Landes-Datenschutzbeauftragte

Landes-Datenschutzbeauftragte in Handelsblatt-Umfrage: Unternehmen setzen DSGVO unzureichend um

Auch wenn die DSGVO seit mehr als einem halben Jahr gültiges Recht ist, setzen viele Unternehmen die Datenschutzgrundverordnung nur unzureichend um. Wie aus einer Handelsblatt-Umfrage hervorgeht, haben mehrere Landes-Datenschutzbeauftragte bereits zahlreiche Bußgeldverfahren eingeleitet und noch mehr Verwarnungen ausgesprochen.

Im Artikel Unternehmen drohen Bußgelder in „erheblichem Umfang“ (Handelsblatt Premium)  ziehen Landes-Datenschutzbeauftragte eine erste Bilanz, wie Unternehmen die DSGVO in den einzelnen Bundesländern umsetzten. Der Landes-Datenschutzbeauftragte Baden-Württembergs, Stefan Brink, führt in dem Artikel an, dass noch 2018 Bußgelder „in erheblichem Umfang anfallen“ würden. Dies läge vor allem daran, dass Unternehmen die zweijährige Übergangsfrist zur Umsetzung der DSGVO „tatsächlich nicht überall effektiv genutzt“ worden sei. Johannes Caspar hat in Hamburg mehrfach Verwarnungen ausgesprochen, da Unternehmen zum Beispiel werbliche E-Mail verschicken würden, ohne die Einwilligung der Empfänger zu haben oder weil Vermieter unzulässig viele Daten von potentiellen Mietern abfragen würden. In NRW kämen laut der Landes-Datenschutzbeauftragten Helga Block viele Verantwortliche der Auskunftspflicht nicht nach, während in Berlin das Beschwerdeaufkommen im Bereich der Betroffenenrechte sehr hoch sei und viele Webseiten den Einsatz von Cookies oder die Datenschutzerklärungen nicht konform umsetzen würden.

Nicht nur die Beschwerden haben sich bei den zuständigen Behörden erhöht, auch Beratungsangebote zur juristisch konformen Umsetzung der DSGVO würden immer mehr in Anspruch genommen. Dadurch seien ihre Behörden mit den Kapazitäten am Limit, wie mehrere Landes-Datenschutzbeauftragte aussagten.

Den kompletten Artikel finden Sie hier (Handelsblatt Premium)

 

Landes-Datenschutzbeauftragte beim Datenschutzkongress 2019

Selbstverständlich werden zahlreiche Landes-Datenschutzbeauftragte als Sprecher beim Datenschutzkongress 2019 in Berlin vor Ort sein.
Bereits bestätigt haben ihre Teilnahme aktuell: Maja Smoltczyk (Berlin), Dr. Stefan Brink (Baden-Württemberg) und Johannes Caspar (Hamburg).
Alle SprecherInnen des #DSK19 finden sie hier:

 

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Zeitstrahl: Auf dem Weg zur EU-DSGVO