1. Deutsches Verteilnetz-Forum

Das Verteilnetz als Rückgrat der neuen Energiewelt EUROFORUM KonferenzDiese Veranstaltung hat bereits am 7. und 8. Dezember 2011 in Düsseldorf stattgefunden!

Programm

8.30 – 9.00
Empfang mit Kaffee und Tee
Ausgabe der Tagungsunterlagen

9.00 – 9.15
Begrüßung durch Euroforum und den Vorsitzenden
Dr. Christian Growitsch, Direktor Anwendungsforschung und Mitglied der Geschäftsleitung, Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln, Köln

DSO-Rollenverständnis in der neuen Energiewelt: Was können und was wollen wir?

9.15 – 9.35
Keynote Vortrag
Zwischen Infrastruktur-Bereitsteller und Gestalter des Energiesystems: Welche Rolle kann und will der Verteilnetzbetreiber in der neuen Energiewelt übernehmen?

  • Die Rolle der Verteilnetze im (neuen) EnWG und aus Sicht der BNetzA: Reine Kupferplatte oder Marktplatzorganisator?
  • Wo sieht sich das Verteilnetz selbst?
  • Welche Funktionen könnte das Verteilnetz übernehmen – Vorausgesetzt, der Rahmen stimmt?
  • Visionen: Sinnvolle Aufgabenteilung in der intelligenten Energiewelt
  • Ist die Marktwirtschaft zur Regelung technischer Systeme geeignet?

Dr. Arnt Meyer, Geschäftsführer, N-ERGIE Netz GmbH, Nürnberg

9.35 – 9.55
Wo kann der Netzbetrieb noch wachsen? – Künftige Geschäftsfelder für das Verteilnetz

  • Energiewende und Smart Grid: VNB vor neuen Herausforderungen
  • Neues Rollenverständnis für VNB mit zunehmend mehr Aufgaben und Pflichten – Auch mehr Chancen
  • Ansatzpunkt: Etablierung eines nicht-regulierten oder alternativ regulierten Geschäftsbereichs beim VNB
  • Zusammenfassung und Fazit

Volker Glätzer, Geschäftsführer, 24/7 Netze GmbH, Mannheim

9.55 –10.15
Stromverteilnetzbetreiber als Effizienzakteure?

  • Europäische Vorgaben und Anregungen im Rahmen der Energieeffizienzrichtlinie
  • Nationale Stromeffizienzziele und bisherige Instrumentierung der Zielerreichung
  • Internationale Erfahrungen mit "energy saving obligations"
  • Netzbetreiber- versus Lieferantenverpflichtung
  • Verpflichtungen im Kontext der Strommarktliberalisierung

Prof. Dr. Uwe Leprich, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Saarbrücken, und Wissenschaftlicher Leiter, IZES gGmbH (Institut für ZukunftsEnergieSysteme), Saarbrücken

10.15 –10.30
Fragen und Diskussion

10.30 –11.00
Pause mit Kaffee und Tee

Dezentrale Einspeisung als Verteilnetz-Herausforderung der nächsten Jahrzehnte: Smart Grids als Lösung

11.00 –11.20
EEG-getriebener Ausbaubedarf in Verteilungsnetzen

  • Installierte Leistung an PV- und Windenergieanlagen im Jahr 2020
  • Regionale Unterschiede und deren Folgen
  • Wesentliche Treiber für den Ausbaubedarf in Verteilungsnetzen
  • Modellnetze und Netznutzungsszenarien für eine Prognose des Ausbaubedarfs
  • Ausbaubedarf und deren Investitionskosten
  • Fazit

Prof. Dr. Albert Moser, Institutsleiter, IAEW Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft an der RWTH Aachen, Aachen

11.20 –11.40
Unbundling im Verteilnetz – Sinn und Unsinn angesichts des Wandels im Energiesystem

  • Virtuelles Kraftwerk, Smart Poly Grid, Smart Metering: Wo liegt die Zukunft der Energie?
  • Die Notwendigkeit permanenter, aktueller und transparenter Informationsflüsse in dezentralen Energiesystemen – Unbundling als bremsender "Stopfen"

Prof. Dr. Christian Jänig, Department Wirtschaftsinformatik, Schwerpunkt Informations- und Wissensmanagement, Hochschule Bremerhaven, Bremerhaven

11.40 –12.00
Spannungsfeld Smart Grid, Market und Metering: Wirtschaftliche Geschäftsmodelle

  • Pflicht zum Einbau von Smart Metern: Definition "technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar"
  • Gibt es ein Geschäftsmodell? Was sind Einflussfaktoren für die eigene Strategie?
  • Welche Kosten sind netzentgeltregulatorisch ansetzbar?
  • Fahrplan für eine kundensegmentspezifische, wirtschaftliche Umsetzung
  • Flächen-Roll out? Wie geht es weiter? Was würde er kosten?
  • Der Zähler als Kontaktpunkt zum Kunden: Outsourcen oder lieber nicht?
  • Der Kunde im Fokus: Vorteile erarbeiten und kommunizieren als To do Nummer Eins!

Dr. Fritz Wengeler, Geschäftsführer, smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück

12.00 –13.00
Podiumsdiskussion
To be discussed: Verteilnetzbetrieb 2.0

  • Energiewende im Verteilnetz: Wo sind die Stellhebel zur Umsetzung der Wende?
  • Möglichkeiten der Netzeingriffe und der Übernahme von Systemdienstleistungen
  • Netznutzungsszenarien und Modellnetze für die Zukunft

Moderation: Dr. Christian Growitsch
Teilnehmer: Referenten des Vormittags

13.00 –14.30
Gemeinsames Mittagessen

Mit dem Ausbau der dezentralen Einspeisung mithalten! – Netzausbau auf Verteilnetzebene

14.30 –14.50
Netzausbau im Verteilnetz: Bedarf, Zeitplan, Hürden

  • Ausbau und Integration der dezentralen Einspeisung benötigt Netzausbau auf Verteilnetzebene
  • Angenommenes Investitionsvolumen in die Verteilnetze in den nächsten Jahren
  • Investitionsanreize für den Ausbau auf Verteilnetz-Ebene zwischen Wunsch und Wirklichkeit!
  • "Sturm am sonnigen Pfingstmontag" – Optimale statt maximale Netzkapazität als Credo
  • Braucht es einen bundesweiten Ausbau- und Finanzierungsplan für die Verteilnetze?
  • Möglichkeiten der Beschleunigung der Genehmigungsprozesse
  • Die Bedeutung der politischen "Verantwortungsdiffusion" – Einheitliche Regelungen in allen Bundesländern als Ziel!
  • "Nur" Ausbau reicht nicht: Steuerbarkeit von Betriebsmitteln, Speichertechnologien, Power to Gas als ergänzende Instrumente der Wende

Dr. Egon Westphal, Mitglied des Vorstandes, E.ON Bayern AG, Regensburg

14.50 –15.30
Neuer Dialog, neue Zusammenarbeit: Einspeiser und Netze als Kooperationspartner?!

  • Das "Henne-/Ei-Prinzip" in neuer Dimension: Kommt die Erzeugungsanlage zum Netz oder kommt das Netz zur Erzeugungsanlage?
  • Wer gibt Geschwindigkeit und Richtung des Ausbaus vor?
  • Ideen und Möglichkeiten, den Ausbau der dezentralen Erzeugung und der Netze zu synchronisieren – Zeitlich und finanziell!

Dr. Michael Maxelon, Sprecher der Geschäftsführung, SWK NETZE GmbH, Krefeld

15.30 –15.45
Fragen und Diskussion

15.45 –16.15
Pause mit Kaffee und Tee

16.15 –16.35
Ausbau oder Rückbau, das ist hier die Frage! – Optionen für die "Rettung" der Gasnetze

  • Dezentrale Biogas-Einspeisung: Politischer und rechtlicher Rahmen, Möglichkeiten, Kosten
  • (Unter welchen Umständen) Ist eine klassische Neuerschließung weiterhin wirtschaftlich möglich? – Z. B. Große Einheiten, Substitution anderer Träger (Öl), Einbindung von Marktpartnern
  • Das Gasnetz lebt! Neue Ideen für die Nutzung der Leitungen
  • Power to Gas: Hype oder echte Chance?

Alfred Würzinger, Geschäftsführer, Energie- und Wasserversorgung Bünde GmbH, Bünde

Die Netzleitstelle, das Gehirn smarter Energiesysteme!

16.35 –16.55
Intelligente Netze brauchen intelligente Netzleitstellen!

  • Die Netzleitstelle als Datendrehscheibe im Smart Grid
  • Neue Anforderungen und Aufgaben für die Netzleitstelle
  • Wie sieht die smarte Netzleitstelle aus ?
  • Mit der Technik der Hochspannung in die Niederspannng ?

Peter Aymanns, Prokurist, Stadtwerke Düsseldorf Netz GmbH, Düsseldorf

16.55 –17.45
To be discussed: Verteilnetz-Ausbau zwischen systemischer Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit
Moderation: Dr. Christian Growitsch
Teilnehmer: Referenten des Nachmittags

17.45
Zusammenfassung des ersten Konferenztages durch den Vorsitzenden

18.15
Ende des ersten Konferenztages

Ein Tag voller Informationen und Diskussionen – Lassen Sie ihn gemeinsam mit den anderen Teilnehmern und den Referenten ausklingen!

9.00 – 9.15
Begrüßung durch Euroforum und den Vorsitzenden
Dr. Christian Growitsch

Smart Market Design – Auch eine Frage des Verteilnetzes!

9.15 – 9.45
"Energiewende – Nur mit den Verteilnetzen!"

  • Intelligente Netze: Wie sieht die Rolle der Verteilnetzbetreiber in der "smarten" Welt aus?
  • Kommunikation: Wie "intelligent" werden die Verteilnetze der Zukunft sein?
  • Energiewende: Wie können regenerative Energiequellen schnell in die Netze integriert werden?
  • Speicher: Wie lässt sich Strom künftig "lagern" und kann Elektromobilität dazu beitragen?

Dr. Thomas Gößmann, Vorstand, EnBW Regional AG, Stuttgart

Regulierung – Sicherer Rahmen oder Unsicherheitsfaktor für Investitionen?

9.45 –10.15
(Wie) kann das Regulierungsregime der neuen, investitionsbestimmten Netzwelt gerecht werden?

  • Wie weit wollen wir uns vom Solidarsystem entfernen?
  • Wie passt das gegenwärtige Strom-Entgeltsystem zu den einbrechenden Absatzmengen?
  • Pooling oder Einzelabrechnung – Was wäre sachgerecht?

Dr. Dietrich Graf, Geschäftsführer, Vattenfall Europe Distribution Berlin/Hamburg GmbH, Berlin/Hamburg

  • 10.15 –10.45
    Sneak preview – Was kommt nach der 2. Regulierungsperiode?
  • Weiter mit Revenue Caps versus Yardsticks oder Sliding Scales?
  • Wie wird mit den neuen Herausforderungen in der Regulierung umgegangen (Elektromobilität, Smart Grids, dezentrale Erzeugung und Stromspeicher)?
  • Was machen die anderen – Erfahrungen und Perspektivdiskussionen z. B. aus GB, Niederlande, Norwegen?
  • Welche Szenarien gibt es und wie lässt sich dann noch Geld verdienen?

Dr. Christoph Riechmann, Director, Frontier Economics Limited, Köln/London

10.45 –11.00
Fragen und Diskussion

11.00 –11.30
Pause mit Kaffee und Tee

11.30 –12.00
Verteilnetze im wettbewerblichen Energiemarkt: Dienstleister oder Akteure

  • Verteilnetze der Zukunft: Anforderungen moderner Vertriebe an die letzten Monopole
  • Die Rolle der Verteilnetze im neuen EnWG: Neuer Vertragspartner der Kunden oder Dienstleister der Vertriebe?
  • Forderungen der Vertriebe an Politik und die Verteilnetze: Mehr Transparenz, einheitliche Standards – Auch in der Regulierungspraxis!
  • Effizienter Netzbetrieb: De-minimis und Rekommunalisierung als fataler Trend

Robert Busch, Geschäftsführer, Bundesverband Neuer Energieanbieter (bne), Berlin

12.00 –13.00
Podiumsdiskussion
To be discussed: Investitionen brauchen Investitionssicherheit!
Wie kann die Regulierung beitragen?

Moderation: Dr. Christian Growitsch
Teilnehmer: Referenten des Vormittags

13.00 –14.30
Gemeinsames Mittagessen

Strategisch gut im Konzern aufgestellt – Fit für die Zukunft!

14.30 –15.15
Double Action
Mutter und Tochter – Ein Generationenkonflikt...?

  • Steigende Unabhängigkeit des Netzbetreibers als politische Forderung: Wie umsetzen?
  • Was bringt das neue EnWG: verstärktes Unbundling, Markentrennung & Co.
  • Kleine oder große Netzgesellschaft: Gibt es den Königsweg?
  • Steuerung durch den Konzern – Heute und in Zukunft
  • Knackpunkt leistungsstarkes Personal – Welche Chancen hat die Netzgesellschaft im (internen und externen) "War for Talents"?

Dr. Roland Drewek, Geschäftsführer, SWKiel Netz GmbH, Kiel und
Stefan Grützmacher, Vorsitzender des Vorstandes, Stadtwerke Kiel AG, Kiel

Operative Herausforderungen im täglichen Verteilnetzgeschäft

15.15 –15.45
Prozesse, Prozesse, Prozesse: Beherrschbarkeit der neuen Datenformate und Prozessvorgaben

  • MABiS, WiM, GPKE, GeLi, GaBi Gas & Co.: Kein Ende in Sicht
  • Wie viele Ressourcen bindet die Prozessautomation? – Geld und Manpower
  • Kosten-Nutzen-Betrachtung der zunehmenden IT-Automatisierung
  • Welche IT-Kompetenzen muss ein Verteilnetzbetreiber (künftig) vorhalten?
  • Netzbetreiber und IT: Kooperation mit zunehmender Bedeutung!

Der Referent befindet sich in Absprache

15.45 –16.15
Fragen und Diskussion

16.15
Ende des 1. Deutschen Verteilnetz-Forums