Costing

Zusammenfassung

Ihr Abend zur freien Verfügung:
Nutzen Sie im Anschluss an den arbeitsreichen Tag die Zeit, zum Beispiel den Hafen von Travemünde bei einem ausgedehnten Spaziergang zu erkunden. Vorher laden wir Sie auf ein Getränk an der Hotelbar ein.

Modul 2 (Dienstag, 12. Juni 2012)

Management Reporting und Kennzahlen

Ihr Referent:
Ralf Hoffrichter,
Geschäftsführender Gesellschafter, auxilium Managementberatung GbR

Nach welchen Kennzahlen kann gesteuert werden und welche sind überhaupt für ein Unternehmen relevant? Wie können diese in ein Reporting integriert werden und wie sollte ein gutes Berichtswesen aufgebaut sein? Diese Fragen beantworten wir Ihnen bei diesem Modul.

Aktuelle Problemstellungen und Lösungsansätze im Management Reporting

  • Der klassische Aufbau in der Unternehmensberichterstattung
  • Neue Anforderungen an moderne Berichtssysteme
  • Inhaltliche Ausgestaltung von Informationssystemen – Orientierung der Berichtsinhalte an den Analyse- und Steuerungsanforderungen
  • Kennzahlen im Vergleich – Traditionelle Renditekennzahlen versus wertorientierte Kennzahlen
  • Das Zusammenspiel der verschiedenen Kennzahlen und der unterschiedlichen Reporting-Konzepte – Balanced Scorecard – Activity Based Costing – Target Costing – Shareholder Value et altera

Workshop:
Aufbau von Ziel- und Indikatorensystemen anhand praktischer Fallbeispiele

Fallstudie:
Entwicklung eines Prozesskostenansatzes zur Erhöhung der Kostentransparenz als ein Element der Unternehmensberichterstattung

  • Controlling des Gemeinkostenbereiches
  • In welchen Bereichen liegt das größte Potenzial für Effizienzsteigerungs- und Kostenoptimierungsmaßnahmen?
  • Was sind die ausschlaggebenden Faktoren (Kostentreiber) und wie lassen sich diese beeinflussen?
  • Welche Hilfsmittel und Verfahren können zur kontinuierlichen Überprüfung und Beeinflussung der Gemeinkostenbereiche zur Verfügung gestellt werden?
  • Welche Schlussfolgerungen/Ergebnisse sind erzielbar?

Die Balanced Scorecard (BC) als konzeptionelle Basis zur Umsetzung langfristiger Unternehmensziele

  • Verbindung zwischen Unternehmensstrategie und Management Reporting
  • Management Informationssysteme als Kommunikationselement im Unternehmen
  • Merkmale und konzeptioneller Gestaltungsrahmen für eine umfassende Unternehmensberichterstattung und Unternehmensführung

Fallstudie:
Entwicklung eines Balanced Scorecard- Ansatzes für eine Produktions- und Vertriebsgesellschaft

Reporting Design, technische Umsetzung und Nutzung des Reportings zur Unternehmenssteuerung

  • Organisatorische Aspekte – Effizienz in der Reportingorganisation
  • Case Study: Optimierung der Strukturen und der Wirtschaftlichkeit in der Reportingorganisation eines führenden deutschen Dienstleisters
  • Layout und neue Technologien
  • Vorgehensweise bei der Konzeption und Realisierung von Informationssystemen

Fallbeispiele realisierter Kennzahlensysteme: Umsetzung der Anforderungen an moderne Informationssysteme

  • Berichtswege in dezentralen und mehrstufigen Unternehmen
  • Verbindung verschiedener Steuerungsebenen
  • Verschiedenartige Steuerungsanforderungen und deren Umsetzung in der Regelberichterstattung
  • Nutzung neuer Technologien, z. B. Portale
  • Beispiele aus Produktion, Vertrieb und Dienstleistung

Abschlussdiskussion:
Übertragbarkeit der Lösungsansätze auf die eigene Organisation – Gestaltungsmuster und Gestaltungsempfehlungen

Mit dem Nachtwächter durch Travemünde!
Am zweiten Abend laden wir Sie herzlich zu einer gemeinsamen Erkundungstour durch das historische Travemünde ein. Lernen Sie die Stadt von einer ganz anderen Seite kennen und hören Sie Anekdoten und Erzählungen aus mehreren Jahrhunderten.

Modul 3 (Mittwoch, 13. Juni 2012)

Strategisches Controlling und Risikocontrolling

Ihr Referent:
Prof. Dr. Thorsten Kümper,
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Controlling, Fachhochschule Flensburg

Während das operative Controlling die Effizienz ("die Dinge richtig tun") betrachtet, liegt der Fokus des strategischen Controlling auf der Effektivität ("die richtigen Dinge tun"). Lernen Sie die wesentlichen Instrumente der langfristigen Unternehmensplanung und -steuerung kennen. Erfahren Sie, wie das strategische Controlling als Schnittstelle zwischen Unternehmensführung und operativem Management fungiert. Ferner wird ein Bogen zum Risikocontrolling geschlagen.

Strategisches Controlling

Grundlagen des Strategischen Controlling

  • Einordnung des Strategischen Controlling
  • Wettbewerbsstrategien
  • Strategische Erfolgsfaktoren
  • Strategische Geschäftsfelder
  • Unternehmens- und Umfeldanalysen
    • Unternehmensanalyse
    • Umfeldanalyse
    • SWOT-Analyse
  • Instrumente der Strategischen Planung
    • Portfolioverfahren
      • Marktanteils-/Marktwachstumsportfolio
      • Marktattraktivität/Wettbewerbsstärken-Portfolio
      • Sonstige Portfoliokonzepte
    • Gap-Analyse
    • Szenariotechnik
  • Steuerung durch wertorientiertes Controlling
    • EVA und CVA
    • Wertbeitrags- und Werttreibermanagement
    • Unternehmensbewertung
  • Balanced Scorecard als Verknüpfung zwischen strategischem und operativem Controlling
  • Fallstudie

Risikocontrolling

  • Risikoportfolios
  • Value at Risk
  • COSO-Modell

Unser Tipp für Fußballfans:
Schauen Sie mit uns das EM-Fußballspiel Deutschland – Niederlande ab 20.30 Uhr an und fiebern Sie mit!

 

Modul 4 (Donnerstag, 14. Juni 2012)

Effizient planen und budgetieren

Ihr Referent:
Eugen Hefti,
Lean Manager und Manager Business Controlling, Sulzer Pumpen (Deutschland) GmbH

Planung und Budgetierung sind ein zentrales Instrument für die Unternehmenssteuerung und bilden die Grundlagen für jedes moderne Controlling. Erfahren Sie daher an diesem Tag, wie ein Planungssystem aufgebaut ist und wie dieses in der Praxis funktioniert. Lernen Sie, mit einem Planungssystem in Kombination mit Vorschau- und Ist-Werten frühzeitig Abweichungen zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Grundlagen der Planung

  • Warum müssen wir planen?
  • Planungsaufgaben, -arten und -prozess
  • Verknüpfung der Planung nach dem "3 Fenster-Prinzip"

Strategische Planung

  • Veränderungen im Unternehmensumfeld
  • Wettbewerbsanalyse (SWOT-Analyse)
  • Leitbild, Unternehmensziele, Messbarkeit (KPI's)
  • Strategie (Portfolio, Eisenhower Diagramm)
  • Kommunikation der Ziele zu Mitarbeitern (z. B. Zielhaus)

Operative Planung (Budgetierung)

  • Kernstück von Gewinn- und Cashflow-Steuerung
  • Ableitung der Budgetplanung aus Mittelfristplanung
  • Budgeterstellungsprozess (Absatzplan, Umsatz, DB, Kosten, Top down, Bottom up, Koordination Teilpläne etc.)
  • Knetphase (Anpassung des Budgets an zentrale Vorgaben)
  • Budgetbericht (Kommentar, Potential/Risikoanalyse, Aktionsplan)

Budgetsteuerung und Überwachung

  • Vergleich Plan und Ist, Rolling Forecast
  • Erstellung von Abweichungsanalysen
  • Kommunikation und Reporting von Maßnahmen

Effizienzsteigerung in der Budgetierung

  • Nachteile der klassischen Budgetierung
  • Was steckt hinter dem Ansatz "Beyond Budgeting"

Umsetzung strategischer Ziele der Prozessverbesserung durch Lean Management (Schlankes Unternehmen)

  • Prozessziele als Bindeglied zwischen strategischer und operativer Planung
  • Strategischer Umsetzungsprozess (Strategy Deployment)
    • Jährliche Planerstellung (Strategy Workshop)
    • Laufende Überprüfung Umsetzung/Kommunikation (Strategy Board)
  • Interaktive Fallstudie

Zum Abschluss laden wie Sie zu einem gemeinsamen Abendessen in das Restaurant "Fisher Man's" ein. Festigen Sie die neu gewonnenen Kontakte und genießen Sie den herrlichen Blick aufs Wasser.

Modul 5 (Freitag, 15. Juni 2012)

Biltrolling: Controlling auf der Basis des externen Rechnungswesens nach IFRS und HGB

Ihr Referent:
Prof. Dr. Thomas Gruber,
Professur für Rechnungswesen und Controlling, Hochschule für Wirtschaft und Recht und ehem. Leiter Controlling, Daimler Financial Services

Auch für das Controlling spielen das Rechnungswesen und die Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS eine wichtige Rolle. Hören Sie daher an diesem Tag, welche Schnittstellen für die Unternehmenssteuerung relevant sind und wie das externe und interne Rechnungswesen miteinander harmonieren.

Ansatzpunkte zur Konvergenz von externem und internem Rechnungswesen

  • Anforderungen des Controllings an das Rechnungswesen
  • Zwecke von interner Ergebnisrechnung, handelsrechtlicher Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Verbreitung wertorientierter Steuerungskonzepte
  • Vereinfachung der internen Kommunikation
  • Internationale Akzeptanz

Konzepte der wertorientierten Unternehmenssteuerung

  • EVA-Konzept, Ableitung aus dem externen Rechnungswesen
  • Überleitung vom operativen Ergebnis der externen Ergebnisrechnung (EBIT)
  • Mögliche Anpassungen des EBIT (Conversions)

Unternehmenssteuerung nach HGB mit Fallstudie

  • Periodenabgrenzungsgrundsätze nach HGB (Realisationsprinzip, Imparitätsprinzip, Vorsichtsprinzip)
  • Einzelnormen (Herstellungskosten, Entwicklungskosten, Goodwill, langfristige Fertigung, Rückstellungen)

Unternehmenssteuerung nach IFRS mit Fallstudie

  • Periodenabgrenzungsgrundsätze nach IFRS (Annahmen, qualitative Anforderungen)
  • Einzelnormen (Herstellungskosten, Entwicklungskosten, Goodwill, langfristige Fertigung, Rückstellungen)

Cashflow-Rechnung als Controllinginstrument mit Fallstudie

  • Bedeutung des Cashflows für die Unternehmenssteuerung
  • Cashflow-Planung, -reporting und -steuerung in der Praxis