Stellungnahme zum Coronavirus und Hygienekonzept bei Live Events

Der Dreizehnjährige, der nicht mehr googlen wollte und einen Skill für Alexa programmierte

16.08.2018IT & Telekommunikation

Jonathan Wolter hat kürzlich bei einem Handelsblatt Hackathon zum Thema Sprachassistenten im Journalismus gewonnen. Das Besondere: Jonathan ist 13 Jahre alt. Seine Neugier hat er wahrscheinlich von seinem Vater, der Developer ist, geerbt. Wir haben uns mit dem Nachwuchsprogrammierer über seinen Umgang mit Alexa, Google Home und Co unterhalten.


Jonathan, wo steht Euer Sprachassistent bei Euch zuhause? Welcher ist es?

Wir besitzen mehrere Alexas und Google Homes, z. B. am Esstisch und im Schlafzimmer. Und natürlich zum Baden im Badezimmer, sehr praktisch.

Wozu nutzt Du Deinen Sprachassistenten? Welche Fragen stellst Du ihm?

Sprachassistenten nutze ich immer dann gerne, wenn ich anderweitig beschäftigt bin oder faul auf dem Bett liege. Dann frage ich zum Beispiel nach dem Wetter oder der Uhrzeit. Aber ich lasse Alexa auch Musik abspielen und telefoniere über sie mit meiner Familie.

Dieses Interview ist Teil der Interviewsammlung „Die Säulen der Plattform“. Wollen Sie mehr über Technologien wie die Mensch-Maschine-Interaktion per Sprache, Künstliche Intelligenz und Blockchain erfahren, um auch Ihrem Business den Weg auf die Plattform zu ermöglichen? Dann laden Sie sich „Die Säulen der Plattform“ HIER kostenlos herunter.




Und? Erhältst Du meistens die gewünschten Antworten? Also: Wie gut funktioniert Dein Sprachassistent? Was könnte besser funktionieren?

Die Web-Suche funktioniert mit Alexa noch nicht so gut. Außerdem hat jeder Sprachassistent Probleme mit Erkennung der beabsichtigten Frage. Z. B. das Wort Urzeit-Krebse wird als Frage nach der Uhrzeit verstanden. Da ist die Technologie noch am Anfang.

Du hast kürzlich bei einem Hackathon für Sprachassistenten einen Preis gewonnen. Worum ging es bei Deinem Projekt? Wie kamst Du darauf?

Als ich von dem Hackathon erfahren habe, wollte ich natürlich erst mal wissen, was das Handelsblatt überhaupt ist – in meinem Alter liest man das ja eher nicht so. Ich habe Alexa den Skill „Handelsblatt“ öffnen lassen, und wurde sofort mit komplizierten Texten überflutet. Also haben wir einen Skill und einen zusätzlichen Web-Chat entwickelt, der Nachrichten aus dem Handelsblatt in „Jugendsprache“ wiedergibt. Das heißt, dass
z. B. das Wort „Trump“ in „kleiner gelber Hamster“ umgewandelt wird und „Kim Jong Un“ jetzt „Raketenmann“ heißt.

Was würdest Du gerne als nächstes entwickeln?

Im Moment entwickle ich eigentlich nichts, da ich zurzeit viel Trompete im Orchester spiele. Und Musik macht mindestens genauso viel, wenn manchmal nicht sogar mehr Spaß, als alleine irgendwas zu programmieren.

Googlest Du eigentlich noch? Oder fragst Du lieber einfach Deinen Sprachassistenten?

Ich würde lieber Alexa fragen, aber manchmal kann man halt nicht laut sprechen oder Alexa versteht einen einfach nicht so gut –besonders bei komplizierten Sachen. Und außerdem google ich ab und zu auch nach Bildern oder YouTube-Videos und das kann Alexa bisher nicht so gut.