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Erst Planen dann Bauen

07.01.2019ImmobilienBedarfsplanung, Bauprojekte, BauplanungFeatured Article

Integrierte Bedarfsplanung schafft neue Qualität beim Bauen

von Sven Baade & Mathias Heiser

Viele Projekte starten auf Grundlage unvollständiger oder unklarer Bedarfsanforderungen, also mangelhafter Zielformulierungen.


Die Definition der Nutzeranforderungen liegt in der Verantwortung des Bauherrn – und zwar als Grundlage des darauffolgenden Planungs- und Realisierungs projekts. Erfolgte diese Bedarfsformulierung bisher häufig zwischen Bauherren und Planern während der ersten Planungsphasen, empfehlen wir eine frühe intensive Projektphase unter Einbindung aller relevanten Bauherrenvertreter, Nutzer und Stakeholder. Dadurch werden Grundlagen für Verträge, Planung und Realisierung verbindlich und belastbar erarbeitet und für den folgenden Projektverlauf aufbereitet.

Als Projektsteuerer nehmen wir seit mehr als 30 Jahren die Interessensvertretung für den Bauherrn wahr. Mit diesen Erfahrungen haben wir vor einigen Jahren das Expertenthema „Integrierte Bedarfsplanung“ mit eigenen Lösungsansätzen, Methoden und Tools entwickelt.

Damit unterstützen und beraten wir Bauherren systematisch und qualifiziert bei der Ermittlung und Planung des tatsächlichen Bedarfes und sichern parallel die tatsächliche Machbarkeit dieser Bedarfsanforderungen.

So werden bereits vor dem tatsächlichen Planungsstart die wesentlichen Ziele, Nutzungskonzepte und Qualitätsstandards erarbeitet und festgelegt, um kostenintensive Änderungen und Iterationsschleifen in der späteren Planung zu reduzieren. Hier hat der Bauherr üblicherweise eine Vielzahl von Entscheidungen zu treffen, die ihn fachlich und zeitlich häufig stark belasten. Die Folge können erhebliche Verzögerungen und Kostenerhöhungen sowie eine Reduzierung der Handlungsoptionen des Bauherrn sein.

Es sind gerade die dynamischen Planungsfaktoren und deren räumlich organisatorische Auswirkungen wie z. B. Nutzungsflexibilitäten, die erforderliche Entscheidungen über Zukunftskonzepte mit Bestandsgebäuden oder Neubaumaßnahmen beeinflussen.

Das Ergebnis unserer Integrierten Bedarfsplanung ist die Leitlinie mit Zieldefinition für das Projekt. Sie dient als mit allen Stakeholdern abgestimmte Planungsgrundlage und ist ein Schlüssel für einen störungsärmeren Planungs- und Bauprozess, aber auch als belastbare Grundlage für Architektenwettbewerbe und Schnittstellen zu Datenmodellen für BIM.

 

Sven Baade Mathias Heiser

Sven Baade, Leiter Center of Competence, THOST Projektmanagement GmbH
Mathias Heiser, Geschäftsleiter, THOST Projektmanagement GmbH

 

Dieser Beitrag ist Teil der Ausgabe des Handelsblatt Journals „Immobilienwirtschaft“, das Sie hier erhalten können.