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Interview mit Per Meyerdierks über Herausforderungen und Chancen bei der Anonymisierung personenbezogener Daten

Redaktion: Gerhard Walter, Solutions by HANDELSBLATT MEDIA GROUP GMBH

Interview mit Per Meyerdierks, Mitglied der Rechtsabteilung bei der Google Germany GmbH in Hamburg und dort tätig als Senior Privacy Counsel, über Herausforderungen und Chancen bei der Anonymisierung personenbezogener Daten.

Kombiniert man Federated Learning mit Differential Privacy, kann man sicherstellen, dass die zusammengeführten Einzelbeiträge keine Rückschlüsse auf eine einzelne Person zulassen

Inwiefern ist Differential Privacy der Königsweg bei der Anonymisierung persönlicher Daten?
Differential Privacy ist einer von vielen Anonymisierungsansätzen – nicht zwangsläufig der Königsweg. Denn häufig ist es erforderlich, mehrere solcher Ansätze zu kombinieren, um zum Ziel zu gelangen.

Differential Privacy ist dabei ein relativ junger Ansatz zur Anonymisierung von personenbezogenen Daten, der derzeit in immer mehr Bereichen zur Anwendung kommt. Er ermöglicht es, wertvolle, statistische Informationen zur Verfügung zu stellen, ohne dass die Personen, deren Daten die Grundlage für diese Informationen sind, identifizierbar werden.

Welche Erfahrungen hat Google mit Differential Privacy in der Praxis gemacht?
Wir wählen diesen Anonymisierungsansatz, um eine Reihe von hilfreichen Funktionen in unseren Produkten bereitzustellen. So können wir zum Beispiel in Google Maps anzeigen, wie stark ein bestimmter Ort zu bestimmten Tageszeiten besucht wird, ohne dass Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind. Auch die veröffentlichten anonymisierten Mobilitätsberichte, die Bewegungstrends innerhalb der Bevölkerung zeigen, um Gesundheitsbehörden bei Entscheidungen zur Bekämpfung des Coronavirus zu unterstützen, basieren auf dem Prinzip von Differential Privacy.

Teile dieser Technologie haben wir zudem als Open Source veröffentlicht und damit für jede Organisation oder jede Entwicklerin und jeden Entwickler frei verfügbar gemacht.

Welchen Stellenwert hat Federated Learning für das Sammeln und Bearbeiten von personenbezogenen Daten vor dem Hintergrund des Datenschutzes?
Diese Frage ist aus meiner Sicht noch nicht beantwortet und das ist der Grund, warum ich mich dafür besonders interessiere.

Federated Learning ist eine Variante des Federated Computing. Während früher ein Großteil der Datenverarbeitung auf den damals noch klobigen Rechnern der Endnutzer stattfand, verlagerten sich diese Vorgänge ab der Jahrtausendwende mit der Zunahme von Konnektivität und den anspruchsvoller werdenden Applikationen immer mehr auf die Server der Anbieter, also in die Cloud. Jetzt bieten die Endgeräte jedoch genügend Speicherkapazität, Rechenleistung und Datensicherheit, dass es zunehmend möglich wird, Datenverarbeitungsvorgänge auf die Endgeräte zurück zu verlagern. Dies ist nicht nur ökonomisch sinnvoll und verbessert die Performance, es bietet auch die Gelegenheit, sensiblere Datenverarbeitungen buchstäblich zurück in die Hände der betroffenen Personen zu geben.

Mit Federated Learning wird es zum Beispiel möglich, dass die Daten von Nutzerinnen und Nutzern, die zum Zweck des Machine Learning verwendet werden, auf dem jeweiligen Endgerät verbleiben und lediglich einen Lernbeitrag beisteuern. Kombiniert man diesen Ansatz zudem noch mit Differential Privacy, kann man sicherstellen, dass die zusammengeführten Einzelbeiträge keine Rückschlüsse auf eine einzelne Person zulassen.

Ich freue mich darauf, mit den Teilnehmern der Konferenz darüber zu diskutieren, wie dieser Verarbeitungsansatz datenschutzrechtlich einzuordnen ist. Bietet das Datenschutzrecht Anreize für diesen Ansatz, oder steigt das datenschutzrechtliche Risiko sogar?

Verraten Sie uns: Nutzen Sie die „Corona-App“ der Bunderegierung?
Ja, denn sie ermöglicht es mir als Nutzer, über mein eigenes Ansteckungsrisiko informiert zu werden, ohne dass nachvollzogen werden kann, wem ich und mein Smartphone in den letzten 14 Tagen begegnet sind.

Per Meyerdierks ist Rechtsanwalt und war bis April 2007 in der Rechtsabteilung der Lycos Europe GmbH in Gütersloh tätig. Seit Mai 2007 ist er Mitglied der Rechtsabteilung bei der Google Germany GmbH in Hamburg und dort tätig als Senior Privacy Counsel. Er berät Google mit Fokus auf das europäische Datenschutzrecht und ist Ansprechpartner für die Aufsichtsbehörden in mehreren Ländern einschließlich Deutschlands.

 

Interview mit Christian Brennholt

Interview mit Christian Brennholt über die Herausforderungen des Datenschutzes bei einem global agierenden Unternehmen

Autor: Gerhard Walter, Redaktion, Solutions by HANDELSBLATT MEDIA GROUP GMBH

Interview mit Christian Brennholt, Deputy Chief Privacy Officer/Senior Managing Counsel bei Coca-Cola, über die Herausforderungen des Datenschutzes bei einem global agierenden Unternehmen

Und über

  • datenschutzrechtliche Standards
  • den offenen und kritischen Umgang mit den Daten von Stakeholdern, Partnern und Mitarbeitenden
  • unterschiedliche Interpretationen der DSGVO in unterschiedlichen Ländern

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Webinar: 5 Tipps, wie Sie Ihr Datenschutzprogramm auf die nächste Stufe bringen

Webinar: 5 Tipps, wie Sie Ihr Datenschutzprogramm auf die nächste Stufe bringen

Vom 16. September 2020 | 10 bis 11 Uhr
Seit dem Inkrafttreten der DSGVO vor über zwei Jahren hat sich in Unternehmen so einiges getan. Viele haben erste wichtige Schritte unternommen, um ein Datenschutzprogram aufzubauen und zu integrieren. Allerdings sind diese häufig sehr einfach aufgestellt und für die komplexe, sich stetig wandelnde Datenschutzwelt mit ihren diversen Neuerungen nicht robust genug aufgebaut.

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Interview mit Klaus Müller

Interview mit Klaus Müller, Verbraucherzentrale Bundesverband, über Datenschutzanforderungen an die Wirtschaft

Autor: Gerhard Walter, Redaktion, Solutions by HANDELSBLATT MEDIA GROUP GMBH

über:

  • Digitales Problembewusstsein bei Verbraucherinnen und Verbrauchern
  • Klare gesetzliche Regeln, wie mit Daten umgegangen werden darf
  • Datenschutzforderungen an die Wirtschaft

Es kann nicht die Aufgabe der Verbraucher sein, Experte für die sich dynamisch entwickelnden Technologien werden zu müssen

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Interview mit Dr. Friedrich Popp,

Interview mit Dr. Friedrich Popp, Debevoise & Plimpton, zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) „Schrems II“

„Unternehmen, die europäische personenbezogene Daten auf Grundlage des Privacy Shield in die Vereinigten Staaten übermitteln, müssen nun Alternativen entwickeln.“

Der Europäische Gerichtshof hat nach seinem „Safe-Harbor“-Urteil vom Oktober 2015 zum zweiten Mal geurteilt, dass die Daten europäischer Bürger in den USA nicht ausreichend geschützt werden: Auch das „Privacy Shield“ zwischen USA und Europäischer Union wurde vom EuGH gekippt. Eine politische und diplomatische Herausforderung zwischen EU-Kommission und US-Regierung – und ganz konkrete Herausforderungen an die tägliche Arbeit von Datenschutzbeauftragten in Unternehmen.

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Barbara Kirchberg-Lennartz

Interview mit Barbara Kirchberg-Lennartz, Lufthansa, über das Auskunftsrecht nach DSGVO

Autor: Gerhard Walter, Redaktion, Solutions by HANDELSBLATT MEDIA GROUP GMBH
über:

  • Die wichtigsten geänderten Anforderungen an die Auftragsdatenverarbeitung durch die DSGVO
  • Herausforderungen bei der Umsetzung des Auskunftsrechts nach DSGVO
  • Maßnahmen der Deutsche Lufthansa AG, um das Auskunftsrecht der Kunden zu erfüllen

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Sinnvoll und nützlich – diese Cookies sind ohne Opt-In erlaubt

Sinnvoll und nützlich – diese Cookies sind ohne Opt-In erlaubt

Autor: Gerhard Walter, Redaktion, Solutions by HANDELSBLATT MEDIA GROUP GMBH

Sie sind klein, werden im Browser automatisch gespeichert und kommen immer dann zum Einsatz, wenn ein Nutzer eine Website regelmäßig besucht – Cookies, kleine praktische Helfer für den Ausflug in die digitale Welt. Cookies können aber auch personenbezogene Informationen an Unternehmen und Werbetreibende weitergeben – und das widerspricht der strengen Rechtsauffassung des Europäischen Gerichtshofs. Bisher gibt es noch keine offizielle und verbindliche Liste, welche Cookies wirklich nötig sind. Wir sagen, welche dieser digitalen Helfer unbedingt erforderlich und ohne Opt-In erlaubt sind.

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