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Serie Kreativitätstechniken - Nr. 2 Mindmapping

Ideen visualisieren, assoziieren und sortieren

Manchmal fallen uns Dinge besser ein, wenn wir sie aussprechen, umformulieren, weiter spinnen, visualisieren. Damit arbeitet die Kreativitätstechnik Mindmapping. Wie der Name sagt, sollen  Gedanken und Ideen in einer Art Landkarte strukturiert werden. Das Ergebnis kann und darf durchaus ein kreativ-buntes Gebilde werden... 

Mindmapping - Landkarte für Gedanken

Erfunden hat diese visuelle Planungstechnik Tony Buzan, der Abstraktion- und Assoziationsvermögen einsetzt, um Ideen zu mehr Struktur zu verhelfen.

Vorbereitung - Das braucht man für eine Mindmap:

Mindestens einen Stift, ein Blatt Papier und eine Idee oder ein Thema. Alternativ gibt es eine ganze Anzahl von Apps und Tools, die die Erstellung und Weiterverarbeitung von Mindmaps erleichtern wollen. Mindmapping funktioniert alleine oder nach dem Brainstorming, das am besten mit mehreren Teilnehmern durchgeführt wird, um eine möglichst große Anzahl von Ideen zu erhalten. Die bewerteten Ideen dienen der Mindmap als Ausgangslage.

Wer es gerne etwas bunter mag verwendet mehrere Farben, z.B. je eine für jeden Ideen-Zweig. So kann das Hirn die Struktur noch besser erkennen. Visuell-kinesthetische Typen zeichnen dazu gerne kleine Skizzen, mit denen sie Zusammenhänge verdeutlichen und Bereiche klar voneinander abgrenzen. Finden Sie einfach heraus, welche Form des Mindmappings "Ihre" ist...

Anleitung Mindmapping - So geht es:

Sie kennen das Hauptthema, zb. Erstelllung einer Präsentation zum Thema "Marketing Strategie". Das Hauptthema (Präsentation Social Media Strategie) schreiben Sie in die Mitte des Blattes. Als nächstes kommen die Unterthemen. Beginnen Sie damit, das erste Unterthema in die Nähe des Hauptthemas zu schreiben. Das kann z.B eines der Ziele sein, nehmen wir Imagesteigerung. Verbinden Sie die beiden Elemente miteinander. Schreiben Sie weitere 2nd Level-Unterthemen auf, zb weitere Ziele. 

Widmen Sie sich dann jedem einzelnen Unterthema und arbeiten Sie nun mit Assoziationen weiter: Imagesteigerung beispielsweise bekommt nun einzelne Aspekte, die sich wiederum in Unterkategorien verzweigen.

Warum funktioniert Mindmapping?

Man geht von unterschiedlichen Funktionen unserer beiden Gehirnhälften aus: Links sitzen rationales und analytisches Denken, lineare Vorgänge, Zahlenverständnis, rechts Kreativität, Raumwahrnehmung, Farben Rhythmen. Denken ist dabei kein linearer Vorgang, sondern eine assoziative Vernetzung - je besser die Informationen im Hirn miteinander vernetzt sind, desto produktiver der Prozess. Mindmapping verbindet die beiden Gehirnhälften, lässt sie besser miteinander korrespondieren. Und warum dann Skizzen und Farben? Besonders gut bleiben Schlüsselreize im Gedächtnis: je merk-würdiger, desto besser können Sie sich mit den Fragestellungen befassen und sich auch später erinnern.

Bei der erweiterten Mindmapping - Variante Graphic Recording werden Prozesse, Konferenzen, Workshops und Gespräche visuell - und oft live - dokumentiert.

TIPP: Die besten Ergebnisse erzielen Sie mit Mindmapping, wenn Sie sich zu Beginn eine konkrete Frage stellen, und dann auch bei dieser Fragestellung bleiben. So könnten Sie entweder Problemfelder aufdecken oder Ideen entwickeln, Lösungen sammeln und strukturieren oder Planungsschritte miteinander verbinden. Je konkreter Sie die Erwartung an Ihr eigenes Ergebnis formulieren, desto befriedigender wird das Resultat Ihrer Mindmap sein.

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die Visualisierungen lieben, werden Sie mit Mindmapping als Kreativitäts- und Strukturierungstechnik hervorragend bedient sein. Wenn nicht, öffnet vielleicht eine andere Kreativitätstechnik die Pforten für Ihre kreativen Ideen - probieren Sie es aus!

Autorin: Sabine Flechner, Online Marketing Managerin EUROFORUM & freie Autorin und Trainerin | XING

Kontakt: Claudia Lohsträter, Senior Marketing Managerin EUROFORUM | XING