Wenn die Sonne nachts scheint – Solarleuchten erhellen Bayerns Straßen


Referenten:  Ingo Schroers und Daniel Pangerl

60 Prozent aller kommunalen Energiekosten entfallen auf den Betrieb der Außenbeleuchtung. Deshalb sind innovative Beleuchtungskonzepte heute wichtiger als je zuvor. Das Bayernwerk verbindet modernste Technologie mit ansprechender optischer Gestaltung und bietet zudem einen sicheren und verlässlichen Service. Durch unsere jahrzehntelange Erfahrung besitzen wir umfangreiches Know-how, von dem Kommunen nachhaltig profitieren kann.

Modernste Technik und innovative Beleuchtungskonzepte können heute deutlich mehr als ›nur‹ Licht

Sonnenenergie tagsüber speichern und nachts nutzen – warum nicht auch bei der Straßenbeleuchtung?

Wir sind ständig auf der Suche nach Innovationen für uns und unsere Kunden. Nachdem die Entwicklung im Bereich der Speichertechnologie immer mehr Fahrt aufgenommen hat, lag die Einführung einer solaren Straßenleuchte in Kombinationen mit LED für uns nah.

Nach intensiver Marktrecherche und ausführlichen Produkttests entschied sich das Team Ende 2018 mit einem österreichischen Hersteller zusammenzuarbeiten. Warum haben wir uns erst jetzt für ein Produkt entschieden und auf welche Kriterien muss man bei der Auswahl achten?

Solarleuchten müssen durch einen durchdachten Aufbau überzeugen, äußerst langlebig sein und noch dazu richtig smart. So sollte die Einstellungen per Fernbedienung vorgenommen werden können und verschiedene Dimmprofile auswählbar sein. Auch eine bewegungsabhängige Steuerung durch den Einsatz von Sensorik sollte optional möglich sein. Im Idealfall kommt die Leuchte damit bis zu 14 Tage ohne Sonneneinstrahlung aus. Und das ist wichtig, schließlich wird die Leuchte vollkommen autark, also ohne Netzanschluss betrieben. Ein weiterer wichtiger Vorteil durch den die Leuchte quasi an jedem Standort eingesetzt werden kann – schnell, einfach und mit geringen Montagekosten.

Was durch fortschrittliche Technologien und Verbindung dieser smarten Services möglich ist, zeigt ein Beispiel der Kommune Schierling in der Oberpfalz. Im Auftrag der Kommune projektiert und baut das Bayernwerk die Beleuchtung für einen bestehenden Radwegs zwischen zwei Ortsteilen. Dabei wurde bewusst auf den Einsatz von kabelgebunden Leuchten verzichtet.

Die Kommune entschied sich ausschließlich für den Einsatz von Solarleuchten. Somit kann der CO2-Austoß auf 0g im laufenden Betrieb reduziert werden. Zusätzlich verbaute man an jeder Leuchte einen Bewegungssensor, um für ein mitlaufendes Licht zu sorgen. Im Standardbetrieb läuft die Solarleuchte nur mit 10% ihrer Leistung, sobald die Sensoren einen Radfahrer oder Fußgänger erkennen, wird die Leistung auf 100% erhöht. Hat die Person die entsprechende Leuchte passiert, fällt die Leistung wieder auf 10% ab. Praktischer Nebeneffekt: Die Autarkiezeit der Leuchte steigt und die Auswirkungen auf die Umwelt werden soweit wie möglich reduziert, was gerade im Winter ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist. Sollten sich der Bedarf an Dimmung oder Beleuchtungszeit ändern, ist dies kein Problem und kann jederzeit über eine Fernbedienung angepasst werden.