Der zertifizierte Gesundheitsökonom

EUROFORUM AkademieStets individuell buchbar.

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Bei unseren individuellen Seminaren haben wir uns noch auf keinen Ort oder auf ein Datum festgelegt. Lassen Sie sich unverbindlich als Interessent/in für ein Thema aufnehmen und äußern Sie Wünsche, was Termin und Ort anbelangt. Gemeinsam mit Ihnen und unserem Trainernetzwerk finden wir dann den Termin, der Ihnen am besten passt.

Programm

Modul 1
24. Juli 2012, 10.00 - 17.30*

Das deutsche Gesundheitssystem im Überblick – Struktur, Organisation, Interaktion

Akademieleiter:
Prof. Dr. Günter Neubauer,
Direktor, Institut für Gesundheitsökonomik

Lernziel:
Sie verstehen die deutsche Gesundheitsversorgung als Ganzes und in seinen interdependenten Teilen, erkennen wichtige Trends im Markt und können gesundheitsökonomische Fragestellungen und Antworten nachvollziehen.

Das gesundheitsökonomische Fundamentalproblem der Industriestaaten

  • Das deutsche Gesundheitswesen im Überblick
  • Der zweite Gesundheitsmarkt
  • Steuerungsansätze: Markt, Selbstverwaltung, Staat
  • Gesundheitsökonomische Verfahren der Evaluation

Der Finanzierungsmarkt – Finanzierung und Ausgaben

  • Finanzströme
  • Mittelaufbringung und -verwendung

Der Vertragsmarkt

  • Kollektivverträge vs. Selektivverträge
  • Indikations- oder populationsbezogene Selektivverträge?
  • Ausschreibungen zur Vertragsfindung

Der Leistungsmarkt

  • Vergütungssysteme
  • Kostenerstattung / Kostenbeteiligung – Aber wie?
  • GKV-Versorgungsstrukturgesetz 2011
  • Flächendeckende Versorgung als Ziel

Wichtige Teilmärkte

  • Die medizinische Rehabilitation
  • Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln

Mittelfristige Perspektiven in der Gesundheitspolitik

  • Der langjährige Reformprozess
  • Nach der Reform ist vor der Reform
  • Die demografisch-demokratische Reformfalle

Am ersten Abend der EUROFORUM-Akademie laden wir Sie herzlich zu einem gemeinsamen Umtrunk im Hotel ein, der bei schönem Wetter auf der Terrasse stattfindet.

* Die Kaffee- und Teepausen sowie das Mittagessen erfolgen in Absprache mit der Gruppe.

Modul 2
25. Juli 2012, 10.00 - 17.30*

Finanzierung, Steuerung und Management im Markt der Krankenversicherungen

Akademieleiter:
Prof. Dr. Jörg Saatkamp,
Leiter des Instituts für Management und Gesundheit, Hochschule Rosenheim

Lernziel:
Sie wissen, wie das Gesundheitswesen sich finanziert, welche Rolle die Krankenkassen innehaben und wie Gesundheitsfonds und Morbi-RSA die Finanzflüsse organisieren.

Zahlen, Daten, Fakten – Einordnung der Krankenversicherung in das Gesundheitswesen

  • Aufgaben und Prinzipien der Krankenversicherung in Deutschland
  • Strukturen von GKV und PKV: Heute und morgen!
  • Kollektiv- vs. Selektivverträge – Was wird wo geregelt?

Gesundheitsfonds, Morbi-RSA und seine Folgen

  • Funktionsweise, Stärken und Schwächen des Morbi-RSA
  • Von der Leistungserbringer-bezogenen Abrechnungsprüfung zur kundenbezogenen Deckungsbeitragsrechnung
  • Wirkungen des Morbi-RSA und zukünftige Entwicklungen

Die Kassen als "Spinne im Netz" der GKV – Viel Verantwortung und auch viel Kompetenz?

  • Kassen und Ihre Vertragspartner – Schnittstellen und Zusammenarbeit mit den anderen Playern im System
  • Kassen zwischen mittelbarer Staatsverwaltung und privatrechtlichem Unternehmertum
  • Aktuelle Herausforderungen – GKV vs. PKV

Innovative Formen im Versorgungs- und Vertragsmanagement – Erfahrungen aus der Praxis

Akademieleiterin:
Dr. Susanne Klein,
Leiterin Versorgungsangebote und Innovationen, Techniker Krankenkasse

Lernziel:
Sie wissen, was unter Versorgungsmanagement zu verstehen ist, welche Ziele es verfolgt, wie Erfolg gemessen wird und welche neuen Versorgungsideen und -produkte existieren.

Wie können durch neue Formen des Versorgungsmanagements Innovationen gefördert werden?

  • Welche Ansätze gibt es aktuell zur Verbesserung der Versorgungsqualität?
  • Was sind Steuerungskonzepte des Versorgungsmanagements?
  • Wie kann der Erfolg neuer Versorgungsformen gemessen werden?

Aktuelle Praxisbeispiele der Techniker Krankenkasse

  • Zielsetzung und Hintergründe der einzelnen Projekte
  • Wie werden relevante Partner identifiziert?
  • Welche Konzepte sind aus Sicht der Kassen interessant?
  • Die Zukunft ist vernetzt – Ausblick und Perspektiven der neuen Versorgungsformen

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen:
Entdecken Sie Berlin! Wir spendieren Ihnen ein Welcome Ticket für 72 Stunden. Tipp: Steigen Sie in die Buslinien 100 und 200. Diese Routen bringen Sie zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten.

* Die Kaffee- und Teepausen sowie das Mittagessen erfolgen in Absprache mit der Gruppe.

Modul 3
26. Juli 2012, 10.00 - 17.30*

Krankenhausmanagement und Neue Versorgungsformen

Akademieleiter:
Dr. med. Krzysztof Kázmierczak, Geschäftsführer, Kliniken an der Paar und
Dorothy Mehnert, Leiterin des Referats "Krankenhaus", Kassenärztliche Bundesvereinigung

Lernziel:
Sie wissen wie die Krankenhausversorgung organisiert ist, wie sie geplant und finanziert wird. Sie kennen die Struktur des G-DRG-Systems und verstehen den Grouping-Prozess. Sie lernen wie die Krankenhäuser die neuen Versorgungsformen nutzen.

Das Krankenhaus als Teil der Gesundheitswirtschaft

  • Krankenhausversorgung und Krankenhausplanung
  • Finanzierung der Leistungen und Investitionen
  • Träger und Unternehmensformen: Im Spannungsfeld zwischen dem Versorgungsauftrag und dem freien Wettbewerb

Vergütung und Abrechnung der stationären Leistungen

  • Struktur des G-DRG-System
  • DRG-Algorithmus: Von der Diagnose zum Casemix
  • Abrechnung: Von der Patientenaufnahme zur Rechnung

Krankenhaus als Unternehmen

  • Jedes Krankenhaus braucht eine Strategie: Welche ist richtig?
  • Organisation im medizinischen, pflegerischen und administrativen Bereich
  • Leistungsplanung und -steuerung
  • Kosten-Leistungsrechnung (Kostenträgerrechnung, Deckungsbeitragsrechnung, Prozesskostenrechnung)
  • Benchmarking
  • Last but not least: Personalmanagement

Neue Versorgungsformen aus der Sicht der Krankenhäuser

  • Möglichkeiten der ambulanten Versorgung im Krankenhaus
  • Integrierte Versorgung
  • MVZ und Gesundheitszentren

Lernziel:
Sie kennen das ambulante System der vertragsärztlichen Versorgung und dessen Unterschiede zum stationären Sektor, sowie die Chancen einer Zusammenarbeit.

Strukturen im ambulanten Bereich

  • KBV, KVen – Wozu, warum, wieso?
  • Aufgabenbeschreibung: Kollektivvertrag vs. Selektivvertrag oder ist ein gutes Miteinander möglich?
  • Honorare, Gebührenordnung – Und wie weiter?
  • Bedarfsplanung: Neue Betrachtungsmaßstäbe

Zusammenarbeit der Sektoren

  • Ambulante spezialfachärztliche Versorgung
  • Überleitungsmanagement
  • Kommunikation: Papier oder IT?

Der Abend steht zur freien Verfügung.
Unser Tipp: Genießen Sie ein frisch gezapftes Bier und bayerische Spezialitäten im Café am neuen See im Tiergarten oder schauen Sie sich einen Film in Freilichtkino Friedrichshain an!

* Die Kaffee- und Teepausen sowie das Mittagessen erfolgen in Absprache mit der Gruppe.

Modul 4
27. Juli 2012, 9.00 - 15.30*,
danach Prüfung zur Zertifizierung**

Gesundheitsökonomische Entwicklungen und Trends im deutschen Pharmamarkt

Akademieleiterin:
Dr. Katja Gehrke, Leiterin des Geschäftsfeldes Strategische Grundsatzfragen, Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.

Lernziel:
Sie erhalten einen Überblick über den deutschen Pharmamarkt. Sie kennen das Spannungsfeld zwischen begrenztem Budget und optimaler Versorgung, sowie die Grundzüge der Steuerungsansätze in der Arzneimittelversorgung in Deutschland.

Struktur und Akteure des Arzneimittelmarktes in Deutschland

  • Spannungsfeld knapper finanzieller Ressourcen vs. Finanzierung von Forschung und Entwicklung
  • Die wichtigsten Institutionen im kurzen Überblick (G-BA, IQWiG, BMG, BfArM, EMA usw.)

Market Access

  • Preisbildung nach Arzneimittelpreisverordnung
  • Instrumente der Preis- und Mengenregulierung
  • Steuerung im Bereich der Generika
  • Festbeträge und Zuzahlungsbefreiungsgrenzen
  • Rabattverträge
  • Zwangsabschläge
  • Steuerung im Bereich der patentgeschützten Originale
  • Die frühe Nutzenbewertung (Grundlagen und Auswirkungen) nach AMNOG
  • Zwangsabschläge
  • Selektivverträge

Aktuelle Trends in den Handelsstufen

  • Struktur der Handelsstufen/Vertriebskanäle
  • Veränderte Distributionsmarge des Großhandels
  • Apothekenvergütung und GKV-Abschlag

Ein Blick in die Zukunft

  • Megatrends und Herausforderungen für die Struktur und Organisation der Pharmaunternehmen
  • Kooperationen zwischen Herstellern und Krankenkassen, insbesondere die neue Rolle der Versorgungsforschung

* Die Kaffee- und Teepausen sowie das Mittagessen erfolgen in Absprache mit der Gruppe.

** Am letzten Tag findet von 15.30 bis 16.30 Uhr die freiwillige schriftliche Prüfung zur Zertifizierung statt.