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Tipps für den richtigen Umgang mit schwierigen Kollegen

16.07.2014Personal & ManagementSoftSkills, Teamarbeit, Führung, SandraLeopold

Ohne Angst ins Büro...

Nicht immer ist ein entspanntes Betriebsklima auf der Arbeit garantiert. Doch wie verhält man sich, wenn man mit Arbeitskollegen nicht klar kommt? Bleiben Sie ruhig? Oder ändern Sie etwas? Wir geben Ihnen Tipps, wie man im Job mit schwierigen Kollegen trotzdem klar kommen kann.

Ohne Angst im Büro - Tipps für den richtigen Umgang mit schwierigen Kollegen

Das Büro ist ein komplexes soziales Umfeld mit vielen verschiedenen Charakteren, Schichten und Zusammenhängen. Dieses vielschichtige Gebilde droht zu zerbrechen, wenn etwas, oder jemand, die Ordnung stört. Es gibt immer wieder Kolleginnen und Kollegen, Vorgesetzte, Untergebene, die ihre Rolle im Bürogefüge nicht passend ausfüllen. Die schwierigen Zeitgenossen, die Nörgler, die Destruktiven, Choleriker. Da man sich seine Kollegen meistens nicht aussuchen kann, kommt es vor, dass Sie mit Ihrem Büronachbarn aneinander geraten. Was ist dann zu tun?

Treffen Sie eine Entscheidung über Ihre Reaktion

Während wir im privaten Umfeld den Umgang mit schwierigen Menschen vermeiden können, bleibt uns im Job nichts anderes übrig, als uns auch mit leidigen Kollegen auseinanderzusetzen. Bei Unruhen im Büro kann man sich in zweierlei Richtung bewegen. Entweder Sie beschließen sich nicht mehr aufzuregen und gar nichts zu tun. Dann sollten Sie konsequent und innerlich so stark sein, dass Sie in der Lage sind, sich wirklich nicht mehr aufzuregen oder zu ärgern. Kein Augenrollen oder genervtes Wegdrehen und auch keine unterschwelligen Kommentare mit anderen. In diesem Fall müssen Sie Ihren inneren Buddha finden. Sollte Ihnen dies nicht gelingen, hilft nur eines: Ändern Sie etwas!

Tipps zum Umgang mit schwierigen Zeitgenossen

Wenn Sie sich entschieden haben, Probleme oder Unstimmigkeiten im Büro anzusprechen, sollten Sie diese Tipps beherzigen:

Objektiv abwägen: Sprechen Sie nicht jede Kleinigkeit an. Gestehen Sie Ihrem Kollegen genau so viele Eigenarten zu, wie Sie es sich für sich selbst wünschen. Regeln Sie nur Dinge, die wirklich den Büroalltag nachhaltig belasten. Ein schlechter Tag des Kollegen rechtfertigt nicht zwangsläufig ein Krisengespräch. Hinterfragen Sie genau, ob Sie nicht vielleicht zu empfindlich reagieren. Sprechen Sie im Zweifel mit eigenen Freunden, vertraulichen Kollegen oder Ihrer Familie.

Sachlich bleiben: Auch wenn es sich um ein persönliches Empfinden handelt, versuchen Sie die Umstände so sachlich wie möglich zu erläutern. Das Gegenüber soll sich nicht persönlich angegriffen oder beleidigt fühlen. Versuchen Sie so konkret wie möglich zu schildern, was genau Sie stört. Zum Beispiel: „Gestern im Meeting hast Du mich mehrfach während meines Vortrages unterbrochen. Daher kam ich wiederholt aus dem Thema und konnte meinen Vortrag nicht halten, wie ich mir das vorgestellt habe.“

Agieren Sie teamfähig und suchen Sie Kompromisse: Machen Sie sich im Vorfeld klar, was Sie wirklich wollen. Welche Wünsche haben Sie an den anderen und zu welchen Zugeständnissen bzw. Kompromissen wären Sie bereit? Zeigen Sie offen Kompromissbereitschaft oder schlagen Sie direkt eine Lösung vor. So zeigen Sie auch, dass Sie nicht auf Streit aus sind, sondern die Situation entspannen wollen. Zum Beispiel: „Ich schätze deine Fragen sehr. Wie wäre es, wenn du bis zum Ende wartest. Dann kann ich dir alle Fragen vernünftig beantworten. Wäre das auch eine Lösung für dich?“

Nicht aufgeben: Der Klügere gibt nach, aber nicht auf. Verlieren Sie nicht die Geduld, wenn sich nach einer Konfrontation nichts ändert. Bewahren Sie Ruhe und versuchen Sie es in einer anderen Situation (anderer Ort, Zeit etc.) noch mal von Punkt 1) an. Grenzen Sie sich bewusst ab und versuchen Sie positiv zu bleiben! Und genießen Sie die Mittagspause mit netten Kollegen.

Im letzten Schritt an den Vorgesetzten wenden: Erst wenn Sie nichts anderes weiterbringt und jedes Gespräch vergebens ist, sollten Sie das Gespräch mit Ihrem Chef suchen. Es ist keine Schwäche jemand anderen hinzu zu ziehen wenn man selber nicht mehr weiterkommt. Auch dafür muss ein Vorgesetzter da sein.

Und selbst wenn der schlimmste Fall eintritt, und es trotz allen Bemühungen, Tipps und Versuchen weitergeht wie gehabt: Dann seien Sie stolz auf sich, weil Sie es zumindest versucht haben. Sie haben Klartext geredet und eine konstruktive Rückmeldung gegeben. Und das schafft nicht jeder! Ihr Konflikt-Experte und Top-Trainer Stefan Czypionka gibt Ihnen beim Seminar „„Der Umgang mit schwierigen Zeitgenossen“ noch mehr konkrete Tipps und Tricks mit an die Hand. Trainieren Sie unter anderem die 8 besten Taktiken im Umgang mit schwierigen Personen und lernen Sie, wie Sie die 7 häufigsten Problemcharaktere sicher steuern.

Trainer: Stefan Czypionka,Managementtrainer Stefan Czypionka Success Coaching

Autor: Sandra Leopold, Senior Marketing Manager EUROFORUM | XING