Vertiefungs- und Praxistage für den Vergabepraktiker

Ihr Winter-Update im Vergaberecht 2012/2013 EUROFORUM AkademieStets individuell buchbar.

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Bei unseren individuellen Seminaren haben wir uns noch auf keinen Ort oder auf ein Datum festgelegt. Lassen Sie sich unverbindlich als Interessent/in für ein Thema aufnehmen und äußern Sie Wünsche, was Termin und Ort anbelangt. Gemeinsam mit Ihnen und unserem Trainernetzwerk finden wir dann den Termin, der Ihnen am besten passt.

Programm

Dienstag, 4. Dezember 2012/Montag, 28. Januar 2013

Vergabekonzeption, Erstellung der Vergabeunterlagen & Sonderformen der EU-Bekanntmachung

Am ersten Tag der Akademie lernen Sie die wichtigsten Entscheidungsabläufe bei der Vorbereitung eines Vergabeverfahrens kennen. Welche Ziele kann ich wie erreichen? Welche Maßnahmen haben welchen Einfluss auf das Bieterverhalten? Wo liegen die wichtigsten rechtlichen und wirtschaftlichen Gefahrenquellen? Welche Handlungsspielräume kann ich als Auftraggeber schaffen? Wie reduziere ich das Konfliktpotenzial einer Ausschreibung?

Prof. Dr. Heiko Höfler, Rechtsanwalt und Partner, Bird & Bird LLP, Frankfurt/Main

Vergabekonzeption und Erstellung der Vergabeunterlagen

Strategieentscheidung

  • Offenes Verfahren
  • Verfahren mit Teilnahmewettbewerb
  • Vertragsgestaltung (Rahmenverträge, Optionen, Sonderkündigungsrechte etc.)
  • Losbildung
  • Terminplanung

Sachgerechte Leistungsbeschreibung

  • Risikozuordnung und -verlagerung
  • Methodische Fragen der Leistungsbeschreibung
  • Zusammenwirken mit den Vertragsunterlagen

Ausnahmekonstellationen

  • Inhouse-Vergabe
  • Interkommunale Zusammenarbeit
  • Konzessionen

Verhandlungsverfahren

  • Verfahrensablauf
  • Voraussetzungen für die Verfahrenswahl
  • Taktik und Methodik der Verhandlungsführung
  • Dokumentation

Sonderformen der EU-Bekanntmachung

  • Vorinformation/regelmäßige nicht verbindliche Bekanntmachung (Sektoren)
  • Zweck, Inhalt und Veröffentlichung
  • Besprechung der einschlägigen Standardformulare
  • Besonderheiten bei Teilnahmewettbewerben

Besuchen Sie doch gemeinsam mit den anderen Teilnehmern im Anschluss an den ersten Akademietag die erste Indoor-Skiregion Deutschlands. Ob Ski, Rodeln oder Snowboard – bekommen Sie den Kopf frei für den nächsten Tag.

Mittwoch, 5. Dezember 2012/Dienstag, 29. Januar 2013

Eignungsprüfung als wichtige Schaltstelle des Vergabeerfolgs

Am zweiten Tag der Akademie werden Sie mit Rücksicht auf die praktischen Abläufe des Vergabeverfahrens vertieft mit den Fallstricken, Besonderheiten und Anforderungen der Eignungsprüfung vertraut gemacht. Sowohl Auftraggeber wie Bewerber und Bieter sollten die Bedingungen für eine rechtssichere Verfahrensdurchführung und investitionssichere Angebotsabgabe genau kennen und darauf achten, dass die Eignungsprüfung nicht unterschätzt wird. Es werden zahlreiche Praxisbeispiele vorgestellt und erörtert.

Dr. Jan Byok LL.M., Rechtsanwalt und Partner, BIRD & BIRD LLP, Düsseldorf

Zeitpunkte

  • Offenes Verfahren, nicht-offenes Verfahren
  • Verhandlungsverfahren und wettbewerblicher Dialog
  • Besonderheiten bei den unterschiedlichen Verfahrensarten Teilnahmewettbewerbe
  • Neueröffnung der Eignungsprüfung im Verfahren

Neuere Entwicklungen bei den Einzelmerkmalen Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit

  • Aktuelle Rechtsprechung, Mindeststandards für Eignung?
  • Wer muss geeignet sein?
  • Hauptunternehmer
  • Nachunternehmer
  • Vorlieferanten
  • Kooperationspartner

Bildung und Bekanntgabe von Eignungskriterien und deren Gewichtung

  • Erstellung eines Informationsmemorandums (Zweck, Inhalt)
  • Formale Kriterien und materielle Anforderungen
  • Verwendung und Bekanntgabe eines Bewertungssystems Sonderfälle
  • Newcomer
  • „Vergabefremde“ Aspekte
  • Stellschrauben für das Vergabeziel
  • Besondere Ereignisse bei der Eignungsprüfung (Identitätswechsel, Insolvenz, Kündigung von Zusammenarbeitsformen)
  • Umgang mit Projektanten

Durchführung der Eignungsprüfung

  • Zeitpunkte und Anwendung der festgesetzten und bekanntgegebenen Eignungskriterien
  • Ermessens- und Beurteilungsspielräume
  • Abweichungsverbot
  • Fehlende Angaben, Erklärungen und Bescheinigungen, Nachforderung
  • Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
  • Zurechnung der Eignung
  • Eignungsleihe
  • Mehrfachbewerbungen
  • Umgang mit ungeeigneten, insbesondere „unzuverlässigen“ Bietern
  • Insolvenz, Verdacht auf Preisabsprachen etc.
  • Feststellung
  • Reaktionsmöglichkeiten
  • Aufklärung
  • Darlegungs- und Beweislast, Selbstreinigung
  • Angreifbarkeit der Eignungsprüfung?

Gehen Sie am Abend wieder auf die Piste oder lassen Sie den Tag gemeinsam mit anderen Teilnehmer Revue passieren und entspannt ausklingen

Donnerstag, 6. Dezember 2012/Mittwoch, 30. Januar 2013

Angebotswertung, Zuschlag & Rechtsschutz

Am dritten Tag der Akademie üben Sie die rechtssichere Wertung von Angeboten. Anhand konkreter Fallbeispiele werden klassische Problemfelder bei der Auswahl des künftigen Vertragspartners aufgezeigt und praxistaugliche Lösungen erarbeitet. Im Anschluss wird detailliert auf bestehende Rechtsschutzmöglichkeiten unterlegener Bieter und deren Auswirkung auf das Vergabeverfahren eingegangen.

Malte Müller-Wrede, Rechtsanwalt und Partner, Müller-Wrede & Partner, Berlin

Angebotswertung und Zuschlag

  • Zuschlagskriterien als Wertungsmaßstab
  • Unterkriterien
  • Abgrenzung zu Eignungskriterien
  • Konzepte als Zuschlagskriterium?
  • Nachhaltigkeitsaspekte
  • Praxisbeispiele:
  • Soziale Aspekte bei der Vergabe von Rettungsdienstleistungen
  • Energieverbrauch bei der Fahrzeugbeschaffung

Geheimwettbewerb

  • Konzernverbundene Unternehmen
  • Subunternehmer mit wesentlichen Leistungsanteilen
  • Obliegenheit der Bieter versus Verantwortung der Vergabestelle

Auskömmlichkeitsprüfung

  • Auffälligkeitsschwellen
  • Regelungen in den Vergabegesetzen der Länder
  • Vorbefasste Bieter
  • Wie prüfe ich, ob eine verbotene Beihilfe vorliegt?

Fallbeispiel: Wertung von Angeboten

  • Vergaberechtskonforme Losaufteilung
  • Geeignete Eignungs- und Zuschlagskriterien
  • Überprüfung von Referenzen
  • Umgang mit Verfügbarkeitserklärungen für Subunternehmen
  • Absicherung der Auftragsentscheidung

Angebotswertung in VOF -Verfahren

  • Strukturierung eines Verhandlungsverfahrens
  • Besonderheiten bei der Vergabe von Rechtsberatungsleistungen
  • Berücksichtigungsfähigkeit der Qualität der Beratung bzw. des Beraters bei der Zuschlagentscheidung?
  • Praxisbeispiel: Beauftragung eines multidisziplinären Beratungsteams für ein PPP-Projekt
  • Besonderheiten bei der Vergabe von Architekten-/Ingenieursleistungen
  • HOAI-konforme Angebote
  • Planungswettbewerbe

Rechtsschutz

  • Primärrechtsschutz
  • Verfahren vor der Vergabekammer und den Vergabesenaten Rügeobliegenheit
  • Primärrechtsschutz unterhalb der Schwellenwerte
  • Sekundärrechtsschutz
  • Schadensersatzansprüche und ihre Voraussetzungen
  • Probleme bei der Durchsetzung: Informationsdefizit der Bieter

Ihr Zeitplan der Akademietage

8.30 – 9.00 Empfang mit Kaffee und Tee, Ausgabe der Akademieunterlagen
9.00 – 10.30 Akademie Teil 1
10.30 – 11.00 Pause mit Kaffee und Tee
11.00 – 12.30 Akademie Teil 2
12.30 – 13.30 Gemeinsames Mittagessen
13.30 – 15.00 Akademie Teil 3
15.00 – 15.30 Pause mit Kaffee und Tee
15.30 – 17.30 F allbeispiele zur Vertiefung und Simulation der Praxis, freiwillige Selbstkontrolle