Flexible Flächenkonzepte sind erwachsen geworden


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Autor: Christian Stumpf, Director Workplace Strategy, JLL Germany

Weiße Sneaker und Designerbrillen, irgendwas mit Medien oder Apps – das war bis vor kurzem noch das verbreitete Klischee, wenn es um Flexible Büroflächen, Flex Space und Coworking ging. Mittlerweile hat sich dieses Bild verändert und die neue Bürowelt schreitet rasant voran.

Auch etablierte Unternehmen entdecken zunehmend die Bedeutung flexibler Flächenkonzepte. Das man schlicht modern und mit dem Trend für junge Talente attraktiv sein will, ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Aber es gibt noch profundere Argumente für den Siegeszug von flexiblen Raummodellen. Der Innovationsdruck ist eines davon. Selbst Traditionsunternehmen müssen sich heute immer wieder neu erfinden, um mit den atemberaubenden Innovationszyklen und dem immer volatileren Marktumfeld unserer Zeit mitzuhalten.

Amtstubencharme passt nicht zu Agilität

Agilität ist die allgegenwärtige Losung, um die Unternehmensorganisation fit für Gegenwart und Zukunft zu machen. Wechselnde Teams und Arbeitsgruppen, geistige Beweglichkeit, Selbstorganisation, Regelkommunikation, das alles ist schwer vorstellbar in Büroräumen alter Schule, wo sich in dunklen Fluren die verschlossenen Türen zu Einzel- oder Zweierbüros aneinanderreihen. Und das traditionelle Großraumbüro, wo die Menschen immer unter der Angst, ihre Platznachbarn zu stören, still wie an der Stange vor sich arbeiten, befördert auch nicht gerade Kreativität und Freude an der Innovation.

Der Arbeitsplatz passt sich dem Menschen an

Flex Space, richtig verstanden, setzt dagegen auf die Mischung verschiedener Arbeitsumgebungen, die den jeweiligen Tätigkeiten gerecht werden und dabei auch den Austausch zwischen den Beschäftigten fördern sollen. Offene Flächen mit Standard-Arbeitsplätzen – immer unter der Berücksichtigung zeitgemäßer baulicher Lärmreduzierung – ermöglichen sowohl Einzelarbeiten als auch die Kooperation von Teams, Rückzugsflächen für besonders konzentrierte Tätigkeiten und längere Telefonate bieten Ruhe und Ausgleich, informelle Begegnungsflächen motivieren zur Kommunikation über Team- und Bereichsgrenzen hinweg – ein Innovationstreiber, der gar nicht hoch genug geschätzt werden kann. Der flexible Arbeitsplatz passt sich also viel mehr den Anforderungen der jeweiligen Tätigkeit an als in traditionellen Büroumgebungen, wo im Grunde jede Tätigkeit am klassischen Bildschirmtisch stattfand.

Flächen sparen bedeutet Umwelt schonen

Nicht zuletzt spricht natürlich der Aspekt Nachhaltigkeit für gewisse Modelle von Flex Space. In einem traditionellen Büro sind erfahrungsgemäß nur ein Bruchteil der Arbeitsplätze tatsächlich belegt. In Branchen, die besonders kundennah agieren, z.B. Unternehmensberatungen, sind viele traditionelle Arbeitsplätze tage- oder gar wochenlang nicht besetzt, da sich die entsprechenden Mitarbeiter beim Kunden aufhalten. Auch die Option Home Office oder Remote Working reduziert den tatsächlichen Arbeitsplatzbedarf in vielen Firmen. Mit Hotdesking lassen sich viele Quadratmeter Bürofläche einsparen – dort wo es zum Unternehmen und zur Unternehmenskultur passt. Das ist und bleibt letztlich die erste Anforderung an die individuelle Flex Space-Gestaltung: Die Flächen müssen den Anforderungen der Mitarbeiter und den Tätigkeiten im Betrieb entsprechen.

Christian StumpfChristian Stumpf