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Offline ist der neue Urlaub

03.07.2017Pharma & GesundheitOffline, Achtsamkeit, Burnout

In einer Zeit, die von Smart-Everything bestimmt wird, sind wir ständig online. Smartphone, Smartwatch, Tablet und Co. sind unsere alltäglichen Begleiter und für den Großteil der Menschheit nicht mehr wegzudenken. Ein Leben mit weniger Technologie? Womöglich komplett offline? Nicht vorstellbar! Oder doch? Schließlich ziehen immer mehr Aussteiger den Stecker um ihre Nerven zu schonen.


Urlaub von der Technologie nehmen
 
Es ist Urlaubszeit, die Sommerferien stehen vor der Tür und Urlaubspläne werden geschmiedet. Damit einher geht ein neuer Trend: Der Urlaub von der Technologie. Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst dazu, eine bestimmte Zeit lang Handy und Laptop bei Seite zu legen – gerade im Sommer, der mit allerlei Outdoor-Aktivitäten lockt. Achtsamkeit und das bewusste Erleben einer internetfreien Aktivität sind der Schlüssel zum Wohlfühlen. So oft wir im Alltag automatisch zum Handy greifen, so gerne vergessen wir die Hosentaschentechnologie wenn wir an der frischen Luft aktiv sind. Strandbad, Wandern oder ein Kaffee mit Freunden lenken uns vom automatischen täglichen Online-Dasein ab und lehren uns, auch mal die Ruhezeiten zu schätzen. Kein Wunder, denn offline gehen senkt Stress und Druck.

Nicht erreichbar? Unvorstellbar!

In den letzten Jahren fluteten mehr und mehr Stressreports den Markt. Ein Stressfaktor, der dabei immer wieder unter den Top-Gründen für Burnout landete: Ständig erreichbar sein.

Der Chef schickt nach Feierabend Reminder für die bevorstehende Präsentation am nächsten Tag, die beste Freundin wartet seit Stunden auf eine Rückmeldung zu ihrem Terminvorschlag für ein gemeinsames Abendessen, die Schrittzähler-App erinnert daran, dass noch 500 Schritte für das tägliche Pensum fehlen – es gibt viele technologische Wege, uns zu zeigen, was wir noch alles zu erledigen haben. Viele Menschen empfinden aufgrund ihrer ständigen Erreichbarkeit hohen Druck, der zu Stress und somit im Extremfall zu gesundheitlichen Problemen führt. Hoher Blutdruck, Unwohlsein und psychische Störungen können die Folge sein. Vom Burnout Syndrom hören wir in der heutigen Zeit überall.

Offline ist der neue Luxus und er ist gut für unser Wohlbefinden

Es gibt radikale Geschichten von Menschen, die konsequent monatelang offline gehen, ihre Social Media Accounts löschen und komplett aussteigen, auf die virtuelle einsame Insel reisen und eine Auszeit von Internet und Co. nehmen. Diese Aussteiger sind meist entspannter und leben entschleunigter als Smartphone-Junkies. Doch um den eigenen Stresslevel zu senken müssen nicht direkt extreme Maßnahmen ergriffen werden, es genügen schon kleine Schritte in die internetfreie Richtung. Eine Stunde pro Tag das Smartphone bewusst ausschalten kann schon ausreichen, um Stress und Unmut zu senken. Auch Wandern mit analoger statt digitaler Karte, das Lesen von Büchern statt E-Books oder das Kochen mit Kochbuch statt Rezepte-App sind einfache Veränderungen. Es sind Kleinigkeiten, die letztendlich dazu führen, nicht ständig zum Handy zu greifen und nebenbei kurz die eingegangenen E-Mails oder unseren Facebook Newsfeed zu checken. Abschalten und bewusst Momente und Aktivitäten genießen entlastet das Hirn und entspannt so auch den restlichen Körper. Es gibt die Analogie „Mein Gehirn ist wie ein Browser mit tausend offenen Tabs.“ – und was tun wir, wenn zu viele Tabs offen sind und der Computer dadurch langsamer arbeitet? Genau, Tabs schließen!