Kleiner Prozess, großer Aufwand: Pain-Point Zählerablesung

Leider ziemlich analog, das gilt nach wie vor für viele Prozesse der Wohnungswirtschaft. Ein Beispiel, an dem das Optimierungspotenzial grundlegender Abläufe deutlich wird, ist die jährliche Zählerablesung: Ein ungeliebtes Muss, das vor allem mit hohem Aufwand, unvollständigen Daten, Doppelarbeit, einer hohen Fehlerquote und Unzufriedenheit aller Beteiligten verbunden wird. Und auch wenn das Thema Smart Meter in aller Munde ist: Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmezähler werden auf absehbare Zeit weiterhin abgelesen werden müssen.

Der scheinbar unkomplizierte Akt der Zählerablesung wird in dieser Diskussionsrunde zum Lehrbeispiel für Prozessoptimierung. Experten aus Wohnungs- und Energiewirtschaft sowie ein Startup-Vertreter zeigen, wie Innovationen das Leben tatsächlich einfacher machen können und blicken dabei auch auf die Hürden und Vorbehalte, die es auf dem Weg zu mehr Ressourceneffizienz zu überwinden gilt.

Dipl.-Ing. Udo Gottschalk

Stadtwerke Duisburg Metering GmbH

Dipl.-Ing. Udo Gottschalk

Stadtwerke Duisburg Metering GmbH

Messbar im wahrsten Sinne des Wortes ist der Erfolg von Udo Gottschalk. Die Laufbahn des seit 1990 bei den Stadtwerken Duisburg tätigen Ingenieurs dreht sich rund um Messgeräte für Gas, Wasser, Wärme und Elektrizität. Zunächst Prüfstellenleiter im Zählerwesen der Duisburger Stadtwerke, war er ab 2006 an der Gründung der rhein ruhr Partner Gesellschaft für Messdienstleistungen beteiligt und verantwortete dort den Geschäftsbereich Zählertechnik. Als Mitgründer und Mitglied der Geschäftsleitung der Stadtwerke Duisburg Metering ist er für innovative Prüfstellen- und Messdienstleistungen verantwortlich und leitet hier den Bereich Technik, Solutions & Vertrieb.

Im Rahmen seines Schwerpunkts Gasmessgeräte ist er in verschiedenen regelsetzenden Gremien tätig, u.a. im Regelermittlungsausschuss für Gasmessgeräte beim BMWi.

    Michael Krämer

    Stadtwerke Duisburg Metering GmbH

    Michael Krämer

    Stadtwerke Duisburg Metering GmbH

    Power to the people – diesem Motto hat sich Michael Krämer verschrieben, der sich seit 1988 bei den Stadtwerken Duisburg für die Strom- und Wasserversorgung seiner Kunden einsetzt. Zunächst als Key Account Manager in den Bereichen Strom, Erdgas und Energiemanagement für Geschäftskunden in ganz Deutschland tätig, war er später mit dem Ausbau des Weiterverteilergeschäfts betraut und baute anschließend bei der ThermoPlus GmbH, einem Tochterunternehmen der SW Duisburg, den Contractingvertrieb aus. 

    Seit 09.2019 verantwortete er den Vertrieb der Stadtwerke Duisburg Metering GmbH, die innovative und lösungsorientierte Messdienstleistungen anbietet.

      Dr. Stefan Krausz

      pixolus GmbH

      Dr. Stefan Krausz

      pixolus GmbH

      Der Mann, der Smartphones zu Datenscannern macht, so könnte man Dr. Stefan Krausz bezeichnen. Dem studierten Ökonomen und Branchenkenner fiel auf, dass die jährliche Zählerablesung in der Wohnungs- und Energiewirtschaft ein gewaltiger Schmerzpunkt ist. Viel Aufwand, viele Fehler, wenig Transparenz. Nach einer Laufbahn in der Versicherungswirtschaft gründete Stefan Krausz zusammen mit weiteren Experten 2013 die pixolus GmbH, ein Startup mit Schwerpunkt mobile Datenerfassung.

      Hier entwickelt er zusammen mit seinem Team effiziente, sichere App- und Scan-Lösungen rund um das Gebiet der Datenerfassung – z.B. von Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmezählern. pixolus erleichtert allen Beteiligten aus der Energie- und Wohnungswirtschaft und Energiemanagern die Zählerstandserfassung.

        Andreas Piana

        RBS Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft

        Andreas Piana

        RBS Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft

        Kluge Systemvernetzung und Pflege von Datenbeständen sind laut Überzeugung von Andreas Piana zentral für die effiziente Digitalisierung. Er spricht aus Erfahrung: Der Immobilienkaufmann mit einem Master of Real Estate Management ist Geschäftsbereichsleiters Wohnungswirtschaft bei der RBS Rheinisch-Bergischen Siedlungsgesellschaft in Bergisch Gladbach und war zuvor bei der WSG Dienstleister GmbH in Düsseldorf beschäftigt, wo er auch seine Ausbildung absolvierte.

        In seinem Praxisalltag beobachtet er immer wieder, dass Mitarbeiter digitale Informationen analog erfassen, um Sie manuell an anderer Stelle wieder zu digitalisieren. Durch kluge Vernetzung könnte hier enorme Zeit eingespart werden.