Interview: Paul Praßer – Service Management mitten in der digitalen Transformation


Was sind Ihrer Meinung nach die größten Hürden der digitalen Transformation?
Die größte Hürde liegt sicherlich im Selbstverständnis der Organisation selbst. Diese muss zunächst verstehen, dass Digitalisierung u. a. eine Veränderung hin zu einer intensiveren Einbindung von IT-Themen in den Arbeitsalltag bedeutet. Ist das erst einmal verstanden, entsteht relativ schnell auch ein digitales Mindset. Und das wiederum ist ein guter Anfang auf dem anspruchsvollen Weg hin zu digitalen Produkten. Gleichzeitig muss die Digitalisierung vom Kunden bis in die internen Prozesse wirken (dürfen). Ein solches Verständnis ist also Voraussetzung dafür, dass eine Organisation auch über die Webseite hinaus ihr Business digitalisieren kann.

Wie gelingt Ihren Mitarbeitern der Übergang ins digitale Zeitalter?
Vorwerk hat bereits frühzeitig die virtuelle Firma in der Firma „Vorwerk Digital“ gegründet. Dieser Bereich setzt sich aus Mitarbeitern des Produktmanagements, Marketing und IT zusammen. Auf diese Weise gelingt es uns, jeden Tag aufs Neue deutlich über die IT hinaus die Mitarbeiter zusammenzubringen, die wir brauche, um gemeinsam erfolgreiche digitale Produkte wie den Thermomix oder unseren Saugroboter hervorzubringen bzw. weiterzuentwickeln.

Wie definieren Sie ein Major Incident?
Um im Falle eines Major Incidents strukturiert und zielgerichtet vorgehen zu können, haben wir eine Checkliste möglicher Szenarien entwickelt. Diese Liste hilft uns bei der Bewertung des jeweiligen Anwendungsfalls. Ein Major Incident löst eine Reihe von Maßnahmen aus (bspw. E-Mail-Kommunikationen, Meetings, Calls). Auf diese Weise beziehen wir alle beteiligten Unternehmensbereiche über die IT hinaus ein.

 

Paul Praßer
Service Manager
Vorwerk Digital