Kommunikationsberaterin und Moderatorin Marion Hoppen über ihre Eindrücke der WE.thinkfuture 2020

WE.thinkfuture – Das waren meine Highlights

Als Moderatorin der WE.thinkfuture hat Marion Hoppen jede Minute der Veranstaltungswoche miterlebt. Jetzt zieht sie ihr persönliches Resümee, nicht nur aus ihrer Sicht als Moderatorin, sondern auch mit der Branchenkenntnis, die sie als ehemalige Pressesprecherin des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. und des Bundesbauministeriums erworben hat. Heute ist Marion Hoppen mit ihrer Kommunikationsagentur selbständig als Kommunikationsberaterin und Moderation für die Immobilienbranche tätig.

Ich muss zugeben, ich war sehr gespannt, darauf, die WE.thinkfuture zu moderieren – 26 hochkarätige Referenten mit völlig unterschiedlichem Hintergrund, elf virtuelle Sessions, Diskussionen mit Teilnehmern und Zuschauern. Das ließ viel erwarten, aber meine Erwartungen wurden noch übertroffen. Nicht nur die fachliche Tiefe und die hohe Diskussionsbereitschaft, auch die Begeisterungsfähigkeit und Authentizität, das visionäre „Out of the Box“-Denken und die Macher-Mentalität der Referenten haben mich tief beeindruckt. Hier wurde tatsächlich Zukunft gedacht und neue Wege gegangen!

Auch mir als Kennerin der Branche und der Themen wurde nochmal deutlich bewusst, wie unabdingbar es ist, angesichts des neuen Kundentypus, der sich integrierte Lösungen aus einer Hand wünscht, Kostendruck, politischen Regulatorien und möglichen Bedrohungen von außen über den Tellerrand zu blicken und branchenübergreifende Lösungen zu entwickeln. Anhand von Zukunftsthemen wie E-Mobilität oder Smarte Quartiere wurde die Notwendigkeit von Sektorenkonvergenz besonders deutlich.

Besonders beeindruckt war ich von der Begeisterungsfähigkeit und Authentizität, dem visionären „Out of the Box“-Denken und der Machermentalität der Referenten.

Gerade an den Schnittstellen zu den verschiedenen Branchen ließen sich viele Potenziale identifizieren. Und auch, wenn in vielen Bereichen die notwendigen Investitionskosten noch den Innovationswillen ausbremsen und entstehende Ertragsmöglichkeiten als Argument noch nicht stark genug sind: es ist Bewegung da, das zeigte sich in den zahlreichen vorgestellten Projekten. Eines von mehreren Highlights waren die Einblicke, die wir in die Acceleratoren von zum Beispiel der Nassauischen Heimstätte/Wohnstadt (NHW) oder der Aareal Bank bekommen haben. Hier wird Förderung und Kooperation auf Augenhöhe gelebt! Und das zum beiderseitigen Nutzen! Faszinierend auch, dass ein Wohnungsunternehmen mit über 100-jähriger Unternehmensgeschichte wie die NHW sich hier als absoluter Vorreiter zeigt! Und das Accelerator hier die wichtige Aufgabe als Übersetzer einnehmen können. Das von Henning Zander in diesem Kontext gezogene Fazit: „Einfach mal machen“ war für mich für die gesamte Woche übrigens unausgesprochenes Motto der WE.thinkfuture. Höchst spannend fand ich auch die Sessions zum Thema Prozesseffizienz und das ganz konkrete Beispiel Pain-Point Zählerablesung. Hier wurde sehr deutlich, wie kleine Zwischenlösungen ohne großen Aufwand immense Mehrwerte bieten können – für Kunden und Unternehmen!

Hier wurde richtig Energie erzeugt

Beeindruckend waren die unterschiedlichen Blickwinkel der Referenten, die sich übrigens sehr gut ergänzt haben. Hier wurde richtig Energie erzeugt und die Bereitschaft für echten Austausch und Diskussion war überall spürbar. Auch von Seiten der Zuschauer. Wir hatten mehr Fragen, als die Diskutanten beantworten konnten. Und die hätten auch gerne weiter diskutiert. Einige haben sogar nach einer weiteren Auflage WE.thinkfuture gefragt!

Die Aareal Bank konnte sich hier wirklich aufgrund ihrer Branchenkenntnis und Digitalisierungskompetenz als guter Brückenbauer etablieren. Und Brückenbauer braucht es aufgrund der Disruptionen in beiden Branchen und der Notwendigkeit einer höheren Sektorenkonvergenz dringend! Schön fand ich den Blick hinter die Kulissen, den uns Thomas Ortmanns und Lars Ernst in ihrer Session gewährt haben. Etwa, dass der Ansatz, über reines Bankgeschäft hinaus auch digitale Services anzubieten, vor 15 Jahren vielerorts noch für Irritationen gesorgt hat, was heute echte Problemlösungskompetenz mit sich bringt.

Wow, wir haben einen Nerv getroffen

Diese Woche war für mich ein absolutes Highlight. Es war toll, so tief in die Themen einzutauchen und spannende Menschen kennenzulernen! Und wenn dann der Funke der Diskutanten auf die Zuschauer überspringt, macht das ganz glücklich! Und es war riesig, mit dem Team der Aareal Bank und von Euroforum so intensiv gemeinsam an diesem Projekt zu arbeiten und zu erleben: „Wow, wir haben einen Nerv getroffen, es kommt super an!“ Und auch wenn ein Digitalevent nicht die persönliche Begegnung und den Kontakt zum Publikum ersetzen kann, kann ich doch sagen: Das digitale Format WE.thinkfuture war genau die richtige Veranstaltung zur richtigen Zeit.